Oséias

1. Höret das Wort Jehovas, ihr Kinder Israel! denn Jehova hat einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes; denn es ist keine Wahrheit und keine Güte und keine Erkenntnis Gottes im Lande.

2. Schwören und Lügen, und Morden und Stehlen, und Ehebruchtreiben; sie brechen ein, und Blutschuld reiht sich an Blutschuld.

3. Darum trauert das Land und verschmachtet alles, was darin wohnt, sowohl die Tiere des Feldes als auch die Vögel des Himmels; und auch die Fische des Meeres werden hinweggerafft.

4. Doch niemand rechte und niemand tadle! ist doch dein Volk wie die, welche mit dem Priester rechten.

5. Und du wirst fallen bei Tage, und auch der Prophet wird mit dir fallen bei Nacht; und ich werde deine Mutter vertilgen.

6. Mein Volk wird vertilgt aus Mangel an Erkenntnis; weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, daß du mir nicht mehr Priesterdienst ausübest; und du hast das Gesetz deines Gottes vergessen: so werde auch ich deine Kinder vergessen.

7. Je mehr ihrer geworden sind, desto mehr haben sie gegen mich gesündigt: ich werde ihre Herrlichkeit in Schande verwandeln.

8.

9. Und so wird, wie das Volk, der Priester sein, und ich werde ihre Wege an ihnen heimsuchen und ihre Handlungen ihnen vergelten;

10. und sie werden essen und nicht satt werden. Sie treiben Hurerei, aber sie werden sich nicht ausbreiten; denn sie haben es aufgegeben, auf Jehova zu achten.

11. Hurerei, Wein und Most nehmen den Verstand weg.

12. Mein Volk befragt sein Holz, und sein Stab tut es ihm kund (d. h. wahrsagt ihm;) denn der Geist der Hurerei hat es irregeführt, und, ihren Gott verlassend, huren sie (Eig. sie huren unter ihrem Gott hinweg.)

13. Sie opfern auf den Gipfeln der Berge und räuchern auf den Hügeln, unter Eiche und Pappel und Terebinthe, weil ihr Schatten gut ist; darum huren eure Töchter und treiben eure Schwiegertöchter Ehebruch.

14. Ich werde es an euren Töchtern nicht heimsuchen, daß sie huren, und an euren Schwiegertöchtern, daß sie Ehebruch treiben; denn sie selbst (d. h. das Volk) gehen mit den Huren beiseite und opfern mit den Buhldirnen; und das Volk, das keinen Verstand hat, kommt zu Fall.

15. Wenn du hurst, Israel, so verschulde sich Juda nicht! und kommet nicht nach Gilgal und ziehet nicht hinauf nach Beth-Awen (bedeutet: Götzenhaus, ironische Bezeichnung für Bethel (Gotteshaus); vergl. 1. Kön. 12,29,) und schwöret nicht: So wahr Jehova lebt!

16. Denn Israel ist widerspenstig geworden wie eine widerspenstige Kuh; nun wird Jehova sie weiden wie ein Lamm in weitem Raume (d. h. allen Gefahren preisgegeben.)

17. Ephraim ist mit Götzen verbündet; laß ihn gewähren!

18. Ihr Zechgelage ist ausgeartet: der Hurerei geben sie sich hin; leidenschaftlich lieben seine Fürsten (Eig. ihre (auf Ephraim, als Weib, bezogen) Schilde; wie Ps. 47,9) die Schande.

19. Der Wind hat ihn (Eig. sie (Ephraim)) in seine Flügel geschlossen, und sie werden beschämt werden wegen ihrer Opfer.

1. Höret dieses, ihr Priester, und merket auf, Haus Israel! und ihr, Haus des Königs, nehmet es zu Ohren! denn euch gilt das Gericht; denn ihr seid eine Schlinge zu Mizpa geworden und ein ausgebreitetes Netz auf Tabor;

2. und im Verderbthandeln haben es die Abtrünnigen weit getrieben. (And. üb.: und ins verderbliche Treiben der Ausschweifung sind sie tief versunken) Ich aber werde sie alle züchtigen.

