2 Samuel

26. Und (1. Chron. 20) Joab stritt wider Rabba der Kinder Ammon, und er nahm die K├Ânigsstadt ein.

27. Und Joab sandte Boten zu David und lie├č ihm sagen: Ich habe wider Rabba gestritten, habe auch die Wasserstadt (der Stadtteil, der am Flusse lag. Rabba lag n├Ąmlich an beiden Ufern des oberen Jabbok) eingenommen;

28. und nun versammle das ├╝brige Volk und belagere die Stadt und nimm sie ein, da├č nicht ich die Stadt einnehme, und sie nach meinem Namen genannt werde.

29. Da versammelte David alles Volk und zog nach Rabba, und er stritt wider dasselbe und nahm es ein.

30. Und er nahm die Krone ihres K├Ânigs von seinem Haupte; ihr Gewicht war ein Talent Gold, und Edelsteine waren daran; und sie kam auf das Haupt Davids. Und die Beute der Stadt brachte er hinaus in gro├čer Menge.

31. Und das Volk, das darin war, f├╝hrte er hinaus und legte es unter die S├Ąge und unter eiserne Dreschwagen und unter eiserne Beile, (O. Sensen) und lie├č sie durch einen Ziegelofen (And. l.: durch den Moloch) gehen. Und also tat er allen St├Ądten der Kinder Ammon. Und David und das ganze Volk kehrten nach Jerusalem zur├╝ck.

1. Und es geschah danach: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine sch├Âne Schwester, ihr Name war Tamar; und Amnon, der Sohn Davids, liebte sie.

2. Und es war dem Amnon wehe zum Krankwerden um seiner Schwester Tamar willen; denn sie war eine Jungfrau, und es war in den Augen Amnons unm├Âglich, ihr das Geringste zu tun.

3. Und Amnon hatte einen Freund, sein Name war Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids; und Jonadab war ein sehr kluger Mann.

4. Und er sprach zu ihm: Warum bist du so abgezehrt, K├Ânigssohn, Morgen f├╝r Morgen? Willst du es mir nicht kundtun? Und Amnon sprach zu ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom.

5. Und Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Lager und stelle dich krank; und kommt dein Vater, um dich zu sehen, so sprich zu ihm: La├č doch meine Schwester Tamar kommen und mir Speise zu essen geben, und vor meinen Augen das Essen zubereiten, damit ich zusehe und aus ihrer Hand esse.

6. Und Amnon legte sich und stellte sich krank. Und als der K├Ânig kam, um ihn zu sehen, da sprach Amnon zu dem K├Ânig: La├č doch meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Kuchen bereiten, da├č ich aus ihrer Hand esse.

7. Da sandte David zu Tamar ins Haus und lie├č ihr sagen: Gehe doch in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm das Essen.

8. Und Tamar ging in das Haus ihres Bruders Amnon; er lag aber zu Bette. Und sie nahm den Teig und knetete ihn, und bereitete Kuchen vor seinen Augen und backte die Kuchen.

9. Und sie nahm die Pfanne und sch├╝ttete sie vor ihm aus. Aber er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: La├čt jedermann von mir hinausgehen! Und jedermann ging von ihm hinaus.

10. Da sprach Amnon zu Tamar: Bringe das Essen in das innere Gemach, da├č ich von deiner Hand esse. Und Tamar nahm die Kuchen, die sie zubereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in das innere Gemach.

11. Und als sie ihm zu essen hinreichte, da ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm, liege bei mir, meine Schwester!

12. Und sie sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! schw├Ąche mich nicht, denn also tut man nicht in Israel; begehe nicht diese Schandtat!

13. Und ich, wohin sollte ich meinen Schimpf tragen? und du, du w├╝rdest sein wie einer der Sch├Ąndlichen in Israel. Und nun rede doch zum K├Ânig, denn er wird mich dir nicht verweigern.

14. Er wollte aber nicht auf ihre Stimme h├Âren; und er ├╝berw├Ąltigte sie und schw├Ąchte sie und beschlief sie.

15. Und Amnon ha├čte sie mit einem sehr gro├čen Hasse; denn der Ha├č, womit er sie ha├čte, war gr├Â├čer als die Liebe, womit er sie geliebt hatte. Und Amnon sprach zu ihr: Stehe auf, gehe!

16. Und sie sprach zu ihm: Es gibt keine Ursache (O. werde nicht die Ursache) zu diesem ├ťbel, mich wegzutreiben, welches gr├Â├čer ist als das andere, das du mir angetan hast. Aber er wollte nicht auf sie h├Âren.

17. Und er rief seinem Knaben, seinem Diener, und sprach: Treibet doch diese hinaus, von mir weg, und verriegele die T├╝r hinter ihr!

18. Sie trug aber ein langes Gewand; (O. ein ├ärmelkleid (so auch v 19). Dasselbe Wort wie 1. Mose 37,3) denn also waren die T├Âchter des K├Ânigs, die Jungfrauen, mit Gew├Ąndern bekleidet. Und sein Diener f├╝hrte sie hinaus und verriegelte die T├╝r hinter ihr.

19. Da nahm Tamar Asche auf ihr Haupt und zerri├č das lange Gewand, das sie anhatte, und sie legte ihre Hand auf ihr Haupt und ging und schrie im Gehen.

20. Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir gewesen? Nun denn, meine Schwester, schweige still; er ist dein Bruder, nimm dir diese Sache nicht zu Herzen! Da blieb Tamar, und zwar einsam, im Hause ihres Bruders Absalom.

21. Und der K├Ânig David h├Ârte alle diese Dinge, und er wurde sehr zornig.

22. Und Absalom redete mit Amnon weder B├Âses noch Gutes; denn Absalom ha├čte Amnon, darum da├č er seine Schwester Tamar geschw├Ącht hatte.

23. Und es geschah nach zwei vollen Jahren, da hatte Absalom Schafscherer zu Baal-Hazor, das bei Ephraim liegt; und Absalom lud alle S├Âhne des K├Ânigs.

24. Und Absalom kam zu dem K├Ânig und sprach: Siehe doch, dein Knecht hat die Schafscherer; es gehe doch der K├Ânig und seine Knechte mit deinem Knechte.

25. Aber der K├Ânig sprach zu Absalom: Nicht doch, mein Sohn! la├č uns doch nicht allesamt gehen, da├č wir dir nicht beschwerlich fallen. Und er drang in ihn; aber er wollte nicht gehen, und er segnete ihn.

26. Da sprach Absalom: Wenn nicht, so la├č doch meinen Bruder Amnon mit uns gehen! Und der K├Ânig sprach zu ihm: Warum soll er mit dir gehen?

27. Absalom aber drang in ihn; da lie├č er Amnon und alle S├Âhne des K├Ânigs mit ihm gehen.

28. Und Absalom gebot seinen Knaben und sprach: Sehet doch zu, wenn Amnon fr├Âhlichen Herzens wird vom Wein, und ich zu euch spreche: Erschlaget Amnon! so t├Âtet ihn, f├╝rchtet euch nicht! Bin ich es nicht, der es euch geboten hat? Seid stark und seid tapfer!

29. Und die Knaben Absaloms taten dem Amnon, so wie Absalom geboten hatte. Da standen alle S├Âhne des K├Ânigs auf und bestiegen ein jeder sein Maultier und flohen.

30. Und es geschah, w├Ąhrend sie auf dem Wege waren, da kam das Ger├╝cht zu David, indem man sagte: Absalom hat alle S├Âhne des K├Ânigs erschlagen, und nicht einer von ihnen ist ├╝briggeblieben.

31. Da stand der K├Ânig auf und zerri├č seine Kleider und legte sich auf die Erde; und alle seine Knechte standen da mit zerrissenen Kleidern.

32. Da hob Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, an und sprach: Mein Herr sage nicht: sie haben alle die J├╝nglinge, die S├Âhne des K├Ânigs, get├Âtet; denn Amnon allein ist tot; denn nach dem Beschlu├č Absaloms war es festgestellt von dem Tage an, da er seine Schwester Tamar geschw├Ącht hat.

