Salmos

1. Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen.

2. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir.

3. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?

4. Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?

5. Wenn ich denn des inne werde, so schütte ich mein Herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mit dem Haufen und mit ihnen wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die da feiern.

6. Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht.

7. Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg.

8. Deine Fluten rauschen daher, daß hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.

9. Der HERR hat des Tages verheißen seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu Gott meines Lebens.

10. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget?

11. Es ist als ein Mord in meinen Beinen, daß mich meine Feinde schmähen, wenn sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?

1. Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten.

2. Denn du bist der Gott meiner Stärke; warum verstößest du mich? Warum lässest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dränget?

3. Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

4. daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott; auf der Harfe danke, mein Gott!

5. Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

1. Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen,

2. Gott, wir haben mit unsern Ohren gehöret, unsere Väter haben uns erzählet, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters.

3. Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die Völker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet.

4. Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.

5. Gott, du bist derselbe mein König, der du Jakob Hilfe verheißest.

6. Durch dich wollen wir unsere Feinde zerstoßen; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen.

7. Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen,

8. sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machest zuschanden, die uns hassen.

9. Wir wollen täglich rühmen von Gott und deinem Namen danken ewiglich. Sela.

10. Warum verstößest du uns denn nun und lässest uns zuschanden werden und zeuchst nicht aus unter unserm Heer?

11. Du lässest uns fliehen vor unserm Feinde, daß uns berauben, die uns hassen.

12. Du lässest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die Heiden.

13. Du verkaufest dein Volk umsonst und nimmst nichts drum.

14. Du machst uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die um uns her sind.

15. Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden, und daß die Völker das Haupt über uns schütteln.

16. Täglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Schande,

17. daß ich die Schänder und Lästerer hören und die Feinde und Rachgierigen sehen muß.

18. Dies alles ist über uns kommen, und haben doch dein nicht vergessen, noch untreulich in deinem Bunde gehandelt;

19. unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem Wege,

20. daß du uns so zerschlägest unter den Drachen und bedeckest uns mit Finsternis.

21. Wenn wir des Namens unsers Gottes vergessen hätten und unsere Hände aufgehoben zum fremden Gott,

22. das möchte Gott wohl finden; nun kennet er ja unsers Herzens Grund.

23. Denn wir werden ja um deinetwillen täglich erwürget und sind geachtet wie Schlachtschafe.

24. Erwecke dich, HERR, warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht so gar!

25. Warum verbirgest du dein Antlitz, vergissest unsers Elends und Dranges?

26. Denn unsere Seele ist gebeuget zur Erde; unser Bauch klebet am Erdboden.

1. Ein Brautlied und Unterweisung der Kinder Korah von den Rosen, vorzusingen.

2. Mein Herz dichtet ein feines Lied ich will singen von einem Könige; meine Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers.

3. Du bist der Schönste unter den Menschenkindern; holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich.

4. Gürte dein Schwert an deine Seite, du Held, und schmücke dich schön!

5. Es müsse dir gelingen, in deinem Schmuck. Zeuch einher der Wahrheit zu gut, und die Elenden bei Recht zu behalten, so wird deine rechte Hand Wunder beweisen.

6. Scharf sind deine Pfeile, daß die Völker vor dir niederfallen mitten unter den Feinden des Königs.

7. dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reichs ist ein gerades Zepter.

8. Du liebest Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich, Gott, dein Gott gesalbet mit Freudenöle, mehr denn deine Gesellen.

9. Deine Kleider sind eitel Myrrhen, Aloe und Kezia, wenn du aus den elfenbeinernen Palästen dahertrittst in deiner schönen Pracht.

10. In deinem Schmuck gehen der Könige Töchter; die Braut stehet zu deiner Rechten in eitel köstlichem Golde.

11. Höre, Tochter, schaue drauf und neige deine Ohren; vergiß deines Volks und deines Vaters Haus,

12. so wird der König Lust an deiner Schöne haben; denn er ist dein HERR, und sollst ihn anbeten.

13. Die Tochter Zor wird mit Geschenk da sein, die Reichen im Volk werden vor dir flehen.

14. Des Königs Tochter ist ganz herrlich inwendig; sie ist mit güldenen Stücken gekleidet.

15. Man führet sie in gestickten Kleidern zum König; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, führet man zu dir.

