Lucas

1. Es begab, sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Gottes, und er stund am See Genezareth

2. und sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Netze;

3. trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, da√ü er's ein wenig vom Lande f√ľhrete. Und er setzte sich und lehrete das Volk aus dem Schiff.

4. Und als er hatte aufgehört zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut.

5. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen.

6. Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Fische; und ihr Netz zerriß.

7. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, da√ü sie k√§men und h√ľlfen ihnen ziehen. Und sie kamen und f√ľlleten beide Schiffe voll, also da√ü sie sanken.

8. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: HERR, gehe von mir hinaus; ich bin ein s√ľndiger Mensch.

9. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen und alle, die mit ihm waren, √ľber diesen Fischzug, den sie miteinander getan hatten;

10. desselbigengleichen auch Jakobus und Johannes, die S√∂hne des Zebed√§us, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: F√ľrchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen.

11. Und sie f√ľhreten die Schiffe zu Lande und verlie√üen alles und folgeten ihm nach.

12. Und es begab sich, da er in einer Stadt war, siehe, da war ein Mann voll Aussatzes. Da der Jesum sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: HERR, willst du, so kannst du mich reinigen.

13. Und er streckte die Hand aus und r√ľhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und alsbald ging der Aussatz von ihm.

14. Und er gebot ihm da√ü, er's niemand sagen sollte; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere f√ľr deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.

15. Es kam aber die Sage von ihm je weiter aus; und kam viel Volks zusammen, da√ü sie h√∂reten und durch ihn gesund w√ľrden von ihren Krankheiten.

16. Er aber entwich in die W√ľste und betete.

17. Und es begab, sich auf einen Tag, daß er lehrete, und saßen da die Pharisäer und Schriftgelehrten, die da kommen waren aus allen Märkten in Galiläa und Judäa und von Jerusalem. Und die Kraft des HERRN ging von ihm und half jedermann.

18. Und siehe, etliche M√§nner brachten einen Menschen auf einem Bette, der war gichtbr√ľchig; und sie suchten, wie sie ihn hineinbr√§chten und vor ihn legten.

19. Und da sie vor dem Volk nicht fanden, an welchem Ort sie ihn hineinbrächten, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hernieder mit dem Bettlein, mitten unter sie, vor Jesus.

20. Und da er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine S√ľnden sind dir vergeben.

21. Und die Schriftgelehrten und Pharis√§er fingen an zu denken und sprachen: Wer ist der, da√ü er Gottesl√§sterung redet? Wer kann S√ľnden vergeben denn allein Gott?

22. Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denket ihr in euren Herzen?

23. Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine S√ľnden vergeben? oder zu sagen: Stehe auf und wandle?

24. Auf da√ü ihr aber wisset, da√ü des Menschen Sohn Macht hat auf Erden S√ľnden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbr√ľchigen: Ich sage dir, stehe auf und hebe dein Bettlein auf; und gehe heim.

25. Und alsbald stund er auf vor ihren Augen und hub das Bettlein auf, darauf er gelegen war, und ging heim und preisete Gott.

26. Und sie entsetzten sich alle und preiseten Gott und wurden voll Furcht und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.

27. Und danach ging er aus und sah einen Zöllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach!

28. Und er verließ alles, stund auf und folgete ihm nach.

29. Und Levi richtete ihm ein groß Mahl zu in seinem Hause; und viel Zöllner und andere saßen mit ihm zu Tisch.

30. Und die Schriftgelehrten und Pharis√§er murreten wider seine J√ľnger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Z√∂llnern und S√ľndern?

31. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bed√ľrfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.

32. Ich bin kommen, zu rufen die S√ľnder zur Bu√üe und nicht die Gerechten.

33. Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten Johannes J√ľnger so oft und beten so viel, desselbigengleichen der Pharis√§er J√ľnger, aber deine J√ľnger essen und trinken?

34. Er sprach aber zu ihnen: Ihr möget die Hochzeitleute nicht zum Fasten treiben, solange der Bräutigam bei ihnen ist.

35. Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.

36. Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand flicket einen Lappen vom neuen Kleid auf ein alt Kleid; wo anders, so reißt das neue, und der Lappen vom neuen reimet sich nicht auf das alte.

37. Und niemand fasset Most in alte Schl√§uche; wo anders, so zerrei√üet der Most die Schl√§uche und wird versch√ľttet, und die Schl√§uche kommen um.

38. Sondern den Most soll man in neue Schläuche fassen, so werden sie beide behalten.

39. Und niemand ist, der vom alten trinkt und wolle bald des neuen; denn er spricht: Der alte ist milder.

Significados: Jesus, Levi.

Você está lendo Lucas na edição LUTHER-1545, Luther, em Alemão.
Este l√≠vro comp√īe o Novo Testamento, tem 24 cap√≠tulos, e 1151 vers√≠culos.