33. Und nun nehme mein Herr, der K├Ânig, die Sache nicht zu Herzen, da├č er spreche: alle S├Âhne des K├Ânigs sind tot; sondern Amnon allein ist tot.

34. Und Absalom entfloh. Und der Knabe, der W├Ąchter, erhob seine Augen und sah: und siehe, viel Volks kam von dem Wege hinter (O. westlich von) ihm, von (O. an) der Seite des Berges.

35. Da sprach Jonadab zu dem K├Ânig: Siehe, die S├Âhne des K├Ânigs kommen; wie dein Knecht gesagt hat, also ist es geschehen.

36. Und es geschah, sowie er ausgeredet hatte, siehe, da kamen die S├Âhne des K├Ânigs und erhoben ihre Stimme und weinten; und auch der K├Ânig und alle seine Knechte brachen in ein sehr gro├čes Weinen aus.

37. Absalom aber entfloh und ging zu Talmai, dem Sohne Ammihurs, (Nach and. Lesart: Ammihuds) dem K├Ânig von Gesur. Und David (W. er) trauerte um seinen Sohn alle Tage.

38. Absalom aber entfloh und ging nach Gesur; und er war daselbst drei Jahre.

39. Und der K├Ânig David sehnte sich, zu Absalom hinauszuziehen; denn er hatte sich ├╝ber Amnon getr├Âstet, da├č er tot war.

1. Und Joab, der Sohn der Zeruja, merkte, da├č das Herz des K├Ânigs nach Absalom stand.

2. Da sandte Joab nach Tekoa und lie├č von dannen ein kluges Weib holen; und er sprach zu ihr: Stelle dich doch trauernd und ziehe Trauerkleider an und salbe dich nicht mit ├ľl, und sei wie ein Weib, das schon viele Tage ├╝ber einen Toten trauert;

3. und gehe zum K├Ânig hinein und rede zu ihm nach diesem Worte. Und Joab legte ihr die Worte in den Mund.

4. Und das tekoitische Weib sprach zu dem K├Ânig; und sie fiel auf ihr Antlitz zur Erde und beugte sich nieder und sprach: Hilf, o K├Ânig!

5. Und der K├Ânig sprach zu ihr: Was ist dir? Und sie sprach: F├╝rwahr, ich bin eine Witwe, und mein Mann ist gestorben.

6. Und deine Magd hatte zwei S├Âhne, und sie zankten sich beide auf dem Felde, und niemand war da, der rettend dazwischentrat; (W. und kein Rettender zwischen ihnen) und der eine schlug den anderen und t├Âtete ihn.

7. Und siehe, das ganze Geschlecht ist wider deine Magd aufgestanden, und sie sprechen: Gib den heraus, der seinen Bruder erschlagen hat, da├č wir ihn t├Âten f├╝r die Seele seines Bruders, den er ermordet hat, und auch den Erben vertilgen! und so wollen sie meine Kohle ausl├Âschen, die mir ├╝briggeblieben ist, um meinem Manne weder Namen noch ├ťberrest auf dem Erdboden zu lassen.

8. Da sprach der K├Ânig zu dem Weibe: Gehe nach deinem Hause, und ich werde deinethalben gebieten.

9. Und das tekoitische Weib sprach zu dem K├Ânig: Auf mir, mein Herr K├Ânig, und auf dem Hause meines Vaters sei die Ungerechtigkeit; der K├Ânig aber und sein Thron seien schuldlos!

10. Und der K├Ânig sprach: Wer wider dich redet, den bringe zu mir, und er soll dich fortan nicht mehr antasten.

11. Und sie sprach: Der K├Ânig gedenke doch Jehovas, deines Gottes, damit der Blutr├Ącher nicht noch mehr Verderben anrichte, und sie meinen Sohn nicht vertilgen! Und er sprach: So wahr Jehova lebt, wenn von den Haaren deines Sohnes eines auf die Erde f├Ąllt!

12. Und das Weib sprach: La├č doch deine Magd ein Wort zu meinem Herrn, dem K├Ânig, reden!

13. Und er sprach: Rede! Da sprach das Weib: Und warum hast du dergleichen wider Gottes Volk im Sinne? denn da der K├Ânig dieses Wort geredet hat, ist er wie schuldig, (O. denn der K├Ânig hat dieses Wort geredet als ein Schuldiger) indem der K├Ânig seinen Versto├čenen nicht zur├╝ckholen l├Ą├čt.

14. Denn wir m├╝ssen gewi├člich sterben und sind wie Wasser, das auf die Erde gesch├╝ttet ist, welches man nicht wieder sammeln kann; und Gott nimmt nicht das Leben weg, sondern er sinnt darauf, da├č der Versto├čene nicht von ihm weg versto├čen bleibe.

15. Und nun, da├č ich gekommen bin, um dieses Wort zu dem K├Ânig, meinem Herrn, zu reden, ist, weil das Volk mich in Furcht gesetzt hat. Da dachte (Eig. sagte) deine Magd: Ich will doch zu dem K├Ânig reden, vielleicht wird der K├Ânig das Wort seiner Magd tun;

16. denn der K├Ânig wird erh├Âren, um seine Magd aus der Hand des Mannes zu erretten, der mich und meinen Sohn zusammen aus dem Erbteil Gottes vertilgen will.

17. Und deine Magd dachte: (Eig. sagte) Das Wort meines Herrn, des K├Ânigs, m├Âge doch zur Beruhigung sein; denn wie ein (O. der) Engel Gottes, also ist mein Herr, der K├Ânig, um das Gute und das B├Âse anzuh├Âren; und Jehova, dein Gott, sei mit dir!

18. Da antwortete der K├Ânig und sprach zu dem Weibe: Verhehle mir doch ja nichts, wonach ich dich fragen will! Und das Weib sprach: Es wolle doch mein Herr, der K├Ânig, reden!

19. Und der K├Ânig sprach: Ist die Hand Joabs mit dir in diesem allem? Und das Weib antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt, mein Herr K├Ânig, wenn zur Rechten oder zur Linken zu weichen ist von allem, was mein Herr, der K├Ânig, redet! denn dein Knecht Joab, er hat es mir geboten, und er hat deiner Magd alle diese Worte in den Mund gelegt.

20. Um das Ansehen der Sache zu wenden, hat dein Knecht Joab dieses getan; aber mein Herr ist weise, gleich der Weisheit eines (O. des) Engels Gottes, da├č er alles wei├č, was auf Erden vorgeht.

21. Und der K├Ânig sprach zu Joab: Siehe doch, ich habe (Nach and. Lesart: du hast) dieses getan; so gehe hin, hole den J├╝ngling, den Absalom, zur├╝ck.

22. Da fiel Joab auf sein Angesicht zur Erde und beugte sich nieder und segnete den K├Ânig; und Joab sprach: Heute wei├č dein Knecht, da├č ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, mein Herr K├Ânig, da der K├Ânig das Wort seines Knechtes getan hat.

23. Und Joab machte sich auf und ging nach Gesur, und er brachte Absalom nach Jerusalem.

24. Aber der K├Ânig sprach: Er soll sich nach seinem Hause wenden und mein Angesicht nicht sehen. Und Absalom wandte sich nach seinem Hause und sah das Angesicht des K├Ânigs nicht.

25. Und in ganz Israel war kein Mann wegen seiner Sch├Ânheit so sehr zu preisen wie Absalom; von seiner Fu├čsohle bis zu seinem Scheitel war kein Fehl an ihm.

26. Und wenn er sein Haupt scheren lie├č, -es geschah n├Ąmlich von Jahr zu Jahr, (O. nach Ablauf einer gewissen Zeit) da├č er es scheren lie├č, denn es war ihm zu schwer, und so lie├č er es scheren-so wog sein Haupthaar zweihundert Sekel, nach dem Gewicht des K├Ânigs.