3. Ich kenne Ephraim wohl, und Israel ist nicht vor mir verborgen; denn nun hast du Hurerei getrieben, Ephraim, Israel hat sich verunreinigt.

4. Ihre Handlungen gestatten ihnen nicht, zu ihrem Gott umzukehren; denn der Geist der Hurerei ist in ihrem Innern, und Jehova kennen sie nicht.

5. Und die Hoffart Israels zeugt ihm ins Angesicht, und Israel und Ephraim werden fallen durch ihre Ungerechtigkeit (O. Verschuldung;) auch Juda fällt mit ihnen.

6. Mit ihrem Kleinvieh und mit ihren Rindern werden sie hingehen, um Jehova zu suchen, und werden ihn nicht finden: er hat sich ihnen entzogen.

7. Sie haben treulos gegen Jehova gehandelt, denn sie haben fremde Kinder gezeugt; nun wird sie der Neumond (d. h. ihr heuchlerischer Gottesdienst) verzehren mit ihren Erbteilen (O. Feldern.)

8. Stoßet in die Posaune zu Gibea, in die Trompete zu Rama; rufet laut (O. blaset Lärm) zu Beth-Awen: Der Feind hinter dir her, Benjamin!

9. Ephraim wird zur Wüste werden am Tage der Strafe; über die Stimme Israels habe ich Gewisses (O. Dauerndes, d. h. andauerndes Unglück) verkündigt.

10. Die Fürsten von Juda sind wie diejenigen geworden, welche die Grenze verrücken; über sie werde ich meinen Grimm ausgießen wie Wasser.

11. Ephraim ist bedrückt, zerschlagen vom Gericht; denn willig wandelte es nach Menschengeboten. (O. Satzungen)

12. Und ich werde für Ephraim wie die Motte sein, und für das Haus Juda wie der Wurmfraß.

13. Und Ephraim sah seine Krankheit, und Juda sein Geschwür; und Ephraim ging nach Assyrien und sandte zu dem König Jareb (Streiter, Streitsüchtiger;) der aber vermag euch nicht zu heilen und wird euer Geschwür nicht vertreiben.

14. Denn ich werde für Ephraim wie ein Löwe sein, und für das Haus Juda wie ein junger Löwe. Ich, ich werde zerreißen und davongehen; ich werde wegtragen, und niemand wird erretten.

15. Ich werde davongehen, an meinen Ort zurückkehren, bis sie ihre Schuld büßen und mein Angesicht suchen. In ihrer Bedrängnis werden sie mich eifrig suchen.

1.

2. Er wird uns nach zwei Tagen wieder beleben, am dritten Tage uns aufrichten; und so werden wir vor seinem Angesicht leben.

3.

4. Was soll ich dir tun, Ephraim, was soll ich dir tun, Juda, da eure Frömmigkeit wie die Morgenwolke ist und wie der Tau, der früh verschwindet?

5. Darum habe ich sie behauen durch die Propheten, habe sie getötet durch die Worte meines Mundes; und mein Gericht geht hervor wie das Licht.

6. Denn an Frömmigkeit habe ich Gefallen und nicht am Schlachtopfer, und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Brandopfern.

7. Sie aber haben den Bund übertreten wie Adam, haben dort treulos gegen mich gehandelt.

8.

9. Und wie ein Straßenräuber (W. ein Mann der Streifscharen) auflauert, so die Rotte der Priester; sie morden auf dem Wege nach Sichem, ja, sie verüben Schandtat.

10. Im Hause Israel habe ich Schauderhaftes gesehen: daselbst ist Ephraims Hurerei, Israel hat sich verunreinigt.

11. Auch über dich, Juda, ist eine Ernte verhängt, wenn ich die Gefangenschaft meines Volkes wenden werde.

1. Sobald ich Israel heilen will, werden die Ungerechtigkeit (O. die Schuld) Ephraims und die Bosheiten Samarias offenbar; denn sie üben Falschheit (O. Lüge,) und der Dieb dringt ein, draußen raubt die Streifschar.

2. Und sie sprechen nicht in ihrem Herzen, daß ich all ihrer Bosheit gedenke; nun haben ihre Handlungen sie umringt, sie stehen vor meinem Angesicht.