16. Man führet sie mit Freuden und Wonne, und gehen in des Königs Palast.

17. Anstatt deiner Väter wirst du Kinder kriegen; die wirst du zu Fürsten setzen in aller Welt.

1. Ein Lied der Kinder Korah von der Jugend, vorzusingen.

2. Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.

3. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,

4. wenngleich das Meer wütete und wallete und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Sela.

5. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.

6. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr frühe.

7. Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt.

8. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.

9. Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch Zerstören anrichtet,

10. der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt.

11. Seid stille und erkennet, daß ich Gott bin! Ich will Ehre einlegen unter den Heiden, ich will Ehre einlegen auf Erden.

1. Ein Psalm, vorzusingen, der Kinder Korah.

2. Frohlocket mit Händen, alle Völker, und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall!

3. Denn der HERR, der Allerhöchste, ist erschrecklich, ein großer König auf dem ganzen Erdboden.

4. Er wird die Völker unter uns zwingen und die Leute unter unsere Füße.

5. Er erwählet uns zum Erbteil, die HERRLIchkeit Jakobs, den er liebet. Sela.

6. Gott fähret auf mit Jauchzen und der HERR mit heller Posaune.

7. Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unserm Könige!

8. Denn Gott ist König auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm klüglich!

9. Gott ist König über die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl.

1. Ein Psalmlied der Kinder Korah.

2. Groß ist der HERR und hoch berühmt in der Stadt unsers Gottes, auf seinem heiligen Berge.

3. Der Berg Zion ist wie ein schön Zweiglein, des sich das ganze Land tröstet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des großen Königs.

4. Gott ist in ihren Palästen bekannt, daß er der Schutz sei.

5. Denn siehe, Könige sind versammelt und miteinander vorübergezogen.

6. Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind gestürzt.

7. Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebärerin.

8. Du zerbrichst Schiffe im Meer durch den Ostwind.

9. Wie wir gehöret haben, so sehen wir's an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsers Gottes; Gott erhält dieselbige ewiglich. Sela

10. Gott, wir warten deiner Güte in deinem Tempel.

11. Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.

12. Es freue sich der Berg Zion, und die Töchter Judas seien fröhlich um deiner Rechte willen.

13. Macht euch um Zion und umfahet sie; zählet ihre Türme!

14. Leget Fleiß an ihre Mauern und erhöhet ihre Paläste, auf daß man davon verkündige bei den Nachkommen,

1. Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.

2. Höret zu, alle Völker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,

3. beide gemein Mann und HERREN, beide reich und arm miteinander.

4. Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen.

5. Wir wollen einen guten Spruch hören und ein fein Gedicht auf der Harfe spielen.

6. Warum sollt ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Übertreter umgibt?

7. Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren großen Reichtum.

8. Kann doch ein Bruder niemand erlösen noch Gott jemand versöhnen;

9. denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erlösen, daß er's muß lassen anstehen ewiglich,

10. ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet.

11. Denn man wird sehen, daß solche Weisen doch sterben, sowohl als die Toren und Narren umkommen, und müssen ihr Gut andern lassen.

12. Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währen immerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für und haben große Ehre auf Erden.

13. Dennoch können sie nicht bleiben in solcher Würde, sondern müssen davon wie ein Vieh.

14. Dies ihr Tun ist eitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde Sela.

15. Sie liegen in der Hölle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen, in der Hölle müssen sie bleiben.

16. Aber Gott wird meine Seele erlösen aus der Hölle Gewalt; denn er hat mich angenommen. Sela.

17. Laß dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die HERRLIchkeit seines Hauses groß wird.

18. Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine HERRLIchkeit wird ihm nicht nachfahren.

19. sondern er tröstet sich dieses guten Lebens und preiset es, wenn einer nach guten Tagen trachtet.

20. So fahren sie ihren Vätern nach und sehen das Licht nimmermehr.

1. Ein Psalm Assaphs. Gott der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang.

2. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.

3. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her und um ihn her ein groß Wetter.

4. Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte.

5. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer.

6. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen; denn Gott ist Richter. Sela.

7. Höre, mein Volk, laß mich reden, Israel; laß mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.

8. Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir.

9. Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Böcke aus deinen Ställen;

10. denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.

11. Ich kenne alles Gevögel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir.

12. Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist.

13. Meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle, oder Bocksblut trinken?

14. Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde!

15. Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.

16. Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkündigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,

17. so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?

18. Wenn du einen Dieb siehest, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.

19. Dein Maul lässest du Böses reden, und deine Zunge treibet Falschheit.

20. Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du.

21. Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.

22. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße, und sei kein Retter mehr da.

23. Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.

1. Ein Psalm Davids, vorzusingen,

2. da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen.

3. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit!

4. Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde!

5. Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir.

6. An dir allein hab ich gesündiget und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst.

7. Siehe, ich bin aus sündlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.

8. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lässest mich wissen die heimliche Weisheit.

9. Entsündige mich mit Ysopen, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde.

10. Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.

11. Verbirg dein Antlitz von meinen Sünden und tilge alle meine Missetat.

12. Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.

13. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.

14. Tröste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich.

15. Denn ich will die Übertreter deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren.

16. Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme.

17. HERR, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkündige!

18. Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht.

19. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist; ein geängstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten.

1. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen,

2. da Doeg, der Edomiter, kam und sagte Saul an und sprach: David ist in Ahimelechs Haus kommen.

3. Was trotzest du denn, du Tyrann, daß du kannst Schaden tun, so doch Gottes Güte noch täglich währet?

4. Deine Zunge trachtet nach Schaden und schneidet mit Lügen wie ein scharf Schermesser.

5. Du redest lieber Böses denn Gutes und falsch denn recht. Sela.

6. Du redest gern alles, was zu Verderben dienet, mit falscher Zunge.

7. Darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstören und zerschlagen und aus der Hütte reißen und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. Sela.

8. Und die Gerechten werden's sehen und sich fürchten und werden sein lachen:

9. Siehe, das ist der Mann, der Gott nicht für seinen Trost hielt, sondern verließ sich auf seinen großen Reichtum und war mächtig, Schaden zutun.

1. Eine Unterweisung Davids, im Chor umeinander vorzusingen.

2. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel worden in ihrem bösen Wesen. Da ist keiner, der Gutes tut.

3. Gott schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei, der nach Gott frage.

4. Aber sie sind alle abgefallen und allesamt untüchtig. Da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.

5. Wollen denn die Übeltäter ihnen nicht sagen lassen, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren? Gott rufen sie nicht an.

6. Da fürchten sie sich aber, da nicht zu fürchten ist; denn Gott zerstreuet die Gebeine der Treiber. Du machst sie zuschanden; denn Gott verschmähet sie.

1. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen,

2. da die von Siph kamen und sprachen zu Saul: David hat sich bei uns verborgen.

3. Hilf mir, Gott, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Gewalt.

4. Gott, erhöre mein Gebet; vernimm die Rede meines Mundes!

5. Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner Seele und haben Gott nicht vor Augen. Sela.

6. Siehe, Gott stehet mir bei; der HERR erhält meine Seele.

7. Er wird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Zerstöre sie durch deine Treue!

1. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen.

2. Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen.

3. Merke auf mich und erhöre mich, wie ich so kläglich zage und heule,

4. daß der Feind so schreiet, und der Gottlose dränget; denn sie wollen mir einen Tück beweisen und sind mir heftig gram.

5. Mein Herz ängstet sich in meinem Leibe, und des Todes Furcht ist auf mich gefallen.

6. Furcht und Zittern ist mich ankommen, und Grauen hat mich überfallen.

7. Ich sprach: O, hätte ich Flügel wie Tauben, daß ich flöge und etwa bliebe!

8. Siehe, so wollt ich mich ferne weg machen und in der Wüste bleiben. Sela.

9. Ich wollt eilen, daß ich entrönne vor dem Sturmwind und Wetter.

10. Mache ihre Zunge uneins, HERR, und laß sie untergehen; denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt.

11. Solches gehet Tag und Nacht um und um in ihren Mauern; es ist Mühe und Arbeit drinnen.

12. Schadentun regieret drinnen, Lügen und Trügen läßt nicht von ihrer Gasse.

13. Wenn mich doch mein Feind schändete, wollt ich's leiden, und wenn mir mein Hasser pochte, wollt ich mich vor ihm verbergen;

14. du aber bist mein Geselle, mein Pfleger und mein Verwandter,

15. die wir freundlich miteinander waren unter uns; wir wandelten im Hause Gottes zu Haufen.

16. Der Tod übereile sie, und müssen lebendig in die Hölle fahren; denn es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen.

