Salmos

1. Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist.

2. Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, mein Tritt hätte beinahe geglitten.

3. Denn es verdroß mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging.

4. Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.

5. Sie sind nicht in Unglück wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.

6. Darum muß ihr Trotzen köstlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen.

7. Ihre Person brüstet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken.

8. Sie vernichten alles und reden übel davon, und reden und lästern hoch her.

9. Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden.

10. Darum fällt ihnen ihr Pöbel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser

11. und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Höchste ihrer achten?

12. Siehe, das sind die Gottlosen; die sind glückselig in der Welt und werden reich.

13. Soll's denn umsonst sein, daß mein Herz unsträflich lebt und ich meine Hände in Unschuld wasche

14. und bin geplagt täglich, und meine Strafe ist alle Morgen da?

15. Ich hätte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit hätte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind.

16. Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen möchte; aber es war mir zu schwer

17. bis daß ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.

18. Aber du setzest sie aufs Schlüpfrige und stürzest sie zu Boden.

19. Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.

20. Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HERR, ihr Bild in der Stadt verschmähet.

21. Aber es tut mir wehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren,

22. daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir.

23. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,

24. du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.

25. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

26. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.

27. Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um alle, die wider dich huren.

28. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den HERRN HERRN, daß ich verkündige all dein Tun.

1. Eine Unterweisung Assaphs. Gott, warum verstößest du uns so gar und bist so grimmig zornig über die Schafe deiner Weide?

2. Gedenk an deine Gemeine, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil erlöset hast, an den Berg Zion, da du auf wohnest.

3. Tritt auf sie mit Füßen und stoße sie gar zu Boden. Der Feind hat alles verderbet im Heiligtum.

4. Deine Widerwärtigen brüllen in deinen Häusern und setzen ihre Götzen drein.

5. Man siehet die Äxte oben her blicken, wie man in einen Wald hauet,

6. und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten.

7. Sie verbrennen dein Heiligtum, sie entweihen die Wohnung deines Namens zu Boden.

8. Sie sprechen in ihrem Herzen: Laßt uns sie plündern! Sie verbrennen alle Häuser Gottes im Lande.

9. Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und kein Lehrer lehret uns mehr.

10. Ach, Gott, wie lange soll der Widerwärtige schmähen und der Feind deinen Namen so gar verlästern?

11. Warum wendest du deine Hand ab und deine Rechte von deinem Schoß so gar?

12. Aber Gott ist mein König von alters her, der alle Hilfe tut, so auf Erden geschieht.

13. Du zertrennest das Meer durch deine Kraft und zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wasser.

14. Du zerschlägst die Köpfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einöde.

15. Du lässest quellen Brunnen und Bäche; du lässest versiegen starke Ströme.

16. Tag und Nacht ist dein; du machest, daß beide Sonn und Gestirn ihren gewissen Lauf haben.

17. Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machest du.

18. So gedenke doch des, daß der Feind den HERRN schmähet, und ein töricht Volk lästert deinen Namen.

19. Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Turteltaube und deiner elenden Tiere nicht so gar vergessen.

20. Gedenk an den Bund; denn das Land ist allenthalben jämmerlich verheeret, und die Häuser sind zerrissen.

21. Laß den Geringen nicht mit Schanden davongehen, denn die Armen und Elenden rühmen deinen Namen.

22. Mache dich auf, Gott, und führe aus deine Sache; gedenk an die Schmach, die dir täglich von den Toren widerfähret.

23. Vergiß nicht des Geschreies deiner Feinde; das Toben deiner Widerwärtigen wird je länger je größer.

1. Ein Psalm und Lied Assaphs, daß er nicht umkäme, vorzusingen.

2. Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, daß dein Name so nahe ist.

3. Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten.

4. Das Land zittert und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte seine Säulen fest. Sela.

5. Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rühmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt!

6. Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig,

7. es habe keine Not, weder von Aufgang noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der Wüste.

8. Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget und jenen erhöhet.

