Jeremias

1. Wenn du umkehrst, Israel, spricht Jehova, zu mir umkehrst, und wenn du deine Scheusale von meinem Angesicht hinwegtust, und nicht mehr umherschweifst, sondern schw√∂rst (And. √ľb.: so sollst du nicht mehr umherirren; und schw√∂rst du) :

2. So wahr Jehova lebt! in Wahrheit, in Recht (d. i. in gerechter Sache) und in Gerechtigkeit, so werden die Nationen sich in ihm segnen und sich seiner r√ľhmen.

3. Denn so spricht Jehova zu den M√§nnern von Juda und zu Jerusalem: Pfl√ľget euch einen Neubruch, und s√§et nicht unter die Dornen.

4. Beschneidet euch f√ľr Jehova und tut hinweg die Vorh√§ute eurer Herzen, ihr M√§nner von Juda und ihr Bewohner von Jerusalem, damit mein Grimm nicht ausbreche wie ein Feuer und unausl√∂schlich brenne wegen der Bosheit eurer Handlungen.

5. Verk√ľndiget in Juda und la√üt in Jerusalem vernehmen, und sprechet: Sto√üet in die Posaune im Lande! rufet aus voller Kehle und sprechet: Versammelt euch und la√üt uns in die festen St√§dte ziehen!

6. Erhebet ein Panier gegen Zion hin; fl√ľchtet, bleibet nicht stehen! denn ich bringe Ungl√ľck von Norden her und gro√üe Zerschmetterung.

7. Ein L√∂we steigt herauf aus seinem Dickicht, und ein Verderber der Nationen bricht auf; er zieht von seinem Orte aus, um dein Land zur W√ľste zu machen, da√ü deine St√§dte zerst√∂rt werden, ohne Bewohner.

8. Darum g√ľrtet euch Sacktuch um, klaget und jammert! denn die Glut des Zornes Jehovas hat sich nicht von uns abgewendet.

9. Und es wird geschehen an jenem Tage, spricht Jehova, da wird das Herz des K√∂nigs und das Herz der F√ľrsten vergehen; und die Priester werden sich entsetzen, und die Propheten erstarrt sein.

10. Da sprach ich: Ach, Herr, Jehova! f√ľrwahr, get√§uscht hast du dieses Volk und Jerusalem, indem du sprachst: Ihr werdet Frieden haben; und das Schwert dringt bis an die Seele!

11. In jener Zeit wird diesem Volke und Jerusalem gesagt werden: Ein scharfer Wind von den kahlen H√∂hen in der W√ľste kommt des Weges zur Tochter meines Volkes, nicht zum Worfeln und nicht zum S√§ubern;

12. ein Wind zu voll dazu (Eig. voller als diese) wird mir kommen. Nun will auch ich Gerichte √ľber sie aussprechen.

13. Siehe, gleich Wolken zieht er herauf, und wie der Sturmwind sind seine Wagen, schneller als Adler seine Rosse. Wehe uns! denn wir sind verw√ľstet.

14. Wasche dein Herz rein von Bosheit, Jerusalem, damit du gerettet werdest! Wie lange sollen deine heillosen Anschläge in deinem Innern weilen?

15. Denn eine Stimme berichtet von Dan und verk√ľndet Unheil (O. Denn die Stimme eines Berichtenden von Dan und eines Unheilverk√ľndenden) vom Gebirge Ephraim her.

16. Meldet es den Nationen, siehe, verk√ľndet es Jerusalem: Belagerer kommen aus fernem Lande und lassen ihre Stimme erschallen wider die St√§dte Judas;

17. wie Feldwächter sind sie ringsumher wider dasselbe. Denn gegen mich ist es widerspenstig gewesen, spricht Jehova.

18. Dein Weg und deine Handlungen haben dir solches bewirkt; dies ist deine Bosheit (d. h. die Folge deiner Bosheit;) ja, es ist bitter, ja, es dringt bis an dein Herz.

19. Meine Eingeweide, meine Eingeweide! Mir ist angst! Die Wände meines Herzens! Es tobt in mir mein Herz! Ich kann nicht schweigen! Denn du, meine Seele, hörst den Schall der Posaune, Kriegsgeschrei:

20. Zerst√∂rung (Eig. Zerschmetterung) √ľber Zerst√∂rung wird ausgerufen. Denn das ganze Land ist verw√ľstet; pl√∂tzlich sind meine Zelte zerst√∂rt, meine Zeltbeh√§nge in einem Augenblick.

21. Wie lange soll ich das Panier sehen, den Schall der Posaune hören? -

22. Denn mein Volk ist närrisch, mich kennen sie nicht; törichte Kinder sind sie und unverständig. Weise sind sie, Böses zu tun; aber Gutes zu tun verstehen sie nicht. -

23. Ich schaue die Erde an und siehe, sie ist w√ľst und leer (Derselbe Ausdruck wie 1. Mose 1,2;) und gen Himmel, und sein Licht ist nicht da.

24. Ich schaue die Berge an, und siehe, sie beben; und alle H√ľgel schwanken.

25. Ich schaue, und siehe, kein Mensch ist da; und alle Vögel des Himmels sind entflohen.

26. Ich schaue, und siehe, der Karmel (O. das Fruchtgefilde) ist eine W√ľste; und alle seine St√§dte sind niedergerissen vor Jehova, vor der Glut seines Zornes.

27. Denn so spricht Jehova: Das ganze Land soll eine W√ľste werden; doch will ich es nicht g√§nzlich zerst√∂ren.

28. Darum wird die Erde trauern, und der Himmel oben schwarz werden, weil ich es geredet, beschlossen habe; und ich werde es mich nicht gereuen lassen und nicht davon zur√ľckkommen.

29. Vor dem Geschrei der Reiter und der Bogensch√ľtzen flieht jede Stadt: sie gehen ins Dickicht und ersteigen die Felsen; jede Stadt ist verlassen, und kein Mensch wohnt darin.

30. Und du, Verw√ľstete, was wirst du tun? Wenn du dich auch in Karmesin kleidest, wenn du mit goldenem Geschmeide dich schm√ľckst, wenn du deine Augen mit Schminke aufrei√üest: vergeblich machst du dich sch√∂n; die Buhlen verschm√§hen dich, sie trachten nach deinem Leben.

31. Denn ich höre eine Stimme wie einer Kreißenden, Angst wie einer Erstgebärenden, die Stimme der Tochter Zion; sie seufzt, sie breitet ihre Hände aus: Wehe mir! denn kraftlos erliegt meine Seele den Mördern.

Significados: Israel, Judas.

Você está lendo Jeremias na edição ELB-1871, Elberfelder, em Alemão.
Este l√≠vro comp√īe o Antigo Testamento, tem 52 cap√≠tulos, e 1363 vers√≠culos.