17. Ich aber will zu Gott rufen, und der HERR wird mir helfen.

18. Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme hören.

19. Er erlöset meine Seele von denen, die an mich wollen, und schaffet ihr Ruhe; denn ihrer ist viel wider mich.

20. Gott wird hören und sie demütigen, der allwege bleibt. Sela. Denn sie werden nicht anders und fürchten Gott nicht.

21. Denn sie legen ihre Hände an seine Friedsamen und entheiligen seinen Bund.

22. Ihr Mund ist glätter denn Butter und haben doch Krieg im Sinn; ihre Worte sind gelinder denn Öl und sind doch bloße Schwerter.

23. Wirf dein Anliegen auf den HERRN! Der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.

1. Ein gülden Kleinod Davids von der stummen Taube unter den Fremden, da ihn die Philister griffen zu Gath.

2. Gott, sei mir gnädig, denn Menschen wollen mich versenken; täglich streiten sie und ängsten mich.

3. Meine Feinde versenken mich täglich; denn viele streiten wider mich stolziglich.

4. Wenn ich mich fürchte, hoffe ich auf dich.

5. Ich will Gottes Wort rühmen; auf Gott will ich hoffen und mich nicht fürchten; was sollte mir Fleisch tun?

6. Täglich fechten sie meine Worte an; all ihre Gedanken sind, daß sie mir übel tun.

7. Sie halten zuhauf und lauern und haben acht auf meine Fersen, wie sie meine Seele erhaschen.

8. Was sie Böses tun, das ist schon vergeben. Gott, stoße solche Leute ohne alle Gnade hinunter!

9. Zähle meine Flucht, fasse meine Tränen in deinen Sack! Ohne Zweifel, du zählest sie.

10. Dann werden sich meine Feinde müssen zurückkehren, wenn ich rufe; so werde ich inne, daß du mein Gott bist.

11. Ich will rühmen Gottes Wort, ich will rühmen des HERRN Wort.

12. Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir die Menschen tun?

13. Ich habe dir, Gott, gelobet, daß ich dir danken will.

1. Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkäme, da er vor Saul floh in die Höhle.

2. Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich trauet meine Seele und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorübergehe.

3. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht.

4. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. Sela. Gott sendet seine Güte und Treue.

5. Ich liege mit meiner Seele unter den Löwen. Die Menschenkinder sind Flammen; ihre Zähne sind Spieße und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter.

6. Erhebe dich, Gott, über den Himmel und deine Ehre über alle Welt!

7. Sie stellen meinem Gange Netze und drücken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela.

8. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe.

9. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Frühe wille ich aufwachen.

10. HERR, ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.

11. Denn deine Güte ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.

1. Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, daß er nicht umkäme.

2. Seid ihr denn stumm, daß ihr nicht reden wollt, was recht ist; und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?

3. Ja, mutwillig tut ihr unrecht im Lande und gehet stracks durch mit euren Händen zu freveln.

4. Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterleibe an; die Lügner irren von Mutterleib an.

5. Ihr Wüten ist gleich wie das Wüten einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft,

6. daß sie nicht höre die Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der wohl beschwören kann.

7. Gott, zerbrich ihre Zähne in ihrem Maul; zerstoße, HERR, die Backenzähne der jungen Löwen!

8. Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfleußt. Sie zielen mit ihren Pfeilen, aber dieselben zerbrechen.

9. Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.

10. Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauche, wird sie ein Zorn so frisch wegreißen.

11. Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache siehet, und wird seine Füße baden in des Gottlosen Blut,

1. Ein gülden Kleinod Davids, daß er nicht umkäme, da Saul hinsandte und ließ sein Haus bewahren, daß er ihn tötete.

2. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schütze mich vor denen, so sich wider mich setzen!

3. Errette mich von den Übeltätern und hilf mir von den Blutgierigen!

4. Denn siehe, HERR, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat.

5. Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein!

6. Du, HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gnädig, die so verwegene Übeltäter sind! Sela.

7. Des Abends laß sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen.

8. Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollt es hören?

9. Aber du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.

10. Vor ihrer Macht halt ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz.

11. Gott erzeigt mir reichlich seine Güte; Gott läßt mich meine Lust sehen an meinen Feinden.

12. Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, HERR, unser Schild, und stoße sie hinunter!

13. Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart und predigen eitel Fluchen und Widersprechen.

14. Vertilge sie ohne alle Gnade! Vertilge sie, daß sie nichts seien und inne werden, daß Gott HERRSCher sei in Jakob, in aller Welt. Sela.

15. Des Abends laß sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen.

16. Laß sie hin und herlaufen um Speise und murren, wenn sie nicht satt werden.

17. Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not.

1. Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem güldenen Rosenspan zu lehren,

2. da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal zwölftausend.

3. Gott, der du uns verstoßen und zerstreuet hast und zornig warest, tröste uns wieder!

4. Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Brüche, die so zerschellet ist.

5. Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, daß wir taumelten.

6. Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich fürchten, welches sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela.

7. Auf daß deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten und erhöre uns!

8. Gott redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Suchoth.

9. Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst,

10. Moab ist mein Waschtöpfen, meinen Schuh strecke ich über Edom, Philistäa jauchzet zu mir.

11. Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom?

12. Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstößest und zeuchst nicht aus, Gott, auf unser Heer?

1. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf einem Saitenspiel.

2. Höre, Gott, mein Geschrei und merke auf mein Gebet!

3. Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich führen auf einen hohen Felsen.

4. Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden.

5. Ich will wohnen in deiner Hütte ewiglich und trauen unter deinen Fittichen. Sela.

6. Denn du, Gott, hörest meine Gelübde; du belohnest die wohl, die deinen Namen fürchten.

7. Du gibst einem Könige langes Leben, daß seine Jahre währen immer für und für,

8. daß er immer sitzen bleibet vor Gott. Erzeige ihm Güte und Treue, die ihn behüten.

1. Ein Psalm Davids für Jeduthun, vorzusingen.

2. Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.

3. Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, daß mich kein Fall stürzen wird, wie groß er ist.

4. Wie lange stellet ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwürget, als eine hangende Wand und zerrissene Mauer?

5. Sie denken nur, wie sie ihn dämpfen, fleißigen sich der Lüge, geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie. Sela.

6. Aber meine Seele harret nur auf Gott; denn er ist meine Hoffnung.

7. Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde.

8. Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Stärke; meine Zuversicht ist auf Gott.

9. Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuversicht. Sela.

10. Aber Menschen sind doch ja nichts, große Leute fehlen auch; sie wägen weniger denn nichts, soviel ihrer ist.

11. Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel; haltet euch nicht zu solchem, das nichts ist. Fällt euch Reichtum zu, so hänget das Herz nicht dran.

12. Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehöret, daß Gott allein mächtig ist.

1. Ein Psalm Davids, da er war in der Wüste.

2. Gott, du bist mein Gott; frühe wache ich zu dir. Es dürstet meine Seele nach dir, mein Fleisch verlanget nach dir, in einem trockenen und dürren Lande, da kein Wasser ist.

3. Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne schauen deine Macht und Ehre.

4. Denn deine Güte ist besser denn Leben. Meine Lippen preisen dich.

5. Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben.

6. Das wäre meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben sollte.

7. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir.

8. Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel rühme ich.

9. Meine Seele hanget dir an; deine rechte Hand erhält mich.

10. Sie aber stehen nach meiner Seele, mich zu überfallen; sie werden unter die Erde hinunterfahren.

11. Sie werden ins Schwert fallen und den Füchsen zuteil werden.

1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2. Höre, Gott, meine Stimme in meiner Klage; behüte mein Leben vor dem grausamen Feinde!

3. Verbirg mich vor der Sammlung der Bösen, vor dem Haufen der Übeltäter,

4. welche ihre Zunge schärfen wie ein Schwert, die mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen,

5. daß sie heimlich schießen den Frommen; plötzlich schießen sie auf ihn ohne alle Scheu.

6. Sie sind kühn mit ihren bösen Anschlägen und sagen, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen?

7. Sie erdichten Schalkheit und halten's heimlich, sind verschlagen und haben geschwinde Ränke.

8. Aber Gott wird sie plötzlich schießen, daß ihnen wehe tun wird.

9. Ihre eigene Zunge wird sie fällen, daß ihrer spotten wird, wer sie siehet.

10. Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: Das hat Gott getan, und merken, daß es sein Werk sei.

1. Ein Psalm Davids, zum Lied vorzusingen.

2. Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion und dir bezahlt man Gelübde.