27. Und dem Absalom wurden drei S├Âhne geboren und eine Tochter, ihr Name war Tamar; sie war ein Weib, sch├Ân von Ansehen.

28. Und Absalom wohnte zu Jerusalem zwei volle Jahre; und er sah das Angesicht des K├Ânigs nicht.

29. Da sandte Absalom zu Joab, um ihn zu dem K├Ânig zu senden; aber er wollte nicht zu ihm kommen. Und er sandte wiederum zum zweiten Mal, aber er wollte nicht kommen.

30. Da sprach er zu seinen Knechten: Sehet, das Ackerst├╝ck Joabs ist an meiner Seite, und er hat daselbst Gerste; gehet hin und z├╝ndet es mit Feuer an! Und die Knechte Absaloms z├╝ndeten das Ackerst├╝ck mit Feuer an.

31. Da machte Joab sich auf und kam zu Absalom ins Haus, und sprach zu ihm: Warum haben deine Knechte mein Ackerst├╝ck mit Feuer angez├╝ndet?

32. Und Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich habe zu dir gesandt und dir sagen lassen: Komm her, da├č ich dich zu dem K├Ânig sende, um ihm zu sagen: Warum bin ich von Gesur gekommen? Besser w├Ąre mir, ich w├Ąre noch dort. Und nun m├Âchte ich das Angesicht des K├Ânigs sehen; und wenn eine Ungerechtigkeit an mir ist, so t├Âte er mich!

33. Da begab sich Joab zu dem K├Ânig und berichtete es ihm. Und er rief Absalom; und er kam zu dem K├Ânig und warf sich auf sein Antlitz zur Erde nieder vor dem K├Ânig, und der K├Ânig k├╝├čte Absalom.

1. Und es geschah hernach, da schaffte sich Absalom Wagen und Rosse an, und f├╝nfzig Mann, die vor ihm herliefen.

2. Und Absalom machte sich fr├╝h auf und stellte sich an die Seite des Torweges; und es geschah: jedermann, der einen Rechtsstreit hatte, um zu dem K├Ânig zu Gericht zu kommen, dem rief Absalom zu und sprach: Aus welcher Stadt bist du? Und sprach er: Dein Knecht ist aus einem der St├Ąmme Israels,

3. so sprach Absalom zu ihm: Siehe, deine Sachen sind gut und recht; aber du hast von seiten des K├Ânigs niemand, der sie anh├Ârte.

4. Und Absalom sprach: Wer mich doch zum Richter setzte im Lande, da├č jedermann zu mir k├Ąme, der einen Rechtsstreit und Rechtshandel hat, und ich w├╝rde ihm zu seinem Recht verhelfen!

5. Und es geschah, wenn jemand ihm nahte, um sich vor ihm niederzubeugen, so streckte er seine Hand aus und ergriff ihn und k├╝├čte ihn.

6. Und Absalom tat auf solche Weise allen Israeliten, die zu dem K├Ânig zu Gericht kamen; und so stahl Absalom das Herz der M├Ąnner von Israel.

7.

8. denn als ich zu Gesur in Syrien wohnte, tat dein Knecht ein Gel├╝bde und sprach: Wenn Jehova mich wirklich nach Jerusalem zur├╝ckbringt, so will ich Jehova dienen.

9. Und der K├Ânig sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden! Und er machte sich auf und ging nach Hebron.

10. Und Absalom sandte Kundschafter in alle St├Ąmme Israels und lie├č sagen: Sobald ihr den Schall der Posaune h├Âret, so sprechet: Absalom ist K├Ânig geworden zu Hebron!

11. Und mit Absalom gingen zweihundert Mann aus Jerusalem; sie waren geladen worden (d. h. zur Opfermahlzeit) und gingen in ihrer Einfalt; und sie wu├čten um nichts.

12. Und Absalom entbot Ahitophel, den Giloniter, den Rat Davids, aus seiner Stadt, aus Gilo, w├Ąhrend er die Opfer schlachtete. Und die Verschw├Ârung wurde stark, und das Volk mehrte sich fort und fort bei Absalom.

13. Und es kam einer zu David, der ihm berichtete und sprach: Das Herz der M├Ąnner von Israel hat sich Absalom zugewandt. (W. ist Absalom nach)

14. Da sprach David zu allen seinen Knechten, die in Jerusalem bei ihm waren: Machet euch auf und la├čt uns fliehen; denn sonst wird es kein Entrinnen f├╝r uns geben vor Absalom. Eilet, hinwegzugehen, da├č er nicht eilends uns erreiche und das Ungl├╝ck ├╝ber uns treibe und die Stadt schlage mit der Sch├Ąrfe des Schwertes!

15. Und die Knechte des K├Ânigs sprachen zu dem K├Ânig: Nach allem, was mein Herr, der K├Ânig, zu tun erw├Ąhlen wird, siehe hier, deine Knechte!

16. Und der K├Ânig zog hinaus, und sein ganzes Haus in seinem Gefolge; und der K├Ânig lie├č zehn Kebsweiber zur├╝ck, um das Haus zu bewahren.

17. So zog der K├Ânig hinaus, und alles Volk in seinem Gefolge, und sie machten Halt bei dem entfernten Hause. (O. bei Beth-Merchak)

18. Und alle seine Knechte zogen an seiner Seite hin├╝ber; und alle Kerethiter und alle Pelethiter, (Vergl. die Anm. zu Kap. 8,18) und alle Gathiter, sechshundert Mann, die in seinem Gefolge von Gath gekommen waren, zogen vor dem K├Ânig hin├╝ber.

19. Da sprach der K├Ânig zu Ittai, dem Gathiter: Warum willst auch du mit uns gehen? Kehre um und bleibe bei dem K├Ânig; denn du bist ein Fremder, und sogar in deinen Ort eingewandert.

20. Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich mit uns umherirren lassen? Ich aber gehe, wohin ich gehe. Kehre um und f├╝hre deine Br├╝der zur├╝ck; G├╝te und Wahrheit seien mit dir!

21. Aber Ittai antwortete dem K├Ânig und sprach: So wahr Jehova lebt und mein Herr K├Ânig lebt, an dem Orte, wo mein Herr, der K├Ânig, sein wird, sei es zum Tode, sei es zum Leben, daselbst wird auch dein Knecht sein!

22. Da sprach David zu Ittai: Komm und ziehe hin├╝ber! Und Ittai, der Gathiter, zog hin├╝ber mit allen seinen M├Ąnnern und allen Kindern, die bei ihm waren.

23. Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, und alles Volk ging hin├╝ber. Und der K├Ânig ging ├╝ber den Bach Kidron; und alles Volk zog hin├╝ber nach dem Wege zur W├╝ste hin.

24. Und siehe, auch Zadok (S. Kap. 8,17) war da und alle Leviten mit ihm, die Lade des Bundes Gottes tragend; und sie stellten die Lade Gottes hin, und Abjathar (S. 1. Sam. 22,20) ging hinauf, bis alles Volk aus der Stadt vollends hin├╝bergegangen war.

25. Und der K├Ânig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt zur├╝ck. Wenn ich Gnade finde in den Augen Jehovas, so wird er mich zur├╝ckbringen, und mich sie und seine Wohnung sehen lassen.

26. Wenn er aber also spricht: Ich habe kein Gefallen an dir-hier bin ich, mag er mit mir tun, wie es gut ist in seinen Augen.

27. Und der K├Ânig sprach zu Zadok, dem Priester: Bist du nicht der Seher? Kehre in die Stadt zur├╝ck in Frieden, und Achimaaz, dein Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars, eure beiden S├Âhne, mit euch.

28. Sehet, ich will in den Ebenen (O. Steppen) der W├╝ste verziehen, bis ein Wort von euch kommt, mir Kunde zu geben.

29. Und Zadok und Abjathar brachten die Lade Gottes nach Jerusalem zur├╝ck, und sie blieben daselbst.

30. David aber ging die Anh├Âhe der Olivenb├Ąume hinauf und weinte, w├Ąhrend er hinaufging; und sein Haupt war verh├╝llt, und er ging barfu├č; und alles Volk, das bei ihm war, hatte ein jeder sein Haupt verh├╝llt und ging unter Weinen hinauf.