3. Mit ihrer Bosheit erfreuen sie den König und mit ihren Lügen die Fürsten.

4. Sie sind Ehebrecher allesamt, gleich einem Ofen, vom Bäcker geheizt, der zu schüren aufhört vom Kneten des Teiges an bis zu seiner Gärung.

5. Am Tage unseres Königs machen sich die Fürsten krank von der Glut des Weines; er streckt seine Hand aus mit den Spöttern.

6. Denn sie haben ihr Herz wie einen Ofen ihrer Arglist nahe gebracht; ihr Bäcker schläft die ganze Nacht; am Morgen brennt jener wie ein flammendes Feuer.

7. Sie allesamt glühen wie ein Ofen und verzehren ihre Richter. Alle ihre Könige sind gefallen; niemand unter ihnen ruft mich an.

8. Ephraim vermischt sich mit den Völkern; Ephraim ist wie ein Kuchen geworden, der nicht umgewendet ist.

9. Fremde haben seine Kraft verzehrt, und er weiß es nicht; auch ist graues Haar auf sein Haupt (Eig. auf ihn) gesprengt, und er weiß es nicht.

10. Und die Hoffart Israels zeugt ihm ins Angesicht; und sie kehren nicht um zu Jehova, ihrem Gott, und bei alledem suchen sie ihn nicht.

11. Und Ephraim ist wie eine einfältige Taube geworden, ohne Verstand; sie rufen Ägypten an, sie gehen nach Assyrien.

12. Sobald sie hingehen, werde ich mein Netz über sie ausbreiten, wie das Gevögel des Himmels werde ich sie herniederziehen. Ich werde sie züchtigen gemäß dem, was ihrer Gemeinde verkündigt worden ist. (Vergl. 5. Mose 28,15 usw.)

13. Wehe ihnen! denn sie sind von mir geflohen; Zerstörung über sie! denn sie sind von mir abgefallen. Und ich möchte sie erlösen, sie aber reden Lügen über mich.

14. Und sie schreien nicht zu mir in ihrem Herzen, sondern (O. wenn.) sie heulen auf ihren Lagern; um Korn und Most scharen sie sich; sie weichen ab und wenden sich gegen mich.

15. Und ich, ich hatte ihre Arme unterwiesen (Vergl. Ps. 18,34) und gestärkt, aber sie ersinnen Böses gegen mich.

16. Sie wenden sich um, doch nicht nach oben: sie sind wie ein trüglicher Bogen geworden. Ihre Fürsten werden durchs Schwert fallen wegen der Wut ihrer Zunge: das wird ihre Verspottung sein im Lande Ägypten.

1. Die Posaune an deinen Mund! Wie ein Adler stürzt er auf das Haus Jehovas, weil sie meinen Bund übertreten und gegen mein Gesetz gefrevelt haben.

2. Sie werden zu mir schreien: Mein Gott, wir kennen dich, wir, Israel

3. Israel hat das Gute verworfen: der Feind verfolge es!

4. Sie haben Könige gemacht, aber nicht von mir aus; sie haben Fürsten eingesetzt, und ich wußte es nicht. Von ihrem Silber und von ihrem Golde haben sie sich Götzenbilder gemacht, damit es vernichtet werde.

5. Er (nämlich Gott) hat dein Kalb verworfen, Samaria: mein Zorn ist wider sie entbrannt. Bis wann sind sie der Reinheit unfähig?

6. Denn auch dieses ist von Israel; ein Künstler hat es gemacht, und es ist kein Gott, denn (O. sondern) das Kalb Samarias wird zu Stücken werden.

7. Denn Wind säen sie, und Sturm ernten sie; Halme hat es (das Gesäte) nicht, das Ausgesproßte bringt kein Mehl; wenn es auch Mehl brächte, so würden Fremde es verschlingen.

8. Israel ist verschlungen; nun sind sie unter den Nationen wie ein Gefäß geworden, an welchem man kein Gefallen hat.

9. Denn sie sind nach Assyrien hinaufgezogen. Der Wildesel bleibt für sich allein (d. h. selbst der unvernünftige Wildesel behauptet seine Unabhängigkeit,) aber Ephraim hat Buhlen gedungen.