9. Denn der HERR hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken und die Hefen aussaufen.

10. Ich aber will verkündigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs.

1. Ein Psalmlied Assaphs, auf Saitenspiel vorzusingen.

2. Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name herrlich.

3. Zu Salem ist sein Gezelt und seine Wohnung zu Zion.

4. Daselbst zerbricht er die Pfeile des Bogens, Schild, Schwert und Streit. Sela.

5. Du bist herrlicher und mächtiger denn die Raubeberge.

6. Die Stolzen müssen beraubet werden und entschlafen, und alle Krieger müssen die Hände lassen sinken.

7. Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinkt in Schlaf beide Roß und Wagen.

8. Du bist erschrecklich. Wer kann vor dir stehen, wenn du zürnest?

9. Wenn du das Urteil lässest hören vom Himmel, so erschrickt das Erdreich und wird still,

10. wenn Gott sich aufmacht, zu richten, daß er helfe allen Elenden auf Erden. Sela.

11. Wenn Menschen wider dich wüten, so legest du Ehre ein; und wenn sie noch mehr wüten, bist du auch noch gerüstet.

12. Gelobet und haltet dem HERRN eurem Gott, alle, die ihr um ihn her seid; bringet Geschenke dem Schrecklichen,

1. Ein Psalm Assaphs für Jeduthun, vorzusingen.

2. Ich schreie mit meiner Stimme zu Gott; zu Gott schreie ich, und er erhöret mich.

3. In der Zeit meiner Not suche ich den HERRN; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und läßt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen.

4. Wenn ich betrübt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in Ängsten ist; so rede ich. Sela.

5. Meine Augen hältst du, daß sie wachen; ich bin so ohnmächtig, daß ich nicht reden kann.

6. Ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre.

7. Ich denke des Nachts an mein Saitenspiel und rede mit meinem Herzen; mein Geist muß forschen.

8. Wird denn der HERR ewiglich verstoßen und keine Gnade mehr erzeigen?

9. Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Güte? und hat die Verheißung ein Ende?

10. Hat denn Gott vergessen, gnädig zu sein, und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Sela.

11. Aber doch sprach ich: Ich muß das leiden; die rechte Hand des Höchsten kann alles ändern.

12. Darum gedenk ich an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine vorigen Wunder

13. und rede von allen deinen Werken und sage von deinem Tun.

14. Gott dein Weg ist heilig. Wo ist so ein mächtiger Gott, als du, Gott, bist?

15. Du bist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht beweiset unter den Völkern.

16. Du hast dein Volk erlöset gewaltiglich, die Kinder Jakobs und Josephs. Sela.

17. Die Wasser sahen dich, Gott; die Wasser sahen dich und ängsteten sich, und die Tiefen tobeten.

18. Die dicken Wolken gossen Wasser; die Wolken donnerten, und die Strahlen führen daher.

19. Es donnerte im Himmel; deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden; das Erdreich regte sich und bebete davon.

20. Dein Weg war im Meer und dein Pfad in großen Wassern, und man spürete doch deinen Fuß nicht.

1. Eine Unterweisung Assaphs. Höre, mein Volk, mein Gesetz; neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes!

2. Ich will meinen Mund auftun zu Sprüchen und alte Geschichte aussprechen,

3. die wir gehöret haben und wissen und unsere Väter uns erzählet haben,

4. daß wir's nicht verhalten sollen ihren Kindern, die hernach kommen, und verkündigen den Ruhm des HERRN und seine Macht und Wunder, die er getan hat.

5. Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel, das er unsern Vätern gebot, zu lehren ihre Kinder,

6. auf daß die Nachkommen lerneten und die Kinder, die noch sollten geboren werden, wenn sie aufkämen, daß sie es auch ihren Kindern verkündigten,

7. daß sie setzten auf Gott ihre Hoffnung und nicht vergäßen der Taten Gottes und seine Gebote hielten,

8. und nicht würden wie ihre Väter, eine abtrünnige und ungehorsame Art, welchen ihr Herz nicht fest war, und ihr Geist nicht treulich hielt an Gott;

9. wie die Kinder Ephraim, so geharnischt den Bogen führeten, abfielen zur Zeit des Streits.

10. Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln,

11. und vergaßen seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeiget hatte.

12. Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Felde Zoan.

13. Er zerteilete das Meer und ließ sie durchhin gehen; und stellete das Wasser wie eine Mauer.

14. Er leitete sie des Tages mit einer Wolke und des Nachts mit einem hellen Feuer.

15. Er riß die Felsen in der Wüste und tränkete sie mit Wasser die Fülle;

16. und ließ Bäche aus dem Felsen fließen, daß sie hinabflossen wie Wasserströme.

17. Noch sündigten sie weiter wider ihn und erzürneten den höchsten in der Wüste;

18. und versuchten Gott in ihrem Herzen, daß sie Speise forderten für ihre Seelen;

19. und redeten wider Gott und sprachen: Ja, Gott sollte wohl können einen Tisch bereiten in der Wüste!

20. Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, daß Wasser flossen und Bäche sich ergossen; aber wie kann er Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen?

21. Da nun das der HERR hörete, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob und Zorn kam über Israel,

22. daß sie nicht glaubeten an Gott und hoffeten nicht auf seine Hilfe.

23. Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels;

24. und ließ das Man auf sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelbrot.

25. Sie aßen Engelbrot; er sandte ihnen Speise die Fülle.

26. Er ließ weben den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind.

27. Und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer;

28. und ließ sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da sie wohneten.

29. Da aßen sie und wurden allzu satt; er ließ sie ihre Lust büßen.

30. Da sie nun ihre Lust gebüßet hatten und sie noch davon aßen,

31. da kam der Zorn Gottes über sie und erwürgete die Vornehmsten unter ihnen und schlug danieder die Besten in Israel.

32. Aber über das alles sündigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder.

33. Darum ließ er sie dahinsterben, daß sie nichts erlangeten, und mußten ihr Leben lang geplaget sein.

34. Wenn er sie erwürgete, suchten sie ihn und kehreten sich frühe zu Gott

35. und gedachten, daß Gott ihr Hort ist und Gott der Höchste ihr Erlöser ist,

36. und heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer Zunge.

37. Aber ihr Herz war nicht fest an ihm und hielten nicht treulich an seinem Bunde.

38. Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie nicht; und wendete oft seinen Zorn ab und ließ nicht seinen ganzen Zorn gehen.

39. Denn er gedachte, daß sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinfähret und nicht wiederkommt.

40. Sie erzürneten ihn gar oft in der Wüste und entrüsteten ihn in der Einöde.

41. Sie versuchten Gott immer wieder und meisterten den Heiligen in Israel.

42. Sie dachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erlösete von den Feinden,

43. wie er denn seine Zeichen in Ägypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan,

44. da er ihr Wasser in Blut wandelte, daß sie ihre Bäche nicht trinken konnten;

45. da er Ungeziefer unter sie schickte, die sie fraßen, und Kröten, die sie verderbeten,

46. und gab ihr Gewächs den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken;

47. da er ihre Weinstöcke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbäume mit Schloßen;

48. da er ihr Vieh schlug mit Hagel und ihre Herden mit Strahlen;

49. da er böse Engel unter sie sandte in seinem grimmigen Zorn und ließ sie toben und wüten und Leid tun;

50. da er seinen Zorn ließ fortgehen und ihre Seelen vor dem Tode nicht verschonete und ließ ihr Vieh an der Pestilenz sterben;

51. da er alle Erstgeburt in Ägypten schlug, die ersten Erben in den Hütten Hams.

