Jeremias

1. So sprach Jehova: Geh hinab in das Haus des Königs von Juda, und rede daselbst dieses Wort

2. und sprich: Höre das Wort Jehovas, König von Juda, der du auf dem Throne Davids sitzest, du und deine Knechte und dein Volk, die ihr durch diese Tore einziehet.

3. So spricht Jehova: √úbet (O. Schaffet) Recht und Gerechtigkeit, und befreiet den Beraubten aus der Hand des Bedr√ľckers; und den Fremdling, die Waise und die Witwe bedr√ľcket und vergewaltiget nicht, und vergie√üet nicht unschuldiges Blut an diesem Orte.

4. Denn wenn ihr dieses Wort wirklich tun werdet, so werden durch die Tore dieses Hauses Könige einziehen, welche auf dem Throne Davids sitzen (S. die Anm. zu Kap. 13,13,) auf Wagen fahrend und auf Rossen reitend, er und seine Knechte und sein Volk.

5. Wenn ihr aber nicht auf diese Worte höret, so habe ich bei mir geschworen, spricht Jehova, daß dieses Haus zur Einöde werden soll.

6. Denn also spricht Jehova √ľber das Haus des K√∂nigs von Juda: Du bist mir ein Gilead (Gilead ist noch heutzutage durch seine Waldungen ber√ľhmt,) ein Haupt des Libanon; wenn ich dich nicht zur W√ľste machen werde, zu unbewohnten St√§dten!

7. Und ich werde Verderber wider dich weihen, einen jeden mit seinen Waffen, und sie werden die Auswahl deiner Cedern umhauen und ins Feuer werfen.

8. Und viele Nationen werden an dieser Stadt vor√ľberziehen, und einer wird zum anderen sagen: Warum hat Jehova an dieser gro√üen Stadt also getan?

9. Und man wird sagen: Weil sie den Bund Jehovas, ihres Gottes, verlassen und sich vor anderen Göttern niedergebeugt und ihnen gedient haben.

10. Weinet nicht um den Toten, und beklaget ihn nicht; weinet vielmehr um den Weggezogenen, denn er wird nicht mehr zur√ľckkehren und das Land seiner Geburt sehen.

11. Denn so spricht Jehova von Schallum (Derselbe wie Joahas; vergl. 1. Chr. 3,15; 2. Chr. 36,1,) dem Sohne Josias, dem K√∂nig von Juda, welcher K√∂nig ward an seines Vaters Josia Statt, und der aus diesem Orte weggezogen ist: er wird nicht mehr hierher zur√ľckkehren;

12. sondern an dem Orte, wohin sie ihn weggef√ľhrt haben, daselbst wird er sterben, und er wird dieses Land nicht wiedersehen.

13. Wehe dem, der sein Haus mit Ungerechtigkeit baut und seine Obergemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt und ihm seinen Lohn nicht gibt;

14. der da spricht: Ich will mir ein geräumiges Haus bauen und weite Obergemächer! und er haut sich Fenster aus und deckt mit Cedern, und er streicht es an mit Zinnober.

15. Bist du ein K√∂nig, weil du in Cedern wetteiferst? Hat nicht dein Vater gegessen und getrunken und Recht und Gerechtigkeit ge√ľbt? da erging es ihm wohl.

16. Er hat die Rechtssache des Elenden und des Armen gerichtet; da stand es wohl. Heißt das nicht mich erkennen? spricht Jehova.

17. Denn deine Augen und dein Herz (O. Sinn) sind auf nichts gerichtet als auf deinen Gewinn, und auf das Blut des Unschuldigen, um es zu vergie√üen, und auf Bedr√ľckung und Gewalttat, um sie zu ver√ľben.

18. Darum spricht Jehova von Jojakim, dem Sohne Josias, dem König von Juda, also: man wird nicht um ihn klagen: Wehe, mein Bruder! und: Wehe, Schwester! Man wird nicht um ihn klagen: Wehe, Herr! und: Wehe, seine Herrlichkeit!

19. Mit dem Begräbnis eines Esels wird er begraben werden; man wird ihn fortschleifen und wegwerfen weit hinweg von den Toren Jerusalems.

20. Steige auf den Libanon und schreie, und erhebe deine Stimme auf dem Gebirge Basan und schreie vom Abarim her; denn zerschmettert sind alle deine Buhlen.

21. Ich redete zu dir in deinem Wohlergehen; du sprachst: Ich will nicht hören. Das war dein Weg von deiner Jugend an, daß du auf meine Stimme nicht hörtest.

22. Der Wind wird alle deine Hirten abweiden, (d. h. wegraffen) und deine Buhlen werden in die Gefangenschaft gehen. Ja, dann wirst du beschämt und zu Schanden werden ob all deiner Bosheit.

23. Die du auf dem Libanon wohnst und auf den Cedern nistest, wie mitleidsw√ľrdig wirst du sein (And.: wie wirst du seufzen,) wenn Schmerzen dich ankommen, Wehen, der Geb√§renden gleich!

24. So wahr ich lebe, spricht Jehova, wenn auch Konja (Der Name Konja oder Jekonja ist gleichbedeutend mit Jojakin,) der Sohn Jojakims, der K√∂nig von Juda, ein Siegelring w√§re an meiner rechten Hand, so w√ľrde ich dich doch von dannen wegrei√üen.

25. Und ich werde dich in die Hand derer geben, welche nach deinem Leben trachten, und in die Hand derer, vor welchen du dich f√ľrchtest, und in die Hand Nebukadrezars, des K√∂nigs von Babel, und in die Hand der Chald√§er.

26. Und ich werde dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein anderes Land schleudern, wo ihr nicht geboren seid; und daselbst werdet ihr sterben.

27. Und in das Land, wohin sie sich sehnen zur√ľckzukehren, dahin werden sie nicht zur√ľckkehren. -

28. Ist denn dieser Mann Konja ein verachtetes Gef√§√ü, das man zertr√ľmmert, oder ein Ger√§t, an welchem man kein Gefallen hat? Warum werden sie weggeschleudert, er und sein Same, und in ein Land geworfen, das sie nicht kennen? -

29. O Land, Land, Land, höre das Wort Jehovas!

30. So spricht Jehova: Schreibet diesen Mann auf als kinderlos, als einen Mann, der kein Gedeihen hat in seinen Tagen; denn von seinem Samen wird nicht einer gedeihen, der auf dem Throne Davids sitze und fortan √ľber Juda herrsche.

Significados: Josias, Abarim, Babel.

Você está lendo Jeremias na edição ELB-1871, Elberfelder, em Alemão.
Este l√≠vro comp√īe o Antigo Testamento, tem 52 cap√≠tulos, e 1363 vers√≠culos.