3. Du erhörest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir.

4. Unsere Missetat drücket uns hart; du wollest unsere Sünde vergeben.

5. Wohl dem, den du erwählest und zu dir lässest, daß er wohne in deinen Höfen! Der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel.

6. Erhöre uns nach der wunderlichen Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer;

7. der die Berge fest setzt in seiner Kraft und gerüstet ist mit Macht;

8. der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen, und das Toben der Völker,

9. daß sich entsetzen, die an denselben Enden wohnen, vor deinen Zeichen. Du machst fröhlich, was da webet, beide des Morgens und Abends.

10. Du suchest das Land heim und wässerst es und machest es sehr reich. Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle. Du lässest ihr Getreide wohlgeraten, denn also bauest du das Land.

11. Du tränkest seine Furchen und feuchtest sein Gepflügtes; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs.

12. Du krönest das Jahr mit deinem Gut und deine Fußtapfen triefen von Fett.

13. Die Wohnungen in der Wüste sind auch fett, daß sie triefen, und die Hügel sind umher lustig.

1. Ein Psalmlied, vorzusingen. Jauchzet Gott, alle Lande!

2. Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rühmet ihn herrlich!

3. Sprechet zu Gott: Wie wunderlich sind deine Werke! Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner großen Macht.

4. Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. Sela.

5. Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderlich ist mit seinem Tun unter den Menschenkindern.

6. Er verwandelt das Meer ins Trockne, daß man zu Fuß über das Wasser gehet; des freuen wir uns in ihm.

7. Er herrschet mit seiner Gewalt ewiglich; seine Augen schauen auf die Völker. Die Abtrünnigen werden sich nicht erhöhen können. Sela.

8. Lobet, ihr Völker, unsern Gott; lasset seinen Ruhm weit erschallen,

9. der unsere Seelen im Leben behält und läßt unsere Füße nicht gleiten.

10. Denn, Gott, du hast uns versucht und geläutert, wie das Silber geläutert wird.

11. Du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsere Lenden eine Last gelegt;

12. du hast Menschen lassen über unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und Wasser kommen; aber du hast uns ausgeführt und erquicket.

13. Darum will ich mit Brandopfern gehen in dein Haus und dir meine Gelübde bezahlen,

14. wie ich meine Lippen habe aufgetan und mein Mund geredet hat in meiner Not.

15. Ich will dir feiste Brandopfer tun von gebrannten Widdern; ich will opfern Rinder mit Böcken. Sela.

16. Kommt her, höret zu, alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an meiner Seele getan hat.

17. Zu ihm rief ich mit meinem Munde und preisete ihn mit meiner Zunge.

18. Wo ich Unrechts vorhätte in meinem Herzen, so würde der HERR nicht hören.

19. Darum erhöret mich Gott und merket auf mein Flehen.

20. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

1. Ein Psalmlied, vorzusingen auf Saitenspielen.

2. Gott sei uns gnädig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, Sela,

3. daß wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil.

4. Es danken dir; Gott, die Völker; es danken dir alle Völker.

5. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. Sela.

6. Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker.

7. Das Land gibt sein Gewächs. Es segne uns Gott, unser Gott!

1. Ein Psalmlied Davids, vorzusingen.

2. Es stehe Gott auf, daß seine Feinde zerstreuet werden, und die ihn hassen, vor ihm fliehen.

3. Vertreibe sie, wie der Rauch vertrieben wird; wie das Wachs zerschmilzt vom Feuer, so müssen umkommen die Gottlosen vor Gott.

4. Die Gerechten aber müssen sich freuen und fröhlich sein vor Gott und von Herzen sich freuen.

5. Singet Gott, lobsinget seinem Namen! Machet Bahn dem, der da sanft herfährt! Er heißt HERR; und freuet euch vor ihm,

6. der ein Vater ist der Waisen und ein Richter der Witwen. Er ist Gott in seiner heiligen Wohnung,

7. ein Gott, der den Einsamen das Haus voll Kinder gibt, der die Gefangenen ausführet zu rechter Zeit und läßt die Abtrünnigen bleiben in der Dürre.

8. Gott, da du vor deinem Volk herzogest, da du einhergingest in der Wüste, Sela,

9. da bebete die Erde, und die Himmel troffen vor diesem Gott in Sinai, vor dem Gott, der Israels Gott ist.