31. Und man berichtete David und sprach: Ahitophel ist unter den Verschworenen mit Absalom. Da sprach David: Bet├Âre doch den Rat Ahitophels, Jehova!

32. Und es geschah, als David auf den Gipfel gekommen war, wo er (O. man) Gott anzubeten pflegte, siehe, da kam ihm Husai, der Arkiter, entgegen mit zerrissenem Leibrock und Erde auf seinem Haupte.

33. Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir weiter gehst, so wirst du mir zur Last sein.

34. Wenn du aber in die Stadt zur├╝ckkehrst und zu Absalom sagst: Dein Knecht, o K├Ânig, will ich sein; wie ich von jeher der Knecht deines Vaters gewesen bin, so will ich jetzt dein Knecht sein: so wirst du mir den Rat Ahitophels zunichte machen.

35. Und sind nicht Zadok und Abjathar, die Priester, dort bei dir? Und es soll geschehen, jede Sache, die du aus dem Hause des K├Ânigs h├Âren wirst, sollst du Zadok und Abjathar, den Priestern, kundtun.

36. Siehe, ihre beiden S├Âhne sind daselbst bei ihnen, Achimaaz, des Zadok, und Jonathan, des Abjathar Sohn; so entbietet mir durch sie jede Sache, die ihr h├Âren werdet.

37. Da begab sich Husai, der Freund Davids, in die Stadt; Absalom aber zog in Jerusalem ein.

1. Und als David von dem Gipfel ein wenig weiter gegangen war, siehe, da kam Ziba, der Knabe Mephiboseths, ihm entgegen mit einem Paar gesattelter Esel, und auf ihnen zweihundert Brote und hundert Rosinenkuchen und hundert Kuchen von getrocknetem Obst und ein Schlauch Wein.

2. Und der K├Ânig sprach zu Ziba: Was willst du damit? Und Ziba sprach: Die Esel sind f├╝r das Haus des K├Ânigs, um darauf zu reiten, und das Brot und das getrocknete Obst zum Essen f├╝r die Knaben, und der Wein zum Trinken f├╝r den, der in der W├╝ste ermattet.

3. Und der K├Ânig sprach: Und wo ist der Sohn deines Herrn? Und Ziba sprach zu dem K├Ânig: Siehe, er bleibt in Jerusalem; denn er sprach: Heute wird mir das Haus Israel das K├Ânigtum meines Vaters wiedergeben!

4. Da sprach der K├Ânig zu Ziba: Siehe, dein ist alles, was Mephiboseth geh├Ârt. Und Ziba sprach: Ich beuge mich nieder; m├Âge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr K├Ânig!

5. Und als der K├Ânig David nach Bachurim kam, siehe, da kam von dannen heraus ein Mann vom Geschlecht des Hauses Sauls, sein Name war Simei, der Sohn Geras. Er kam unter Fluchen heraus,

6. und warf mit Steinen nach David und nach allen Knechten des K├Ânigs David; und alles Volk und alle Helden waren zu seiner Rechten und zu seiner Linken.

7. Und Simei sprach also, indem er fluchte: Hinweg, hinweg, du Mann des Blutes und Mann Belials!

8. Jehova hat alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Statt du K├Ânig geworden bist, auf dich zur├╝ckgebracht, und Jehova hat das K├Ânigtum in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben; und siehe, nun bist du in deinem Ungl├╝ck, denn ein Mann des Blutes bist du!

9. Und Abisai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem K├Ânig: Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem K├Ânig, fluchen? La├č mich doch hin├╝bergehen und ihm den Kopf wegnehmen!

10. Aber der K├Ânig sprach: Was haben wir miteinander zu schaffen, ihr S├Âhne der Zeruja? Ja, mag er fluchen! denn wenn Jehova (O. wenn er flucht, und wenn Jehova) ihm gesagt hat: Fluche David! wer darf dann sagen: Warum tust du also?

11. Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der aus meinem Leibe hervorgegangen ist, trachtet mir nach dem Leben; wieviel mehr nun dieser Benjaminiter! La├čt ihn, da├č er fluche; denn Jehova hat es ihn gehei├čen.

12. Vielleicht wird Jehova mein Elend ansehen, und Jehova mir Gutes erstatten daf├╝r, da├č mir geflucht wird an diesem Tage.

13. Und David und seine M├Ąnner zogen auf dem Wege; Simei aber ging an der Seite des Berges, ihm gegen├╝ber, (d. h. indem er gleichen Schrittes mit ihm hielt) immerfort fluchend, und warf mit Steinen gegen ihn (Eig. ihm gegen├╝ber; der gleiche Sinn wie vorher) und warf Staub empor.

14. Und der K├Ânig und alles Volk, das bei ihm war, kamen ermattet an; und er erholte sich daselbst.

15. Absalom aber und alles Volk, die M├Ąnner von Israel, kamen nach Jerusalem, und Ahitophel mit ihm.

16. Und es geschah, als Husai, der Arkiter, der Freund Davids, zu Absalom kam, da sprach Husai zu Absalom: Es lebe der K├Ânig! es lebe der K├Ânig!

17. Und Absalom sprach zu Husai: Ist das deine G├╝te an deinem Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gegangen?

18. Und Husai sprach zu Absalom: Nein, sondern wen Jehova erw├Ąhlt hat und dieses Volk und alle M├Ąnner von Israel, dessen will ich sein, und bei ihm will ich bleiben;

19. und zum anderen, wem sollte ich dienen? nicht vor seinem Sohne? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, also will ich vor dir sein.

20. Und Absalom sprach zu Ahitophel: Schaffet Rat, was wir tun sollen!

21. Und Ahitophel sprach zu Absalom: Gehe ein zu den Kebsweibern deines Vaters, die er zur├╝ckgelassen hat, um das Haus zu bewahren; so wird ganz Israel h├Âren, da├č du dich bei deinem Vater stinkend gemacht hast, und die H├Ąnde aller derer, die mit dir sind, werden erstarken.

22. Da schlug man f├╝r Absalom ein Zelt auf dem Dache auf; und Absalom ging ein zu den Kebsweibern seines Vaters vor den Augen von ganz Israel.

23. Der Rat Ahitophels aber, den er in jenen Tagen riet, war, wie wenn man das Wort Gottes befragte; also war jeder Rat Ahitophels, sowohl f├╝r David als auch f├╝r Absalom.

1. Und Ahitophel sprach zu Absalom: La├č mich doch zw├Âlftausend Mann auslesen, und mich aufmachen und diese Nacht David nachjagen;

2. und ich werde ├╝ber ihn kommen, w├Ąhrend er m├╝de und an H├Ąnden schlaff ist, und ihn in Schrecken setzen; und alles Volk, das bei ihm ist, wird fliehen, und ich werde den K├Ânig allein schlagen;

3. und so werde ich alles Volk zu dir zur├╝ckbringen. Gleich der R├╝ckkehr aller ist der Mann, den du suchst: das ganze Volk wird in Frieden sein.

4. Und das Wort war recht in den Augen Absaloms und in den Augen aller Ältesten von Israel.

5. Und Absalom sprach: Rufe doch auch Husai, den Arkiter, da├č wir h├Âren, was auch er sagt.

6. Und Husai kam zu Absalom; und Absalom sprach zu ihm und sagte: Nach diesem Worte hat Ahitophel geredet; sollen wir sein Wort ausf├╝hren? Wenn nicht, so rede du!

7. Da sprach Husai zu Absalom: Nicht gut ist der Rat, den Ahitophel diesmal gegeben hat.

8. Und Husai sprach: Du kennst ja deinen Vater und seine M├Ąnner, da├č sie Helden, und da├č sie erbitterten Gem├╝tes sind, wie eine der Jungen beraubte B├Ąrin auf dem Felde; und dein Vater ist ein Kriegsmann: er wird nicht bei dem Volke ├╝bernachten.