52. Und ließ sein Volk ausziehen wie Schafe und führete sie wie eine Herde in der Wüste.

53. Und er leitete sie sicher, daß sie sich nicht fürchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer.

54. Und brachte sie in seine heilige Grenze, zu diesem Berge, den seine Rechte erworben hat.

55. Und vor ihnen her die Völker und ließ ihnen das Erbe austeilen und ließ in jener Hütten die Stämme Israels wohnen.

56. Aber sie versuchten und erzürneten Gott, den Höchsten, und hielten seine Zeugnisse nicht;

57. und fielen zurück und verachteten alles, wie ihre Väter, und hielten nicht, gleichwie ein loser Bogen;

58. und erzürneten ihn mit ihren Höhen und reizeten ihn mit ihren Götzen.

59. Und da das Gott hörete, entbrannte er und verwarf Israel sehr,

60. daß er Seine Wohnung zu Silo ließ fahren, die Hütte, da er unter Menschen wohnete;

61. und gab ihre Macht ins Gefängnis und ihre HERRLIchkeit in die Hand des Feindes;

62. und übergab sein Volk ins Schwert und entbrannte über sein Erbe.

63. Ihre junge Mannschaft fraß das Feuer, und ihre Jungfrauen mußten ungefreiet bleiben.

64. Ihre Priester fielen durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten.

65. Und der HERR erwachte wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, der vom Wein kommt,

66. und schlug seine Feinde von hinten und hängete ihnen eine ewige Schande an.

67. Und verwarf die Hütte Josephs und erwählte nicht den Stamm Ephraim,

68. sondern erwählete den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte.

69. Und bauete sein Heiligtum hoch, wie ein Land, das ewiglich fest stehen soll.

70. Und erwählete seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafställen;

71. von den säugenden Schafen holte er ihn, daß er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel.

72. Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte sie mit allem Fleiß.

1. Ein Psalm Assaphs. HERR, es sind Heiden in dein Erbe gefallen, die haben deinen heiligen Tempel verunreiniget und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht.

2. Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vögeln unter dem Himmel zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande.

3. Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser; und war niemand, der begrub.

4. Wir sind unsern Nachbarn eine Schmach worden, ein Spott und Hohn denen, die um uns sind.

5. HERR, wie lange willst du so gar zürnen und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen?

6. Schütte deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen, und auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen.

7. Denn sie haben Jakob aufgefressen und seine Häuser verwüstet.

8. Gedenke nicht unserer vorigen Missetat; erbarm dich unser bald, denn wir sind fast dünne worden.

9. Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen; errette uns und vergib uns unsere Sünde um deines Namens willen!

10. Warum lässest du die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? Laß unter den Heiden vor unsern Augen kund werden die Rache des Bluts deiner Knechte, das vergossen ist.

11. Laß vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; nach deinem großen Arm behalte die Kinder des Todes.

12. Und vergilt unsern Nachbarn siebenfältig in ihren Busen ihre Schmach, damit sie dich, HERR, geschmähet haben.

13. Wir aber, dein Volk und Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkündigen deinen Ruhm für und für.

1. Ein Psalm Assaphs von den Spanrosen, vorzusingen.

2. Du Hirte Israels, höre, der du Joseph hütest wie der Schafe; erscheine, der du sitzest über Cherubim!

3. Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe!

4. Gott, tröste uns und laß leuchten dein Antlitz, so genesen wir.

5. HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du zürnen über dem Gebet deines Volks?

6. Du speisest sie mit Tränenbrot und tränkest sie mit großem Maß voll Tränen.

7. Du setzest uns unsern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten unser.

8. Gott Zebaoth, tröste uns! Laß leuchten dein Antlitz, so genesen wir.

9. Du hast einen Weinstock aus Ägypten geholet und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzet.

10. Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, daß er das Land erfüllet hat.

11. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes.

12. Du hast sein Gewächs ausgebreitet bis ans Meer und seine Zweige bis ans Wasser.

13. Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, daß ihn zerreißet alles, das vorübergehet?

14. Es haben ihn zerwühlet die wilden Säue, und die wilden Tiere haben ihn verderbet.

15. Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und siehe an und suche heim diesen Weinstock

16. und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erwählet hast.