10. Nun aber gibst du, Gott, einen gnädigen Regen, und dein Erbe, das dürre ist, erquickest du,

11. daß deine Tiere drinnen wohnen können. Gott, du labest die Elenden mit deinen Gütern.

12. Der HERR gibt das Wort mit großen Scharen Evangelisten.

13. Die Könige der Heerscharen sind untereinander Freunde, und die Hausehre teilet den Raub aus.

14. Wenn ihr zu Felde lieget, so glänzet es als der Tauben Flügel, die wie Silber und Gold schimmern.

15. Wenn der Allmächtige hin und wieder unter ihnen Könige setzet, so wird es helle, wo es dunkel ist.

16. Der Berg Gottes ist ein fruchtbarer Berg, ein groß und fruchtbar Gebirge.

17. Was hüpfet ihr großen Gebirge? Gott hat Lust, auf diesem Berge zu wohnen, und der HERR bleibt auch immer daselbst.

18. Der Wagen Gottes ist viel tausendmal tausend; der HERR ist unter ihnen im heiligen Sinai.

19. Du bist in die Höhe gefahren und hast das Gefängnis gefangen; du hast Gaben empfangen für die Menschen, auch die Abtrünnigen, daß Gott der HERR dennoch daselbst bleiben wird.

20. Gelobet sei der HERR täglich! Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela.

21. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN HERRN, der vom Tode errettet.

22. Aber Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmeißen samt ihrem Haarschädel, die da fortfahren in ihrer Sünde.

23. Doch spricht der HERR: Ich will unter den Fetten etliche holen; aus der Tiefe des Meers will ich etliche holen.

24. Darum wird dein Fuß in der Feinde Blut gefärbet werden, und deine Hunde werden es lecken.

25. Man siehet, Gott, wie du einherzeuchst, wie du, mein Gott und König, einherzeuchst im Heiligtum.

26. Die Sänger gehen vorher, danach die Spielleute unter den Mägden, die da pauken.

27. Lobet Gott den HERRN in den Versammlungen für den Brunn Israels.

28. Da herrschet unter ihnen der kleine Benjamin, die Fürsten Judas mit ihren Haufen, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naphthalis.

29. Dein Gott hat dein Reich aufgerichtet. Dasselbe wollest du, Gott, uns stärken; denn es ist dein Werk.

30. Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden dir die Könige Geschenke zuführen.

31. Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen unter ihren Kälbern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreuet die Völker, die da gerne kriegen.

32. Die Fürsten aus Ägypten werden kommen, Mohrenland wird seine Hände ausstrecken zu Gott.

33. Ihr Königreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem HERRN, Sela,

34. dem, der da fährt im Himmel allenthalben von Anbeginn. Siehe, er wird seinem Donner Kraft geben.

35. Gebt Gott die Macht! Seine HERRLIchkeit ist in Israel und seine Macht in den Wolken.

1. Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen.

2. Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele.

3. Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersäufen.

4. Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muß harren auf meinen Gott.

5. Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind mächtig. Ich muß bezahlen, das ich nicht geraubt habe.

6. Gott, du weißest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen.

7. Laß nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, HERR, HERR Zebaoth! Laß nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!

8. Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.

9. Ich bin fremd worden meinen Brüdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.

10. Denn ich eifere mich schier zu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schmähen, fallen auf mich.

11. Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.

12. Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespött draus.

13. Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir.

14. Ich aber bete, HERR, zu dir zur angenehmen Zeit. Gott, durch deine große Güte, erhöre mich mit deiner treuen Hilfe!

15. Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser,

16. daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht über mir zusammengehe.

17. Erhöre mich, HERR, denn deine Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit

18. und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erhöre mich eilend!

19. Mache dich zu meiner Seele und erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen!

20. Du weißest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.

21. Die Schmach bricht mir mein Herz und kränket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Tröster, aber ich finde keine.

22. Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem großen Durst.

23. Ihr Tisch müsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle!

24. Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen; und ihre Lenden laß immer wanken!

25. Geuß deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie!

26. Ihre Wohnung müsse wüste werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne!

27. Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen übel schlagest.

28. Laß sie in eine Sünde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.

29. Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden.

30. Ich aber bin elend, und mir ist wehe. Gott, deine Hilfe schütze mich!

31. Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank.

32. Das wird dem HERRN baß gefallen denn ein Farr, der Hörner und Klauen hat.

33. Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben.