9. Siehe, er hat sich jetzt in irgend einer Schlucht oder sonst an einem Orte versteckt. Und es wird geschehen, wenn zu Anfang etliche unter ihnen fallen, so wird jeder, der es h├Ârt, sagen: Es hat eine Niederlage unter dem Volke stattgefunden, das Absalom nachfolgt!

10. und ist er auch ein tapferer Mann, dessen Herz wie ein L├Âwenherz ist, so wird er sicher verzagen; denn ganz Israel wei├č, da├č dein Vater ein Held ist, und die bei ihm sind tapfere M├Ąnner.

11. Sondern ich rate: Es werde ganz Israel insgesamt zu dir versammelt, von Dan bis Beerseba, wie der Sand, der am Meere ist, an Menge; und deine Person (W. dein Angesicht) ziehe mit ins Treffen.

12. Und wir werden ├╝ber ihn kommen an einem der Orte, wo er sich befindet, und uns auf ihn niederlassen, wie der Tau auf den Erdboden f├Ąllt; und es wird von ihm und von all den M├Ąnnern, die bei ihm sind, auch nicht einer ├╝brigbleiben.

13. Und wenn er sich in eine Stadt zur├╝ckzieht, so soll ganz Israel Seile an jene Stadt legen, und wir schleppen sie an den Flu├č, (O. in das Tal) bis dort auch nicht ein Steinchen mehr gefunden wird.

14. Und Absalom und alle M├Ąnner von Israel sprachen: Der Rat Husais, des Arkiters, ist besser als der Rat Ahitophels. Aber (O. denn) Jehova hatte es so angeordnet, um den guten Rat Ahitophels zunichte zu machen, damit Jehova das Ungl├╝ck ├╝ber Absalom br├Ąchte.

15. Und Husai sprach zu Zadok und zu Abjathar, den Priestern: So und so hat Ahitophel dem Absalom und den Ältesten von Israel geraten, und so und so habe ich geraten.

16. So sendet nun eilends hin und berichtet David und sprechet: ├ťbernachte nicht diese Nacht in den Ebenen der W├╝ste, sondern gehe jedenfalls hin├╝ber, damit nicht der K├Ânig und alles Volk, das bei ihm ist, verschlungen werde.

17. Jonathan aber, und Achimaaz (Vergl. Kap. 15,36) standen bei En-Rogel (die Walkerquelle, s├╝d├Âstlich von Jerusalem) (eine Magd ging n├Ąmlich hin und berichtete ihnen, und sie gingen hin und berichteten dem K├Ânig David; denn sie durften sich nicht sehen lassen, indem sie in die Stadt kamen). (O. da├č sie in die Stadt h├Ątten kommen k├Ânnen)

18. Und ein Knabe sah sie und berichtete es Absalom. Da gingen sie beide eilends und kamen in das Haus eines Mannes zu Bachurim; der hatte einen Brunnen in seinem Hofe, und sie stiegen dort hinab.

19. Und das Weib nahm eine Decke und breitete sie ├╝ber den Brunnen, und streute Gr├╝tze dar├╝ber aus, so da├č nichts bemerkt wurde.

20. Und die Knechte Absaloms kamen zu dem Weibe ins Haus und sprachen: Wo sind Achimaaz und Jonathan? Und das Weib sprach zu ihnen: Sie sind ├╝ber das Wasserb├Ąchlein gegangen. Und sie suchten, aber sie fanden sie nicht, und kehrten nach Jerusalem zur├╝ck.

21. Und es geschah, nachdem sie weggegangen waren, da stiegen sie aus dem Brunnen herauf und gingen hin und berichteten dem K├Ânig David; und sie sprachen zu David: Machet euch auf und gehet eilends ├╝ber das Wasser, denn so hat Ahitophel wider euch geraten.

22. Da machte David sich auf, und alles Volk, das bei ihm war, und sie gingen ├╝ber den Jordan; bis der Morgen hell wurde, ward auch nicht einer vermi├čt, der nicht ├╝ber den Jordan gegangen w├Ąre.

23. Als aber Ahitophel sah, da├č sein Rat nicht ausgef├╝hrt worden war, sattelte er den Esel und machte sich auf und zog nach seinem Hause, nach seiner Stadt; und er bestellte sein Haus und erdrosselte sich; und er starb und wurde begraben im Begr├Ąbnis seines Vaters.

24. Und David kam nach Machanaim; und Absalom ging ├╝ber den Jordan, er und alle M├Ąnner von Israel mit ihm.

25. Und Absalom setzte Amasa an Joabs Statt ├╝ber das Heer. Amasa war aber der Sohn eines Mannes, dessen Name Jithra war, der Israelit, (Wahrsch. zu lesen: der Ismaelit; wie 1. Chron. 2,17) der zu Abigail eingegangen war, der Tochter des Nahas, der Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs.

26. Und Israel und Absalom lagerten sich im Lande Gilead.

27. Und es geschah, als David nach Machanaim kam, da brachten Schobi, der Sohn des Nahas, aus Rabba der Kinder Ammon, und Makir, der Sohn Ammiels, aus Lodebar, und Barsillai, der Gileaditer, aus Rogelim,

28. Betten und Becken und T├Âpfergef├Ą├če, und Weizen und Gerste und Mehl, und ger├Âstete K├Ârner und Bohnen und Linsen und Ger├Âstetes (Eig. ger├Âstete K├Ârner) davon,

29. und Honig und geronnene Milch, und Kleinvieh und Kuhk├Ąse zu David und zu dem Volke, das bei ihm war, da├č sie ├Ą├čen; denn sie sprachen: Das Volk ist hungrig und matt und durstig in der W├╝ste.

1. Und David musterte das Volk, das bei ihm war, und setzte ├╝ber sie Oberste ├╝ber tausend und Oberste ├╝ber hundert.

2. Und David entsandte das Volk: ein Drittel unter der Hand Joabs und ein Drittel unter der Hand Abisais, des Sohnes der Zeruja, des Bruder Joabs, und ein Drittel unter der Hand Ittais, des Gathiters. Und der K├Ânig sprach zu dem Volke: Auch ich werde gewi├člich mit euch ausziehen.

3. Aber das Volk sprach: Du sollst nicht ausziehen; denn wenn wir fliehen m├╝├čten, so w├╝rden sie nicht auf uns den Sinn richten; und wenn die H├Ąlfte von uns st├╝rbe, so w├╝rden sie nicht auf uns den Sinn richten; denn du bist wie unser zehntausend. So ist es nun besser, da├č du uns von der Stadt aus zum Beistande bist.

4. Und der K├Ânig sprach zu ihnen: Was gut ist in euren Augen, will ich tun. Und der K├Ânig stellte sich an die Seite des Tores, und alles Volk zog aus zu (O. nach) Hunderten und zu (O. nach) Tausenden.

5. Und der K├Ânig gebot Joab und Abisai und Ittai und sprach: Verfahret mir gelinde mit dem J├╝ngling, mit Absalom! Und alles Volk h├Ârte es, als der K├Ânig allen Obersten wegen Absaloms gebot.

6. Und das Volk zog aus ins Feld, Israel entgegen; und die Schlacht fand statt im Walde Ephraim.

7. Und das Volk von Israel wurde daselbst vor den Knechten Davids geschlagen, und die Niederlage wurde daselbst gro├č an jenem Tage: 20000 Mann.

8. Und die Schlacht breitete sich daselbst aus ├╝ber das ganze Land; und der Wald fra├č mehr unter dem Volke, als das Schwert an jenem Tage fra├č.

9. Und Absalom stie├č auf die Knechte Davids; und Absalom ritt auf einem Maultier, und das Maultier kam unter die verschlungenen Zweige einer gro├čen Terebinthe; und er blieb mit dem Haupte an der Terebinthe hangen, und schwebte zwischen Himmel und Erde; das Maultier aber, das unter ihm war, lief davon.