17. Siehe drein und schilt, daß des Brennens und Reißens ein Ende werde!

18. Deine Hand schütze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir festiglich erwählet hast,

19. so wollen wir nicht von dir weichen. Laß uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.

1. Auf der Githith vorzusingen: Assaph.

2. Singet fröhlich Gott, der unsere Stärke ist; jauchzet dem Gott Jakobs!

3. Nehmet die Psalmen und gebet her die Pauken, liebliche Harfen mit Psalter.

4. Blaset im Neumonden die Posaunen, in unserm Fest der Laubrüste.

5. Denn solches ist eine Weise in Israel und ein Recht des Gottes Jakobs.

6. Solches hat er zum Zeugnis gesetzt unter Joseph, da sie aus Ägyptenland zogen, und fremde Sprache gehöret hatten,

7. da ich ihre Schulter von der Last entlediget hatte, und ihre Hände der Töpfe los wurden.

8. Da du mich in der Not anriefest, half ich dir aus; und erhörete dich, da dich das Wetter überfiel, und versuchte dich am Haderwasser. Sela.

9. Höre, mein Volk, ich will unter dir zeugen; Israel, du sollst mich hören,

10. daß unter dir kein anderer Gott sei, und du keinen fremden Gott anbetest.

11. Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführet hat. Tue deinen Mund weit auf, laß mich ihn füllen!

12. Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mein nicht.

13. So hab ich sie gelassen in ihres Herzens Dünkel, daß sie wandeln nach ihrem Rat.

14. Wollte mein Volk mir gehorsam sein und Israel auf meinem Wege gehen,

15. so wollte ich ihre Feinde bald dämpfen und meine Hand über ihre Widerwärtigen wenden;

16. und die den HERRN hassen, müßten an ihm fehlen; ihre Zeit aber würde ewiglich währen.

1. Ein Psalm Assaphs. Gott stehet in der Gemeine Gottes und ist Richter unter den Göttern.

2. Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? Sela.

3. Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und Dürftigen zum Recht!

4. den Geringen und Armen und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt!

5. Aber sie lassen ihnen nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfesten des Landes fallen.

6. Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten;

7. aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen.

8. Gott, mache dich auf und richte das Land; denn du bist Erbherr über alle Heiden.

1. Ein Psalmlied Assaphs.

2. Gott, schweige doch nicht also und sei doch nicht so stille; Gott, halte doch nicht so inne!

3. Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf.

4. Sie machen listige Anschläge wider dein Volk und ratschlagen wider deine Verborgenen.

5. Wohl her! sprechen sie, laßt uns sie ausrotten, daß sie kein Volk seien, daß des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!

6. Denn sie haben sich miteinander vereiniget und einen Bund wider dich gemacht:

7. die Hütten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter,

8. der Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Philister, samt denen zu Tyrus;

9. Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen und helfen den Kindern Lot. Sela.

10. Tu ihnen wie den Midianitern, wie Sissera, wie Jabin am Bach Kison,

11. die vertilget wurden bei Endor und wurden zu Kot auf Erden.

12. Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna,

13. die da sagen: Wir wollen die Häuser Gottes einnehmen.

14. Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln vor dem Winde!

15. Wie ein Feuer den Wald verbrennet, und wie eine Flamme, die Berge anzündet,

16. also verfolge sie mit deinem Wetter und erschrecke sie mit deinem Ungewitter.

17. Mache ihr Angesicht voll Schande, daß sie nach deinem Namen fragen müssen.

18. Schämen müssen sie sich und erschrecken immer mehr und mehr und zuschanden werden und umkommen.

1. Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen.

2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth!

3. Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.

4. Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken, nämlich deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott!

5. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela.

6. Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nach wandeln,

7. die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmückt.

8. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muß, der rechte Gott sei zu Zion.

9. HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela.

10. Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten!

11. Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der Tür hüten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten.

12. Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild, der HERR gibt Gnade und Ehre; er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

1. Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.