10. Ob sie auch unter den Nationen dingen, nun will ich sie sammeln; und sie werden anfangen, sich zu vermindern wegen der Last des Königs der Fürsten (nämlich des Königs von Assyrien; vergl. Jes. 10,8.)

11. Denn Ephraim hat die Altäre vermehrt zur Versündigung, und die Altäre sind ihm zur Versündigung geworden.

12. Ich schreibe ihm zehntausend (Nach and. Les.: Mengen) Satzungen meines Gesetzes vor: wie Fremdes werden sie geachtet.

13. Als Schlachtopfer meiner Opfergaben opfern sie Fleisch und essen es; Jehova hat kein Wohlgefallen an denselben. Nun wird er ihrer Ungerechtigkeit (O. Schuld; so auch Kap. 9,7. 9.) gedenken und ihre Sünden heimsuchen: sie werden nach Ägypten zurückkehren.

14. Und Israel hat den vergessen, der es gemacht, und hat Paläste gebaut, und Juda hat die festen Städte vermehrt; aber ich werde ein Feuer in seine Städte senden, welches seine Schlösser verzehren wird.

1. Freue dich nicht, Israel, bis zum Frohlocken, wie die Völker; denn du hast von deinem Gott weg gehurt, hast Buhlerlohn geliebt auf allen Korntennen.

2. Tenne und Kelter werden sie nicht ernähren, und der Most wird sie täuschen.

3. Sie werden nicht im Lande Jehovas bleiben, sondern Ephraim wird nach Ägypten zurückkehren, und sie werden Unreines essen in Assyrien.

4. Sie werden Jehova keinen Wein spenden, und ihre Schlachtopfer werden ihm nicht angenehm sein: wie Trauerspeise (d. h. wie die bei Leichenmahlzeiten genossene Speise) wird es ihnen sein; alle, die davon essen, werden sich verunreinigen; denn für ihren Hunger (And. üb.: für sie selbst. W. für ihre Seele) wird ihre Speise sein, in das Haus Jehovas wird sie nicht kommen.

5. Was werdet ihr tun am Tage der Feier und am Tage des Festes Jehovas?

6. Denn siehe, sie sind weggezogen wegen der Zerstörung; Ägypten wird sie sammeln, Moph (Memphis) sie begraben; ihre Kostbarkeiten an Silber werden die Nesseln in Besitz nehmen, Dornen werden in ihren Zelten sein.

7. Gekommen sind die Tage der Heimsuchung, gekommen die Tage der Vergeltung; Israel wird es erfahren (O. erkennen.) Der Prophet wird närrisch, der Mann des Geistes (d. h. der mit dem Geiste Gottes erfüllt ist) wahnsinnig, wegen der Größe deiner Ungerechtigkeit und der großen Feindseligkeit.

8. Ephraim schaut nach Offenbarungen aus neben meinem Gott; der Prophet-eines Vogelstellers Schlinge ist auf allen seinen Wegen, Feindseligkeit ist im Hause seines Gottes.

9. Tief haben sie sich verderbt (O. Sie sind tief (od. weit) gegangen im Verderbthandeln) wie in den Tagen von Gibea (Vergl. Richt. 19 usw..) Er wird ihrer Ungerechtigkeit gedenken, er wird ihre Sünden heimsuchen.

10. Ich fand Israel wie Trauben in der Wüste; wie eine Frühfrucht am Feigenbaum, in seinem ersten Triebe (Eig. in seiner ersten Zeit,) ersah ich eure Väter. Sie aber gingen nach Baal-Peor und weihten sich der Schande, (Vergl. Jer. 3,24) und sie wurden Greuel wie ihr Buhle.

11. Ephraim-dem Vogel gleich wird ihre Herrlichkeit wegfliegen. Kein Gebären und keine Schwangerschaft und keine Empfängnis:

12. ja, wenn sie auch ihre Söhne groß ziehen, so werde ich sie doch derselben berauben, so daß kein Mann mehr bleibt; denn wehe ihnen (Eig. ja ihnen, od eben ihnen,) wenn ich von ihnen weichen werde!