34. Denn der HERR höret die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.

35. Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget.

36. Denn Gott wird Zion helfen und die Städte Judas bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze.

1. Ein Psalm Davids, vorzusingen zum Gedächtnis.

2. Eile, Gott, mich zu erretten, HERR, mir zu helfen!

3. Es müssen sich schämen und zuschanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie müssen zurückkehren und gehöhnet werden, die mir übels wünschen,

4. daß sie müssen wiederum zu Schanden werden, die da über mich schreien: Da, da!

5. Freuen und fröhlich müssen sein an dir, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, immer sagen: Hochgelobt sei Gott!

1. HERR, ich traue auf dich; laß mich nimmermehr zuschanden werden!

2. Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir aus; neige deine Ohren zu mir und hilf mir!

3. Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen möge, der du zugesagt hast, mir zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.

4. Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen.

5. Denn du bist meine Zuversicht, HERR HERR, meine Hoffnung von meiner Jugend an.

6. Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleibe an; du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen. Mein Ruhm ist immer von dir.

7. Ich bin vor vielen wie ein Wunder; aber du bist meine starke Zuversicht.

8. Laß meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich.

9. Verwirf mich nicht in meinem Alter; verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde.

10. Denn meine Feinde reden wider mich, und die auf meine Seele halten, beraten sich miteinander

11. und sprechen: Gott hat ihn verlassen; jaget nach und ergreifet ihn, denn da ist kein Erretter!

12. Gott, sei nicht ferne von mir; mein Gott, eile mir zu helfen!

13. Schämen müssen sich und umkommen, die meiner Seele wider sind; mit Schande und Hohn müssen sie überschüttet werden, die mein Unglück suchen.

14. Ich aber will immer harren und will immer deines Ruhmes mehr machen.

15. Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich dein Heil, die ich nicht alle zählen kann.

16. Ich gehe einher in der Kraft des HERRN HERRN; ich preise deine Gerechtigkeit allein.

17. Gott, du hast mich von Jugend auf gelehret; darum verkündige ich deine Wunder.

18. Auch verlaß mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.

19. Gott, deine Gerechtigkeit ist hoch, der du große Dinge tust. Gott, wer ist dir gleich?

20. Denn du lässest mich erfahren viel und große Angst und machst mich wieder lebendig und holest mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf.

21. Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.

22. So danke ich auch dir mit Psalterspiel für deine Treue, mein Gott; ich lobsinge dir auf der Harfe, du Heiliger in Israel.

23. Meine Lippen und meine Seele, die du erlöset hast, sind fröhlich und lobsingen dir.

24. Auch dichtet meine Zunge täglich von deiner Gerechtigkeit. Denn schämen müssen sich und zuschanden werden, die mein Unglück suchen.

1. Des Salomo. Gott, gib dein Gericht dem Könige und deine Gerechtigkeit des Königs Sohne,

2. daß er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit und deine Elenden rette.

3. Laß die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die Hügel die Gerechtigkeit.

4. Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die Lästerer zerschmeißen.

5. Man wird dich fürchten, solange die Sonne und der Mond währet, von Kind zu Kindeskindern.

6. Er wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell, wie die Tropfen, die das Land feuchten.

7. Zu seinen Zeiten wird blühen der Gerechte und großer Friede, bis daß der Mond nimmer sei.

8. Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Wasser an bis zur Welt Ende.

9. Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste; und seine Feinde werden Staub lecken.

10. Die Könige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen; die Könige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zuführen.

11. Alle Könige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen.

12. Denn er wird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der keinen Helfer hat.

13. Er wird gnädig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen.

14. Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlösen, und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm.

15. Er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Reicharabien geben. Und man wird immerdar vor ihm beten, täglich wird man ihn loben.

16. Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon und wird grünen in den Städten wie Gras auf Erden.

17. Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne währet, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, und werden durch denselben gesegnet sein; alle Heiden werden ihn preisen.

18. Gelobet sei Gott der HERR, der Gott Israels, der alleine Wunder tut;

19. und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande müssen seiner Ehre voll werden! Amen, Amen.

20. Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohns Isais.

Significados: Altar, Judas, Israel, Saul, Edom, Sinai.

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Este lívro compôe o Antigo Testamento, tem 150 capítulos, e 2461 versículos.