10. Und ein Mann sah es und berichtete es Joab und sprach: Siehe, ich habe Absalom an einer Terebinthe hangen sehen.

11. Da sprach Joab zu dem Manne, der es ihm berichtete: Siehe, wenn du ihn gesehen hast, warum hast du ihn nicht daselbst zu Boden geschlagen? und an mir war es, dir zehn Sekel Silber und einen G├╝rtel zu geben.

12. Aber der Mann sprach zu Joab: Und wenn ich tausend Sekel Silber auf meinen H├Ąnden w├Âge, w├╝rde ich meine Hand nicht nach des K├Ânigs Sohn ausstrecken; denn vor unseren Ohren hat der K├Ânig dir und Abisai und Ittai geboten und gesagt: Seid vorsichtig, wer es auch sei, mit dem (O. Nehmet in acht┬ů den) J├╝ngling mit Absalom!

13. H├Ątte ich aber tr├╝glich gegen sein Leben gehandelt, -und es bleibt ja keine Sache vor dem K├Ânig verborgen-so w├╝rdest du (And. l.: Oder ich h├Ątte tr├╝glich gehandelt gegen mein Leben; denn es bleibt┬ů und du w├╝rdest usw.) selbst wider mich auftreten. (Eig. dich auf die gegen├╝berliegende Seite stellen)

14. Da sprach Joab: Ich mag nicht also vor dir warten. Und er nahm drei Spie├če in seine Hand und stie├č sie in das Herz Absaloms, w├Ąhrend er noch inmitten der Terebinthe lebte.

15. Und zehn Knaben, Waffentr├Ąger Joabs, umgaben und erschlugen Absalom und t├Âteten ihn.

16. Und Joab stie├č in die Posaune, und das Volk kehrte um von der Verfolgung Israels; denn Joab hielt das Volk ab. (O. schonte das Volk)

17. Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in eine (And.: die) gro├če Grube im Walde, und errichteten ├╝ber ihm einen sehr gro├čen Haufen Steine. Und ganz Israel floh, ein jeder nach seinem Zelte.

18. Absalom aber hatte bei seinen Lebzeiten eine Denks├Ąule genommen und sich aufgerichtet, die im K├Ânigstale steht; denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, um meinen Namen in Erinnerung zu halten. Und er hatte die Denks├Ąule nach seinem Namen genannt; und man nennt sie das Denkmal Absaloms, bis auf diesen Tag.

19. Und Achimaaz, der Sohn Zadoks, sprach: Ich will doch hinlaufen und dem K├Ânig Botschaft bringen, da├č Jehova ihm Recht verschafft hat von der Hand (Eig. von der Hand weg, d. h. durch Befreiung aus derselben; so auch v 31) seiner Feinde.

20. Aber Joab sprach zu ihm: Du sollst nicht Bote sein an diesem Tage, sondern du magst an einem anderen Tage Botschaft bringen; doch an diesem Tage sollst du nicht Botschaft bringen, da ja der Sohn des K├Ânigs tot ist.

21. Und Joab sprach zu dem Kuschiten: Gehe hin, berichte dem K├Ânig, was du gesehen hast. Und der Kuschit beugte sich nieder vor Joab und lief hin.

22. Da sprach Achimaaz, der Sohn Zadoks, wiederum zu Joab: Was auch geschehen m├Âge, la├č doch auch mich hinter dem Kuschiten herlaufen! Und Joab sprach: Warum willst du denn laufen, mein Sohn, da f├╝r dich keine eintr├Ągliche Botschaft da ist? -

23. Was auch geschehen m├Âge, ich will laufen. -Und er sprach zu ihm: Laufe! Und Achimaaz lief den Weg des Jordankreises und kam dem Kuschiten zuvor.

24. Und David sa├č zwischen den beiden Toren; und der W├Ąchter ging auf das Dach des Tores, auf die Mauer, und er erhob seine Augen und sah, und siehe, ein Mann, der allein lief.

25. Und der W├Ąchter rief und berichtete es dem K├Ânig. Und der K├Ânig sprach: Wenn er allein ist, so ist eine Botschaft in seinem Munde. Und er kam stets n├Ąher und n├Ąher.

26. Da sah der W├Ąchter einen anderen Mann laufen; und der W├Ąchter rief dem Torh├╝ter zu (And. l.: gegen das Tor hin) und sprach: Siehe, ein Mann, der allein l├Ąuft! Und der K├Ânig sprach: Auch dieser ist ein Bote.

27. Und der W├Ąchter sprach: Ich sehe den Lauf des ersten an f├╝r den Lauf des Achimaaz, des Sohnes Zadoks. Und der K├Ânig sprach: Das ist ein guter Mann, und er kommt zu guter Botschaft.

28. Und Achimaaz rief und sprach zu dem K├Ânig: Friede! (O. Heil) Und er beugte sich vor dem K├Ânig auf sein Antlitz zur Erde nieder und sprach: Gepriesen sei Jehova, dein Gott, der die M├Ąnner ├╝berliefert hat, die ihre Hand erhoben haben wider meinen Herrn, den K├Ânig!

29. Und der K├Ânig sprach: Geht es dem J├╝ngling, dem Absalom, wohl? Und Achimaaz sprach: Ich sah ein gro├čes Get├╝mmel, als Joab den Knecht des K├Ânigs und deinen Knecht absandte; aber ich wei├č nicht, was es war.

30. Und der K├Ânig sprach: Wende dich, stelle dich hierher. Und er wandte sich und blieb stehen.

31. Und siehe, der Kuschit kam, und der Kuschit sprach: Mein Herr, der K├Ânig, lasse sich die Botschaft bringen, da├č Jehova dir heute Recht verschafft hat von der Hand aller, die wider dich aufgestanden sind.

32. Und der K├Ânig sprach zu dem Kuschiten: Geht es dem J├╝ngling, dem Absalom, wohl? Und der Kuschit sprach: Wie dem J├╝ngling, so m├Âge es den Feinden des K├Ânigs, meines Herrn, ergehen und allen, die wider dich aufgestanden sind zum B├Âsen!

33. Da wurde der K├Ânig sehr bewegt, und er stieg hinauf in das Obergemach des Tores und weinte; und w├Ąhrend er ging, sprach er also: Mein Sohn Absalom! mein Sohn, mein Sohn Absalom! w├Ąre ich doch an deiner Statt gestorben! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

1. Und es wurde Joab berichtet: Siehe, der K├Ânig weint und trauert um Absalom.

2. Und der Sieg wurde an jenem Tage zur Trauer f├╝r das ganze Volk; denn das Volk h├Ârte an jenem Tage sagen: Der K├Ânig ist betr├╝bt um seinen Sohn.

3. Und das Volk stahl sich in die Stadt hinein an jenem Tage, wie ein Volk sich wegstiehlt, das zu Schanden geworden, wenn es im Streit geflohen ist.

4. Und der K├Ânig hatte sein Angesicht verh├╝llt, und der K├Ânig schrie mit lauter Stimme: Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

5. Da begab sich Joab zum K├Ânig ins Haus und sprach: Du hast heute das Angesicht aller deiner Knechte besch├Ąmt, die heute dein Leben errettet haben und das Leben deiner S├Âhne und deiner T├Âchter, und das Leben deiner Weiber und das Leben deiner Kebsweiber,

6. indem du liebst, die dich hassen, und hassest, die dich lieben; denn du hast heute kundgetan, da├č dir Oberste und Knechte nichts sind; denn heute erkenne ich, da├č, wenn Absalom lebendig und wir alle heute tot w├Ąren, da├č es dann recht w├Ąre in deinen Augen.

7. Und nun mache dich auf, gehe hinaus und rede zum Herzen deiner Knechte; denn ich schw├Âre bei Jehova, wenn du nicht hinausgehst, so wird diese Nacht nicht ein Mann bei dir bleiben; und das w├Ąre schlimmer f├╝r dich als alles ├ťbel, das ├╝ber dich gekommen ist von deiner Jugend an bis jetzt.