13. Ephraim, wie ich hinschaute, war ein Tyrus (And.: eine Palme; der hebräische Text ist schwer verständlich,) auf der Aue gepflanzt; aber Ephraim muß (And. üb.: Ephraim-gleichwie ich es zu einem Tyrus ersehen hatte…, so soll Ephraim) seine Söhne zum Würger hinausbringen.

14. Gib ihnen, Jehova; was wirst du ihnen geben? Gib ihnen einen unfruchtbaren Mutterleib und trockene Brüste!

15. Alle ihre Bosheit ist zu Gilgal, denn daselbst habe ich sie gehaßt. Wegen der Bosheit ihrer Handlungen werde ich sie aus meinem Hause vertreiben; ich werde sie nicht mehr lieben; alle ihre Fürsten sind Abtrünnige.

16. Ephraim ist geschlagen: ihre Wurzel ist verdorrt, sie werden keine Frucht bringen; selbst wenn sie gebären, werde ich die Lieblinge ihres Leibes töten.

17. Mein Gott verwirft sie, weil sie nicht auf ihn gehört haben; und sie sollen Flüchtlinge sein unter den Nationen.

1. Israel ist ein wuchernder Weinstock, der seine Frucht ansetzte; nach der Menge seiner Frucht hat er die Altäre vermehrt, nach der Güte seines Landes haben sie die Bildsäulen (O. Denksäulen (des Baal)) verschönert.

2. Gleißnerisch war ihr Herz, nun werden sie es büßen: er wird ihre Altäre zertrümmern, ihre Bildsäulen zerstören.

3. Ja, nun werden sie sagen: Wir haben keinen König; denn wir haben Jehova nicht gefürchtet, und der König, was wird er für uns tun?

4. Sie haben eitle Worte geredet, falsch geschworen, Bündnisse geschlossen: so wird das Gericht sprossen wie Giftkraut (O. Bitterkraut) in den Furchen des Feldes.

5. Sie Bewohner von Samaria werden bange sein für das Kalb von Beth-Awen; (S. die Anm. zu Kap. 4,15) ja, sein Volk wird über dasselbe trauern, und seine Götzenpriester werden seinetwegen beben, wegen seiner Herrlichkeit, weil sie von ihm fortgezogen ist;

6. auch dieses wird nach Assyrien gebracht werden als Geschenk für den König Jareb (S. die Anm. zu Kap. 5,13.) Scham wird Ephraim ergreifen, und Israel wird zu Schanden werden wegen seines Ratschlags.

7. Dahin ist Samaria und sein König, wie ein Splitter auf des Wassers Fläche.

8. Und die Höhen von Awen, die Sünde Israels, werden vertilgt werden; Dornen und Disteln werden über ihre Altäre wachsen. Und sie werden zu den Bergen sagen: Bedecket uns! und zu den Hügeln: Fallet auf uns!

9. Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel: dort sind sie stehen geblieben (d. h. wahrsch.: sie sind bei der Sünde Gibeas geblieben;) nicht erreichte sie zu Gibea der Streit wider die Kinder des Frevels (O. des Unrechts Vergl. Richt. 20 usw..)

10. Nach meiner Lust werde ich sie züchtigen, und Völker werden gegen sie versammelt werden, wenn ich sie an ihre beiden Sünden (Eig. Missetaten, Verschuldungen) binden werde.

11. Und Ephraim ist eine ans Joch gewöhnte junge Kuh, die zu dreschen liebt; und ich, ich bin über die Schönheit ihres Halses hergefahren: ich werde Ephraim einspannen, Juda soll pflügen, Jakob soll eggen.

12. Säet euch zur (O. nach) Gerechtigkeit, erntet der Güte (O. Frömmigkeit) gemäß; pflüget euch einen Neubruch: denn es ist Zeit, Jehova zu suchen, bis er komme und euch Gerechtigkeit regnen lasse.

13. Ihr habt Gesetzlosigkeit gepflügt, Unrecht geerntet, die Frucht der Lüge gegessen; denn du hast auf deinen Weg vertraut, auf die Menge deiner Helden.

