Salmos

1. Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes.

2. HERR Gott, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge worden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit,

3. der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!

4. Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.

5. Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf, gleichwie ein Gras, das doch bald welk wird,

6. das da frühe blühet und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorret.

7. Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahin müssen.

8. Denn unsere Missetat stellest du vor dich, unsere unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte.

9. Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz.

10. Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre; und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.

11. Wer glaubt es aber, daß du so sehr zürnest? und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm?

12. Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.

13. HERR, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig!

14. Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.

15. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden.

16. Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern!

17. Und der HERR, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hände bei uns; ja das Werk unserer Hände wolle er fördern!

1. Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

2. der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe!

3. Denn er errettet mich vom Strick des Jägers und von der schädlichen Pestilenz.

4. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,

5. daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen,

6. vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbet.

7. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.

8. Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird.

9. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.

10. Es wird dir kein Übels begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen.

11. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

12. daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößest.

13. Auf den Löwen und Ottern wirst du gehen und treten auf den jungen Löwen und Drachen.

14. Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen;

15. er rufet mich an, so will ich ihn erhören. Ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreißen und zu Ehren machen.

16. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil.

1. Ein Psalmlied auf den Sabbattag.

2. Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster,

3. des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen,

4. auf den zehn Saiten und Psalter, mit Spielen auf der Harfe.

5. Denn, HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Geschäfte deiner Hände.

6. HERR, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind so sehr tief.

7. Ein Törichter glaubt das nicht, und ein Narr achtet solches nicht.

8. Die Gottlosen grünen wie das Gras, und die Übeltäter blühen alle, bis sie vertilget werden immer und ewiglich.

9. Aber du, HERR, bist der Höchste und bleibest ewiglich.

10. Denn siehe, deine Feinde, HERR, siehe, deine Feinde werden umkommen; und alle Übeltäter müssen zerstreuet werden.

11. Aber mein Horn wird erhöhet werden wie eines Einhorns, und werde gesalbet mit frischem Öle.

12. Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden; und mein Ohr wird seine Lust hören an den Boshaftigen, die sich wider mich setzen.

13. Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum; er wird wachsen wie eine Zeder auf Libanon.

14. Die gepflanzt sind in dem Hause des HERRN, werden in den Vorhöfen unsers Gottes grünen.

15. Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein,

1. Der HERR ist König und herrlich geschmückt; der HERR ist geschmückt und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll.

2. Von dem an stehet dein Stuhl fest; du bist ewig.

3. HERR, die Wasserströme erheben sich, die Wasserströme erheben ihr Brausen, die Wasserströme heben empor die Wellen.

4. Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen greulich; der HERR aber ist noch größer in der Höhe.

5. Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich.

1. HERR Gott, des die Rache ist, Gott, des die Rache ist, erscheine!

2. Erhebe dich, du Richter der Welt; vergilt den Hoffärtigen, was sie verdienen!

3. HERR, wie lange sollen die Gottlosen, wie lange sollen die Gottlosen prahlen

4. und so trotziglich reden, und alle Übeltäter sich so rühmen?

5. HERR, sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe.

6. Witwen und Fremdlinge erwürgen sie und töten die Waisen

7. und sagen: Der HERR siehet's nicht und der Gott Jakobs achtet's nicht.

8. Merket doch, ihr Narren unter dem Volk, und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden?

9. Der das Ohr gepflanzet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen?

10. Der die Heiden züchtiget, sollte der nicht strafen? der die Menschen lehret, was sie wissen.

11. Aber der HERR weiß die Gedanken der Menschen, daß sie eitel sind.

12. Wohl dem, den du, HERR, züchtigest und lehrest ihn durch dein Gesetz,

13. daß er Geduld habe, wenn's übel gehet, bis dem Gottlosen die Grube bereitet werde.

14. Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen.

15. Denn Recht muß doch Recht bleiben, und dem werden alle frommen Herzen zufallen.

16. Wer stehet bei mir wider die Boshaftigen? Wer tritt zu mir wider die Übeltäter?

17. Wo der HERR mir nicht hülfe, so läge meine Seele schier in der Stille.

18. Ich sprach: Mein Fuß hat gestrauchelt; aber deine Gnade, HERR, hielt mich.

19. Ich hatte viel Bekümmernisse in meinem Herzen; aber deine Tröstungen ergötzeten meine Seele.

20. Du wirst ja nimmer eins mit dem schädlichen Stuhl, der das Gesetz übel deutet.

21. Sie rüsten sich wider die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig Blut.

22. Aber der HERR ist mein Schutz; mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht.

23. Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten und wird sie um ihre Bosheit vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie vertilgen.

1. Kommt herzu, laßt uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsers Heils!

2. Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen!

3. Denn der HERR ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter.

4. Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet; und die Höhen der Berge sind auch sein.

5. Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine Hände haben das Trockne bereitet.