8. Da machte der K├Ânig sich auf und setzte sich in das Tor. Und man berichtete allem Volke und sprach: Siehe, der K├Ânig sitzt im Tore! Da kam alles Volk vor den K├Ânig. Israel aber war geflohen, ein jeder nach seinen Zelten.

9. Und das ganze Volk haderte miteinander unter allen St├Ąmmen Israels und sprach: Der K├Ânig hat uns aus der Hand unserer Feinde errettet, und er hat uns befreit aus der Hand der Philister; und jetzt ist er vor Absalom aus dem Lande geflohen.

10. Absalom aber, den wir ├╝ber uns gesalbt hatten, ist im Streit gestorben; und nun, warum schweiget ihr davon, den K├Ânig zur├╝ckzuf├╝hren?

11. Und der K├Ânig David sandte zu Zadok und zu Abjathar, den Priestern, und sprach: Redet zu den ├ältesten von Juda und sprechet: Warum wollt ihr die letzten sein, den K├Ânig in sein Haus zur├╝ckzuf├╝hren? denn die Rede des ganzen Israel ist (O. war) zum K├Ânig in sein Haus gekommen.

12. Meine Br├╝der seid ihr, ihr seid mein Gebein und mein Fleisch; und warum wollt ihr die letzten sein, den K├Ânig zur├╝ckzuf├╝hren?

13. Und zu Amasa sollt ihr sagen: Bist du nicht mein Gebein und mein Fleisch? (Siehe Kap. 17,25; 1. Chron. 2,15-17) So soll mir Gott tun und so hinzuf├╝gen, wenn du nicht alle Tage Heeroberster vor mir sein sollst an Joabs Statt!

14. Und er neigte das Herz aller M├Ąnner von Juda wie eines Mannes Herz; und sie entboten dem K├Ânige: Kehre zur├╝ck, du und alle deine Knechte.

15. Und der K├Ânig kehrte zur├╝ck und kam bis an den Jordan; und Juda kam nach Gilgal, dem K├Ânig entgegen, um den K├Ânig ├╝ber den Jordan zu f├╝hren.

16. Da eilte Simei, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der von Bachurim war, und kam mit den M├Ąnnern von Juda herab, dem K├Ânig David entgegen;

17. und mit ihm waren tausend Mann von Benjamin, und Ziba, der Diener des Hauses Sauls, und seine f├╝nfzehn S├Âhne und seine zwanzig Knechte mit ihm; und sie zogen ├╝ber den Jordan, dem K├Ânig entgegen. (O. vor dem K├Ânig hin)

18. (Eine F├Ąhre aber fuhr ├╝ber, um das Haus des K├Ânigs hin├╝berzuf├╝hren und zu tun, was gut war in seinen Augen.) Und Simei, der Sohn Geras, fiel vor dem K├Ânig nieder, als er im Begriff stand, ├╝ber den Jordan zu fahren.

19. Und er sprach zu dem K├Ânig: Mein Herr wolle mir keine Verschuldung zurechnen; und gedenke nicht, wie dein Knecht sich vergangen hat an dem Tage, da mein Herr, der K├Ânig, aus Jerusalem zog, da├č der K├Ânig es zu Herzen nehme!

20. Denn dein Knecht wei├č wohl, da├č ich ges├╝ndigt habe. Und siehe, ich bin heute gekommen, der erste vom ganzen Hause Joseph, um hinabzugehen, meinem Herrn, dem K├Ânig, entgegen.

21. Und Abisai, der Sohn der Zeruja, antwortete und sprach: Sollte nicht Simei daf├╝r get├Âtet werden, da├č er dem Gesalbten Jehovas geflucht hat?

22. Aber David sprach: Was haben wir miteinander zu schaffen, ihr S├Âhne der Zeruja, da├č ihr mir heute zu Widersachern werdet? Sollte heute ein Mann in Israel get├Âtet werden? Denn wei├č ich nicht, da├č ich heute K├Ânig bin ├╝ber Israel?

23. Und der K├Ânig sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben! Und der K├Ânig schwur ihm.

24. Und Mephiboseth, der Sohn Sauls, kam herab, dem K├Ânig entgegen. Und er hatte seine F├╝├če nicht gereinigt und seinen Bart nicht gemacht und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tage an, da der K├Ânig weggegangen war, bis zu dem Tage, da er in Frieden einzog.

25. Und es geschah, als Jerusalem (Viell. ist zu lesen: als er von Jerusalem) dem K├Ânig entgegenkam, da sprach der K├Ânig zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mephiboseth? Und er sprach:

26. Mein Herr K├Ânig! mein Knecht hat mich betrogen; denn dein Knecht sprach: Ich will mir den Esel satteln und darauf reiten und mit dem K├Ânig ziehen, denn dein Knecht ist lahm;

27. und er hat deinen Knecht bei meinem Herrn, dem K├Ânig verleumdet. Aber mein Herr, der K├Ânig, ist wie ein (O. der) Engel Gottes: so tue, was gut ist in deinen Augen.

28. Denn das ganze Haus meines Vaters war nichts anderes als M├Ąnner des Todes vor meinem Herrn, dem K├Ânig; und doch hast du deinen Knecht unter die gesetzt, welche an deinem Tische essen. Und was f├╝r ein Recht habe ich noch? Und um was h├Ątte ich noch zum K├Ânig zu schreien?

29. Und der K├Ânig sprach zu ihm: Warum redest du noch von deinen Sachen? Ich sage: Du und Ziba, ihr sollt die Felder teilen.

30. Da sprach Mephiboseth zu dem K├Ânig: Er mag auch das Ganze nehmen, nachdem mein Herr, der K├Ânig, in Frieden in sein Haus gekommen ist.

31. Und Barsillai, der Gileaditer, kam von Rogelim herab und ging mit dem K├Ânig ├╝ber den Jordan, um ihn ├╝ber den Jordan zu geleiten.

32. Barsillai war aber sehr alt, ein Mann von achtzig Jahren; und er hatte den K├Ânig versorgt, als er zu Machanaim weilte, denn er war ein sehr reicher Mann.

33. Und der K├Ânig sprach zu Barsillai: Gehe du mit mir hin├╝ber, und ich will dich bei mir versorgen zu Jerusalem.

34. Und Barsillai sprach zu dem K├Ânig: Wie viel sind noch der Tage meiner Lebensjahre, da├č ich mit dem K├Ânig nach Jerusalem hinaufziehen sollte?

35. Ich bin heute achtzig Jahre alt; kann ich Gutes und Schlechtes unterscheiden? oder kann dein Knecht schmecken, was ich esse und was ich trinke? oder kann ich noch auf die Stimme der S├Ąnger und der S├Ąngerinnen horchen? Und warum sollte dein Knecht meinem Herrn, dem K├Ânig, noch zur Last sein?

36. Dein Knecht w├╝rde nur auf kurze Zeit (O. will nur ein wenig) mit dem K├Ânig ├╝ber den Jordan gehen; und warum sollte der K├Ânig mir diese Vergeltung erweisen?

37. La├č doch deinen Knecht zur├╝ckkehren, da├č ich in meiner Stadt sterbe, bei dem Grabe meines Vaters und meiner Mutter. Aber siehe, hier ist dein Knecht Kimham: er m├Âge mit meinem Herrn, dem K├Ânig, hin├╝bergehen; und tue ihm, was gut ist in deinen Augen.

38. Und der K├Ânig sprach: Kimham soll mit mir hin├╝bergehen, und ich will ihm tun, was gut ist in deinen Augen; und alles, was du von mir begehren wirst, will ich f├╝r dich tun.

39. Und alles Volk ging ├╝ber den Jordan, und auch der K├Ânig ging hin├╝ber. Und der K├Ânig k├╝├čte Barsillai und segnete ihn; und er kehrte an seinen Ort zur├╝ck.