14. Und es wird sich ein Getümmel erheben unter deinen Völkern (O. wider deine Völker,) und alle deine Festen werden zerstört werden, wie Schalman Beth-Arbel zerstörte am Tage des Krieges; die Mutter samt den Kindern wurde zerschmettert.

15. Also hat Bethel euch getan um der Bosheit eurer Bosheit willen: mit dem Morgenrot wird Israels König gänzlich vernichtet sein.

1. Als Israel jung war, da liebte ich es, und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.

2. So oft sie (nämlich die Propheten) ihnen riefen, gingen sie von ihrem Angesicht hinweg: sie opferten den Baalim und räucherten den geschnitzten Bildern.

3. Und ich, ich gängelte Ephraim, -er nahm sie auf seine Arme-aber sie erkannten nicht, daß ich sie heilte.

4. Mit Menschenbanden zog ich sie, mit Seilen der Liebe; und ich ward ihnen wie solche, die das Joch auf ihren Kinnbacken emporheben (d. h. zur Erleichterung lüpfen,) und sanft gegen sie, gab ich ihnen Speise.

5. Es wird nicht nach dem Lande Ägypten zurückkehren; sondern der Assyrer, der wird sein König sein, weil sie sich geweigert haben umzukehren.

6. Und das Schwert wird kreisen in seinen Städten und seine Riegel vernichten, und wird fressen um ihrer Ratschläge willen;

7. denn mein Volk hängt an dem Abfall (Eig. ist an den Abfall befestigt (wie an einen Pfahl)) von mir, und ruft man es nach oben, keiner von ihnen erhebt sich.

8. Wie sollte ich dich hingeben, Ephraim, dich überliefern, Israel? Wie sollte ich dich wie Adama machen, wie Zeboim dich setzen? Mein Herz hat sich in mir umgewendet, erregt sind alle meine Erbarmungen.

9. Nicht will ich ausführen die Glut meines Zornes, nicht wiederum Ephraim verderben; denn ich bin Gott (El) und nicht ein Mensch, der Heilige in deiner Mitte, und ich will nicht in Zornesglut kommen. -

10. Sie werden Jehova nachwandeln: wie ein Löwe wird er brüllen; denn er wird brüllen, und zitternd werden die Kinder herbeieilen vom Meere (d. h. von den Inseln und Ländern des Westens;)

11. wie Vögel werden sie zitternd herbeieilen aus Ägypten und wie Tauben aus dem Lande Assyrien; und ich werde sie in ihren Häusern wohnen lassen, spricht Jehova.

1. Mit Lüge hat Ephraim mich umringt, und das Haus Israel mit Trug; und Juda ist immer noch zügellos gegen Gott (El. -Eig. schweift immer noch umher in Bezug auf Gott) und gegen den Heiligen (S. die Anm. zu Spr. 9,10,) der treu ist.

2. Ephraim weidet sich an Wind und jagt dem Ostwinde nach; den ganzen Tag mehrt es Lüge und Gewalttat; und sie schließen einen Bund mit Assyrien, und Öl wird nach Ägypten gebracht.

3. Auch mit Juda hat Jehova einen Rechtsstreit; und er wird Jakob heimsuchen nach seinen Wegen, nach seinen Handlungen ihm vergelten. -

4. Im Mutterleibe hielt er seines Bruders Ferse, und in seiner Manneskraft kämpfte er mit Gott (El) :

5. er kämpfte mit dem Engel und überwand, er weinte und flehte zu ihm; zu Bethel fand er ihn, und daselbst redete er mit uns.

6. Und Jehova, der Gott der Heerscharen-Jehova ist sein Gedenkname (Eig. sein Gedächtnis.)

7. Du denn, kehre um zu deinem Gott; bewahre Güte und Recht, und hoffe beständig auf deinen Gott.

8. Ein Kaufmann ist er; in seiner Hand ist eine Waage des Betrugs, er liebt zu übervorteilen.

9. Und Ephraim spricht: ich bin doch reich geworden, habe mir Vermögen erworben; in all meinem Erwerb wird man mir keine Ungerechtigkeit nachweisen (Eig. finden,) welche Sünde wäre.