6. Kommt, laßt uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat!

7. Denn er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme höret,

8. so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wüste,

9. da mich eure Väter versuchten, fühleten und sahen mein Werk,

10. daß ich vierzig Jahre Mühe hatte mit diesem Volk und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will, und die meine Wege nicht lernen wollen;

11. daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen!

1. Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt!

2. Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil!

3. Erzählet unter den Heiden seine Ehre, unter allen Völkern seine Wunder!

4. Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich über alle Götter.

5. Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht.

6. Es stehet herrlich und prächtig vor ihm und gehet gewaltiglich und löblich zu in seinem Heiligtum.

7. Ihr Völker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht!

8. Bringet her dem HERRN die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!

9. Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt!

10. Sagt unter den Heiden, daß der HERR König sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, daß es bleiben soll, und richtet die Völker recht

11. Himmel freue sich, und Erde sei fröhlich; das Meer brause, und was drinnen ist;

12. das Feld sei fröhlich und alles, was drauf ist; und lasset rühmen alle Bäume im Walde

13. vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.

1. Der HERR ist König; des freue sich das Erdreich, und seien fröhlich die Inseln, soviel ihrer ist.

2. Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung:

3. Feuer gehet vor ihm her und zündet an umher seine Feinde.

4. Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und erschrickt.

5. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem HERRSCher des ganzen Erdbodens.

6. Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Ehre.

7. Schämen müssen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Götzen rühmen. Betet ihn an, alle Götter!

8. Zion höret es und ist froh; und die Töchter Judas sind fröhlich, HERR über deinem Regiment.

9. Denn du, HERR, bist der Höchste in allen Landen; du bist sehr erhöhet über alle Götter.

10. Die ihr den HERRN liebet, hasset das Arge! Der HERR bewahret die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten.

11. Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen.

12. Ihr Gerechten, freuet euch des HERRN; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!

1. Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.

2. Der HERR läßt sein Heil verkündigen, vor den Völkern läßt er seine Gerechtigkeit offenbaren.

3. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes.

4. Jauchzet dem HERRN, alle Welt; singet, rühmet und lobet!

5. Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen;

6. mit Trommeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN, dem Könige!

7. Das Meer brause, und was drinnen ist, der Erdboden, und die drauf wohnen.

8. Die Wasserströme frohlocken, und alle Berge seien fröhlich

9. vor dem HERRN; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht.

1. Der HERR ist König, darum toben die Völker; er sitzet auf Cherubim, darum reget sich die Welt.

2. Der HERR ist groß zu Zion und hoch über alle Völker.

3. Man danke deinem großen und wunderbarlichen Namen, der da heilig ist.

4. Im Reich dieses Königs hat man das Recht lieb. Du gibst Frömmigkeit; du schaffest Gericht und Gerechtigkeit in Jakob.

5. Erhebet den HERRN, unsern Gott, betet an zu seinem Fußschemel; denn er ist heilig.

6. Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; sie riefen an den HERRN, und er erhörete sie.

7. Er redete mit ihnen durch eine Wolkensäule. Sie hielten seine Zeugnisse und Gebote, die er ihnen gab.

8. HERR, du bist unser Gott, du erhöretest sie; du, Gott, vergabest ihnen und straftest ihr Tun:

9. Erhöhet den HERRN, unsern Gott, und betet an zu seinem heiligen Berge; denn der HERR, unser Gott, ist heilig:

1. Ein Dankpsalm. Jauchzet dem HERRN, alle Welt!

2. Dienet dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!

3. Erkennet, daß der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.

4. Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!

5. Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.

1. Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HERR, lobsagen.

2. Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mir zugehören, und wandle treulich in meinem Hause.

3. Ich nehme mir keine böse Sache vor. Ich hasse den Übertreter und lasse ihn nicht bei mir bleiben.

4. Ein verkehret Herz muß von mir weichen; den Bösen leide ich nicht.

5. Der seinen Nächsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag des nicht, der stolze Gebärden und hohen Mut hat.

6. Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, daß sie bei mir wohnen, und habe gerne fromme Diener.

7. Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lügner gedeihen nicht bei mir.

8. Frühe vertilge ich alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Übeltäter ausrotte aus der Stadt des HERRN.

1. Ein Gebet des Elenden, so er betrübt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet.

2. HERR, höre mein Gebet und laß mein Schreien zu dir kommen!

3. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!

4. Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.

5. Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen.

6. Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.

7. Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Käuzlein in den verstörten Stätten.

8. Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.

9. Täglich schmähen mich meine Feinde; und die mich spotten, schwören bei mir.

10. Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen

11. vor deinem Dräuen und Zorn, daß du mich aufgehoben und zu Boden gestoßen hast.

12. Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras.

13. Du aber, HERR, bleibest ewiglich und dein Gedächtnis für und für.

14. Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, und die Stunde ist kommen.

15. Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden;

16. daß die Heiden den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Ehre;

17. daß der HERR Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre.

18. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmähet ihr Gebet nicht.