2. HERR, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande und hast die Gefangenen Jakobs erlöset;

3. der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre Sünde bedecket, Sela;

4. der du vormals hast all deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns;

5. tröste uns, Gott, unser Heiland, und laß ab von deiner Ungnade über uns!

6. Willst du denn ewiglich über uns zürnen und deinen Zorn gehen lassen immer für und für?

7. Willst du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dein Volk über dir freuen möge?

8. HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns!

9. Ach, daß ich hören sollte, das Gott der HERR redet, daß er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten!

10. Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, daß in unserm Lande Ehre wohne;

11. daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen;

12. daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;

13. daß uns auch der HERR Gutes tue, damit unser Land sein Gewächs gebe;

1. Ein Gebet Davids. HERR, neige deine Ohren und erhöre mich; denn ich bin elend und arm.

2. Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verläßt auf dich!

3. HERR, sei mir gnädig; denn ich rufe täglich zu dir.

4. Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, HERR, verlanget mich.

5. Denn du, HERR, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen.

6. Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens.

7. In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören.

8. HERR, es ist dir keiner gleich unter den Göttern und ist niemand, der tun kann wie du.

9. Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HERR, und deinen Namen ehren,

10. daß du so groß bist und Wunder tust und alleine Gott bist.

11. Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte!

12. Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich.

13. Denn deine Güte ist groß über mich, und hast meine Seele errettet aus der tiefen Hölle.

14. Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haufe der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele und haben dich nicht vor Augen.

15. Du aber, HERR Gott, bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue.

16. Wende dich zu mir, sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Macht und hilf dem Sohn deiner Magd!

17. Tu ein Zeichen an mir, daß mir's wohlgehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schämen müssen, daß du mir beistehest, HERR, und tröstest mich.

1. Ein Psalmlied der Kinder Korah. Sie ist fest gegründet auf den heiligen Bergen.

2. Der HERR liebet die Tore Zions über alle Wohnungen Jakobs.

3. HERRLIche Dinge werden in dir geprediget, du Stadt Gottes. Sela.

4. Ich will predigen lassen Rahab und Babel, daß sie mich kennen sollen. Siehe, die Philister und Tyrer samt den Mohren werden daselbst geboren.

5. Man wird zu Zion sagen, daß allerlei Leute drinnen geboren werden, und daß er, der Höchste, sie baue.

6. Der HERR wird predigen lassen in allerlei Sprachen, daß deren etliche auch daselbst geboren werden. Sela.

7. Und die Sänger, wie am Reigen, werden alle in dir singen, eins ums andere.

1. Ein Psalmlied der Kinder Korah, vorzusingen, von der Schwachheit der Elenden. Eine Unterweisung Hemans, des Esrahiten.

2. HERR Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir.

3. Laß mein Gebet vor dich kommen; neige deine Ohren zu meinem Geschrei!

4. Denn meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe bei der Hölle.

5. Ich bin geachtet gleich denen, die zur Hölle fahren; ich bin wie ein Mann, der keine Hilfe hat.

6. Ich liege unter den Toten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkest, und sie von deiner Hand abgesondert sind.

7. Du hast mich in die Grube hinuntergelegt, in die Finsternis und in die Tiefe.

8. Dein Grimm drücket mich, und drängest mich mit allen deinen Fluten. Sela.

9. Meine Freunde hast du ferne von mir getan; du hast mich ihnen zum Greuel gemacht. Ich liege gefangen und kann nicht auskommen.