10. Ich aber bin Jehova, dein Gott, vom Lande Ägypten her; ich werde dich wieder in Zelten wohnen lassen wie in den Tagen der Festfeier.

11. Und ich habe zu den Propheten geredet, ja, ich habe Gesichte vermehrt und durch die Propheten in Gleichnissen geredet.

12. Wenn Gilead (S. Kap. 6,8) Frevel (O. Nichtswürdigkeit, Nichtigkeit) ist, so werden sie nur Nichtiges werden. In Gilgal opferten sie Stiere; so werden auch ihre Altäre wie Steinhaufen sein auf den Furchen des Feldes.

13. Und Jakob entfloh nach dem Gefilde von Aram, und Israel diente um ein Weib und hütete um ein Weib.

14. Und Jehova führte Israel durch einen Propheten aus Ägypten herauf, und durch einen Propheten wurde es gehütet. Ephraim erzürnte ihn bitterlich, und sein Herr wird seine Blutschuld auf ihm lassen und seine Schmähung ihm vergelten.

1. Wenn Ephraim redete, war Schrecken; es erhob sich in Israel. Aber es verschuldete sich durch Baal und starb.

2. Und nun fahren sie fort zu sündigen und machen sich von ihrem Silber gegossene Bilder, Götzenbilder nach ihrem Verstande, allesamt ein Werk der Künstler; von eben diesen sagt man: Die Menschen, welche opfern, küssen die Kälber! (And. üb.: Menschen opfern, Kälber küssen sie!)

3. Darum werden sie sein wie die Morgenwolke und wie der Tau, der früh verschwindet, wie Spreu, welche von der Tenne dahinfliegt, und wie Rauch aus dem Gitter.

4. Ich aber bin Jehova, dein Gott, vom Lande Ägypten her; und du kennst keinen Gott außer mir, und da ist kein Retter als ich.

5. Ich habe dich ja gekannt in der Wüste, in dem Lande der Gluten.

6. Ihrer Weide gemäß wurden sie satt, sie wurden satt, und ihr Herz erhob sich; darum haben sie mich vergessen.

7. Und so wurde ich ihnen wie ein Löwe; wie ein Pardel laure ich am Wege;

8. ich werde sie anfallen wie eine Bärin, welche der Jungen beraubt ist, und werde den Verschluß ihres Herzens (d. i. ihre Brust) zerreißen; und ich werde sie daselbst verzehren wie ein Löwe; die Tiere des Feldes werden sie zerfleischen.

9. Es hat dich zu Grunde gerichtet, Israel, daß du wider mich, wider deine Hülfe, bist.

10. Wo ist nun dein König, daß er dich rette in allen deinen Städten, und wo deine Richter, von welchen du sagtest: Gib mir einen König und Fürsten?

11. Ich gab dir einen König in meinem Zorn, und nahm (O. gebe… nehme) ihn weg in meinem Grimm.

12. Die Ungerechtigkeit (O. Verschuldung) Ephraims ist zusammengebunden, aufbewahrt seine Sünde;

13. Wehen einer Gebärenden werden ihn ankommen. Er ist ein unweiser Sohn; denn wenn es Zeit ist, tritt er nicht ein in den Durchbruch der Kinder.

14. Von Gewalt des Scheols werde ich sie erlösen, vom Tode sie befreien! Wo sind, o Tod, deine Seuchen? wo ist, o Scheol, dein Verderben? Reue ist vor meinen Augen verborgen.

15. Denn er wird Frucht tragen unter den Brüdern. Ein Ostwind wird kommen, ein Wind Jehovas, von der Wüste heraufsteigend, und sein Born wird vertrocknen und sein Quell versiegen; er (der als Ostwind kommende Eroberer) wird die Schatzkammer aller kostbaren Geräte plündern.

16. Samaria wird büßen, denn es ist widerspenstig gewesen gegen seinen Gott; sie werden durchs Schwert fallen, ihre Kinder werden zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden.

Significados: Israel, Tabor, Samaria, Baal.

Você está lendo Oséias na edição ELB-1871, Elberfelder, em Alemão.
Este lívro compôe o Antigo Testamento, tem 14 capítulos, e 196 versículos.