40. Und der K├Ânig ging hin├╝ber nach Gilgal, und Kimham ging mit ihm hin├╝ber. Und alles Volk von Juda, und auch die H├Ąlfte des Volkes von Israel, f├╝hrte den K├Ânig hin├╝ber.

41. Und siehe, alle M├Ąnner von Israel kamen zu dem K├Ânig und sprachen zu dem K├Ânig: Warum haben unsere Br├╝der, die M├Ąnner von Juda, dich weggestohlen und den K├Ânig und sein Haus und alle M├Ąnner Davids mit ihm ├╝ber den Jordan gef├╝hrt?

42. Und alle M├Ąnner von Juda antworteten den M├Ąnnern von Israel: Weil der K├Ânig mir nahe steht; und warum bist du denn ├╝ber diese Sache erz├╝rnt? Haben wir etwa von dem K├Ânig Nahrung empfangen, oder hat er uns irgend ein Geschenk gemacht?

43. Aber die M├Ąnner von Israel antworteten den M├Ąnnern von Juda und sprachen: Ich habe zehn Teile an dem K├Ânig, und habe auch an David mehr Anrecht als du; und warum hast du mich gering geachtet? und ist nicht mein Wort das erste gewesen, meinen K├Ânig zur├╝ckzuf├╝hren? Und das Wort der M├Ąnner von Juda war h├Ąrter als das Wort der M├Ąnner von Israel.

1. Und daselbst war zuf├Ąllig ein Mann Belials, sein Name war Scheba, der Sohn Bikris, ein Benjaminiter; und er stie├č in die Posaune und sprach: Wir haben kein Teil an David und kein Erbteil an dem Sohne Isais! Ein jeder zu seinen Zelten, Israel!

2. Da zogen alle M├Ąnner von Israel von David hinweg, Scheba, dem Sohne Bikris, nach. Die M├Ąnner von Juda aber hingen ihrem K├Ânig an, vom Jordan bis Jerusalem.

3. Und David kam nach seinem Hause, nach Jerusalem. Und der K├Ânig nahm die zehn Kebsweiber, die er zur├╝ckgelassen hatte, um das Haus zu bewahren, und tat sie in Gewahrsam (W. in ein Haus des Gewahrsams) und versorgte sie; er ging aber nicht zu ihnen ein; und sie waren eingeschlossen bis zum Tage ihres Todes, als Witwen lebend.

4. Und der K├Ânig sprach zu Amasa: Berufe mir die M├Ąnner von Juda binnen drei Tagen, und stelle dich selbst hier ein.

5. Und Amasa ging hin, Juda zu berufen; aber er verzog ├╝ber die bestimmte Zeit, die er ihm bestimmt hatte.

6. Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Scheba, der Sohn Bikris, mehr ├ťbles tun als Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn und jage ihm nach, ob er nicht feste St├Ądte f├╝r sich gefunden und sich unseren Augen entzogen hat.

7. Da zogen die M├Ąnner Joabs aus, ihm nach, und die Kerethiter und die Pelethiter (S. die Anm. zu Kap. 8,18) und alle die Helden; und sie zogen aus von Jerusalem, um Scheba, dem Sohne Bikris, nachzujagen.

8. Sie waren bei dem gro├čen Steine, der zu Gibeon ist, da kam Amasa ihnen entgegen. Und Joab war mit seinem Waffenrock als seinem Gewande umg├╝rtet, und dar├╝ber war der G├╝rtel des Schwertes, das in seiner Scheide an seinen Lenden befestigt war; und als er hervortrat, fiel es heraus.

9. Und Joab sprach zu Amasa: Geht es dir wohl, mein Bruder? Und Joab fa├čte mit der rechten Hand Amasas Bart, um ihn zu k├╝ssen.

10. Amasa hatte aber nicht achtgegeben auf das Schwert, das in Joabs Hand war; und Joab (W. er) schlug ihn damit in den Bauch und sch├╝ttete seine Eingeweide aus zur Erde, und gab ihm keinen zweiten Schlag; und er starb. Joab aber und Abisai, sein Bruder, jagten Scheba, dem Sohne Bikris, nach.

11. Und ein Mann von den Knaben Joabs blieb bei Amasa (W. bei ihm) stehen und sprach: Wer Joab lieb hat und wer f├╝r David ist, folge Joab nach!

12. Amasa aber w├Ąlzte sich im Blute mitten auf der Stra├če; und als der Mann sah, da├č alles Volk stehen blieb, schaffte er Amasa von der Stra├če auf das Feld und warf ein Oberkleid ├╝ber ihn, da er sah, da├č jeder, der an ihn herankam, stehen blieb.

13. Als er von der Stra├če weggeschafft war, zog jedermann vor├╝ber, Joab nach, um Scheba, dem Sohne Bikris, nachzujagen.

14. Und er durchzog alle St├Ąmme Israels nach Abel und Beth-Maaka (Viell. ist wie v 15 zu lesen: Abel-Beth-Maaka) und ganz Berim; und sie versammelten sich (Nach and. Lesart: Beth-Maaka; und alle Auserlesenen versammelten sich) und kamen ihm ebenfalls nach.

15. Und sie kamen und belagerten ihn in Abel-Beth-Maaka, und sie sch├╝tteten einen Wall gegen die Stadt auf, so da├č derselbe an der Vormauer stand; und alles Volk, das mit Joab war, unterw├╝hlte die Mauer, um sie zu st├╝rzen.

16. Da rief ein kluges Weib aus der Stadt: H├Âret h├Âret! Sprechet doch zu Joab: Nahe hierher, da├č ich zu dir rede!

17. Und er n├Ąherte sich ihr. Und das Weib sprach: Bist du Joab? Und er sprach: Ich bin┬ĺs. Und sie sprach zu ihm: H├Âre die Worte deiner Magd! Und er sprach: Ich h├Âre.

18. Und sie sprach und sagte: Fr├╝her pflegte man zu sprechen und zu sagen: Man frage nur in Abel; und so war man fertig. (O. so kam man zum Ziel)

19. Ich bin von den Friedsamen, den Getreuen Israels; du suchst eine Stadt und Mutter in Israel zu t├Âten. Warum willst du das Erbteil Jehovas verschlingen?

20. Und Joab antwortete und sprach: Fern, fern sei es von mir, da├č ich verschlingen und da├č ich verderben sollte! Die Sache ist nicht also;

21. sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name ist Scheba, der Sohn Bikris, hat seine Hand wider den K├Ânig, wider David, erhoben; ihn allein gebet heraus, so will ich von der Stadt abziehen. Und das Weib sprach zu Joab: Siehe, sein Kopf soll dir ├╝ber die Mauer zugeworfen werden.

22. Und das Weib kam zu dem ganzen Volke mit ihrer Klugheit; und sie hieben Scheba, dem Sohne Bikris, den Kopf ab und warfen ihn Joab zu. Und er stie├č in die Posaune, und sie zerstreuten sich von der Stadt hinweg, ein jeder nach seinen Zelten; und Joab kehrte zu dem K├Ânig nach Jerusalem zur├╝ck.

23. Und Joab war ├╝ber das ganze Heer Israels; und Benaja, der Sohn Jojadas, war ├╝ber die Kerethiter und ├╝ber die Pelethiter; (S. die Anm. zu Kap. 8,18 und 2. K├Ân. 11,4)

24. und Adoram war ├╝ber die Fron; (O. die Abgaben) und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Geschichtsschreiber; (S. die Anm. zu Kap. 8,16)

25. und Scheja (O. Schewa) war Schreiber; und Zadok und Abjathar waren Priester;

26. und auch Ira, der Jairiter, war Krondiener (O. vertrauter Rat) Davids.

Significados: Tamar, Israel, Talmai, Gilo, Abisai, Amasa, Abigail, Abel, Ira.

Voc├¬ est├í lendo 2 Samuel na edi├ž├úo ELB-1871, Elberfelder, em Alem├úo.
Este l├şvro comp├┤e o Antigo Testamento, tem 24 cap├ştulos, e 695 vers├şculos.