10. Meine Gestalt ist jämmerlich vor Elend. HERR, ich rufe dich an täglich; ich breite meine Hände aus zu dir.

11. Wirst du denn unter den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? Sela.

12. Wird man in Gräbern erzählen deine Güte und deine Treue im Verderben?

13. Mögen denn deine Wunder in Finsternis erkannt werden, oder deine Gerechtigkeit im Lande, da man nichts gedenket?

14. Aber ich schreie zu dir, HERR, und mein Gebet kommt frühe vor dich,

15. Warum verstößest du, HERR, meine Seele und verbirgest dein Antlitz vor mir?

16. Ich bin elend und ohnmächtig, daß ich so verstoßen bin, und leide dein Schrecken, daß ich schier verzage.

17. Dein Grimm gehet über mich, dein Schrecken drücket mich.

18. Sie umgeben mich täglich wie Wasser und umringen mich miteinander.

1. Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten.

2. Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Wahrheit verkündigen mit meinem Munde für und für,

3. und sage also: Daß eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel.

4. Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwählten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen:

5. Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und deinen Stuhl bauen für und für. Sela.

6. Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen.

7. Denn wer mag in den Wolken dem HERRN gleich gelten und gleich sein unter den Kindern der Götter dem HERRN?

8. Gott ist fast mächtig in der Sammlung der Heiligen und wunderbarlich über alle, die um ihn sind.

9. HERR, Gott, Zebaoth, wer ist wie du, ein mächtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her.

10. Du herrschest über das ungestüme Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.

11. Du schlägst Rahab zu Tode; du zerstreuest deine Feinde mit deinem starken Arm.

12. Himmel und Erde ist dein; du hast gegründet den Erdboden, und was drinnen ist.

13. Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen.

14. Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand und hoch ist deine Rechte.

15. Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesichte.

16. Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln.

17. Sie werden über deinem Namen täglich fröhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein.

18. Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke und durch deine Gnade wirst du unser Horn erhöhen.

19. Denn der HERR ist unser Schild, und der Heilige in Israel ist unser König.

20. Dazumal redetest du im Gesichte zu deinem Heiligen und sprachest: Ich habe einen Held erwecket, der helfen soll; ich habe erhöhet einen Auserwählten aus dem Volk;

21. ich habe funden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen Öle.

22. Meine Hand soll ihn erhalten, und mein Arm soll ihn stärken.

23. Die Feinde sollen ihn nicht überwältigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dämpfen,

24. sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen.

25. Aber meine Wahrheit und Gnade soll bei ihm sein, und sein Horn soll in meinem Namen erhaben werden.

26. Ich will seine Hand ins Meer stellen und seine Rechte in die Wasser.

27. Er wird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft.

28. Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhöchst unter den Königen auf Erden.

29. Ich will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben.

30. Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel währet, erhalten.

31. Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln,

32. so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten,

33. will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen.

34. Aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen fehlen.

35. Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist.

36. Ich habe einst geschworen bei meiner Heiligkeit: Ich will David nicht lügen.

37. Sein Same soll ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne;

38. wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein und gleichwie der Zeuge in den Wolken gewiß sein. Sela.

39. Aber nun verstößest du und verwirfest und zürnest mit deinem Gesalbten.

40. Du verstörest den Bund deines Knechtes und trittst seine Krone zu Boden.

41. Du zerreißest alle seine Mauern und lässest seine Festen zerbrechen.

42. Es rauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott worden.

43. Du erhöhest die Rechte seiner Widerwärtigen und erfreuest alle seine Feinde.

44. Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommen und lässest ihn nicht siegen im Streit.

45. Du zerstörest seine Reinigkeit und wirfest seinen Stuhl zu Boden.

46. Du verkürzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. Sela.

47. HERR, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?

48. Gedenke, wie kurz mein Leben ist! Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben?

49. Wo ist jemand, der da lebet und den Tod nicht sehe, der seine Seele errette aus der Hölle Hand? Sela.

50. HERR, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit?

51. Gedenke, HERR, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Schoß von so vielen Völkern allen,

52. damit dich, HERR, deine Feinde schmähen, damit sie schmähen die Fußtapfen deines Gesalbten.

Significados: Israel, Babel, Hermon, Rute.

Você está lendo Salmos na edição LUTHER-1545, Luther, em Alemão.
Este lívro compôe o Antigo Testamento, tem 150 capítulos, e 2461 versículos.