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Bíblia ALBRECHT1926

Salmos 83

Eine Bitte um Hilfe gegen Israels Feinde

1 Ein Lied. Ein Psalm Asafs.

2 Elohim, schaue nicht ruhig zu, / Schweige doch nicht und raste nicht, Gott!Sondern greife ein!

3 Denn sieh, deine Feinde toben, / Und deine Hasser erheben das Haupt.

4 Wider dein Volk ersinnen sie listigen Anschlag, / Beraten sich gegen die, die du bewahrst.Gemeint sind die Israeliten.

5 "Auf", sagen sie, "laßt uns als Volk sie vernichten, / Daß Israels Name für immer verschwinde!"

6 Denn einmütig haben sie sich beraten, / Wider dichDie Anrede richtet sich an Israel.einen Bund geschlossenIm folgenden werden nun die Feinde aufgezählt, die sich zum Kampf gegen Israel verbündet haben.:

7 Edoms ZelteDie Zelte bewohnenden Edomiter., die IsmaeliterEin arabischer Stamm., / Moab und die HagriterName eines arabischen Stammes, der jenseits des Jordans im Osten Gileads wohnte.,

8 GebâlName einer Gebirgsgegend im Süden des Toten Meeres.und Ammon und AmalekAuf der Sinaihalbinsel., / Die Philister samt denen zu Tyrus.

9 Auch Assur hat sich zu ihnen gesellt, / Es leiht seinen Arm den Söhnen Lots.Die Söhne Lots sind Moab und Ammon (1. Mos. 19,36-38).Sela.

10 Tu ihnen so wie MidianHinweis auf Gideons Sieg über die Midianiter (Richt. 7 und 8; vgl. Jes. 9,3; Hab. 3,7)., / Wie Sisera, wie Jabin am Bache Kison!Sisera, der Heerführer des Kanaaniterkönigs Jabin von Hazor, wurde von Barak besiegt (Richt. 4).

11 Sie wurden bei Endor vertilgtEndor, nicht weit von Tanaach und Megiddo, gehörte zum Schlachtfeld (Richt. 5,19)., / Wurden Dünger auf Ackerland.

12 Ihre Edlen mache wie Oreb und SeebRicht. 7,25., / wie Sébach und Zalmúnna all ihre FürstenRicht. 8,5-21.,

13 Weil sie gesprochen: "Wir wollen für uns / Einnehmen die Auen Gottes."Gemeint ist das Land Kanaan.

14 Mein Gott, mache sie wie LaubHebräisch gálgal (Rad). Dieses Wort bedeutet wohl genau die kugelförmig zusammengerollten Stengel der wilden Artischocke, die in großer Menge als rollende Räder vom Wind über die Erde dahingetrieben werden., / Wie Stoppeln, die der Wind wegtreibt,

15 Wie Feuer, das einen Wald verbrennt, / Wie die Flamme, die BergeDas Gras der Berge.entzündet!

16 Verfolge sie so mit deinem Sturm, / Und mit deiner Windsbraut schrecke sie!

17 Mach ihr Antlitz voll Schmach, / Damit sie nach deinem Namen fragen, o Jahwe!

18 Sie sollen zuschanden werden, erschrecken für immer, / Erröten vor Scham und vergehen!

19 Dann laß sie erkennen, daß du, des Name Jahwe heißt, / Allein der Höchste bist auf der ganzen Erde.V.17-19: Die Völker müssen erst tief gedemütigt werden, ehe sie dahin kommen, Gott die Ehre zu geben und seine Hilfe zu suchen. – Ps. 83 schildert, wie sich zahlreiche heidnische Völker zur Vernichtung Israels verbündet haben (V.2-9), und er bittet Gott, er möge das Vorhaben der Feinde vereiteln und seinem Volk Hilfe senden wie zur Richterzeit in den Kämpfen der Israeliten gegen die nördlichen Kanaaniter und die Midianiter (V.10-19). Vielfach meint man, der Psalm stamme aus der Makkabäerzeit, und zwar verweist man auf die Lage der Juden, wie sie in 1. Makk. 5 geschildert wird. Gegen die Makkabäerzeit sprich jedoch schon die Tatsache, daß auch Assur in V.9 unter den Feinden Israels erwähnt wird; denn das assyrische Weltreich war zur zeit der Makkabäer bereits über 400 Jahre verschwunden. Und es ist nur ein haltloser Einfall, wenn man, um dieser Schwierigkeit zu entgehen, unter Assur Syrien oder die Samariter verstehen will. Wahrscheinlicher ist es, daß sich unser Psalm auf den großen Krieg bezieht, den der König Josaphat von Juda (919-895) nach 2. Chron. 20 zu führen hatte. In diesem Krieg waren gerade die beiden in Ps. 83 im Vordergrund stehenden Reiche Moab und Ammon die Hauptfeinde Judas, und unter ihren Verbündeten traten außer Edom auch noch andere Völker hervor (2. Chron. 20,1.10). Wenn Philistäa, Tyrus und Assur (Ps. 83,8-9) in 2. Chron. 20 gar nicht erwähnt werden, so erklärt sich dies vielleicht dadurch, daß sie mit den anderen Feinden Israels zwar verbündet waren, aber keine Truppen mit ins Feld sandten. Beachtenswert ist auch, daß ein Glied der Sängerfamilie Asafs, mit Namen Jahasiel, das Volk Judas zum Kampf gegen die Feinde begeisterte (2. Chron. 20,14). Damit stimmt dann, daß unser Psalm dem Asaf zugeschrieben wird. Wie schon früher bemerkt worden ist, kann der Name Asaf auch ganz allgemein die Familie oder Nachkommenschaft Asafs bedeuten, und es ist auch möglich, daß manche Familienglieder wieder den Namen Asaf trugen.

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