19. Das werde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den HERRN loben.

20. Denn er schauet von seiner heiligen Höhe, und der HERR siehet vom Himmel auf Erden,

21. daß er das Seufzen des Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes,

22. auf daß sie zu Zion predigen den Namen des HERRN und sein Lob zu Jerusalem,

23. wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem HERRN zu dienen.

24. Er demütiget auf dem Wege meine Kraft; er verkürzet meine Tage.

25. Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für.

26. Du hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.

27. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst.

28. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.

1. Ein Psalm Davids. Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

2. Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat,

3. der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen,

4. der dein Leben vom Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

5. der deinen Mund fröhlich machet, und du wieder jung wirst wie ein Adler.

6. Der HERR schaffet Gerechtigkeit und Gericht allen, die Unrecht leiden.

7. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun.

8. Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.

9. Er wird nicht immer hadern, noch ewiglich Zorn halten.

10. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat.

11. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten.

12. So ferne der Morgen ist vom Abend, lässet er unsere Übertretung von uns sein.

13. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet, so erbarmet sich der HERR über die, so ihn fürchten.

14. Denn er kennet, was für ein Gemächte wir sind; er gedenket daran, daß wir Staub sind.

15. Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras; er blühet wie eine Blume auf dem Felde.

16. Wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr.

17. Die Gnade aber des HERRN währet von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind

18. bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, daß sie danach tun.

19. Der HERR hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrschet über alles.

20. Lobet den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, daß man höre die Stimme seines Worts.

21. Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut!

22. Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner HERRSChaft! Lobe den HERRN, meine Seele!

1. Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt.

2. Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;

3. du wölbest es oben mit Wasser; du fährest auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes

4. der du machest deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen;

5. der du das Erdreich gründest auf seinen Boden, daß es bleibt immer und ewiglich.

6. Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleid, und Wasser stehen über den Bergen.

7. Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie dahin.

8. Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hast.

9. Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht, und müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken.

10. Du lässest Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hinfließen,

11. daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lösche.

12. An denselben sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen.

13. Du feuchtest die Berge von oben her; du machest das Land voll Früchte, die du schaffest.

14. Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest,

15. und daß der Wein erfreue des Menschen Herz und seine Gestalt schön werde von Öl, und das Brot des Menschen Herz stärke;

16. daß die Bäume des HERRN voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzet hat.

17. Daselbst nisten die Vögel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.

18. Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht und die Steinklüfte der Kaninchen.

19. Du machest den Mond, das Jahr danach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang.

20. Du machest Finsternis, daß Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,

21. die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott.

22. Wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon und legen sich in ihre Löcher.

23. So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend.

24. HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet und die Erde ist voll deiner Güter.

25. Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, beide große und kleine Tiere.

26. Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie drinnen scherzen.

27. Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.

28. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättiget.

29. Verbirgest du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.

30. Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst die Gestalt der Erde.

31. Die Ehre des HERRN ist ewig; der HERR hat Wohlgefallen an seinen Werken.

32. Er schauet die Erde an, so bebet sie; er rühret die Berge an, so rauchen sie.

33. Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.

34. Meine Rede müsse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HERRN.

35. Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!

1. Danket dem HERRN und prediget seinen Namen; verkündiget sein Tun unter den Völkern;

2. singet von ihm und lobet ihn; redet von allen seinen Wundern;

3. rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!

4. Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht; suchet sein Antlitz allewege!

5. Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und seines Worts,

6. ihr, der Same Abrahams, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwählten!

7. Er ist der HERR, unser Gott; er richtet in aller Welt.

8. Er gedenket ewiglich an seinen Bund, des Worts, das er verheißen hat auf viel tausend für und für

9. den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak,

10. und stellete dasselbige Jakob zu einem Recht und Israel zum ewigen Bunde

11. und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes,

12. da sie wenig und geringe waren und Fremdlinge drinnen.

13. Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreiche zum andern Volk.

14. Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Könige um ihretwillen.

15. Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!

16. Und er ließ eine Teurung ins Land kommen und entzog allen Vorrat des Brots.

17. Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knechte verkauft.

18. Sie zwangen seine Füße im Stock, sein Leib mußte in Eisen liegen,

19. bis daß sein Wort kam und die Rede des HERRN ihn durchläuterte.

20. Da sandte der König hin und ließ ihn losgeben, der HERR über Völker hieß ihn auslassen.

21. Er setzte ihn zum HERRN über sein Haus, zum HERRSCher über alle seine Güter,

22. daß er seine Fürsten unterweisete nach seiner Weise und seine Ältesten Weisheit lehrete.

23. Und Israel zog nach Ägypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams.

24. Und er ließ sein Volk sehr wachsen und machte sie mächtiger denn ihre Feinde.

25. Er verkehrete jener Herz, daß sie seinem Volk gram wurden und dachten seine Knechte mit List zu dämpfen.

26. Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er hatte erwählet.

27. Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams.

28. Er ließ Finsternis kommen und machte es finster; und waren nicht ungehorsam seinen Worten.

29. Er verwandelte ihre Wasser in Blut und tötete ihre Fische.

30. Ihr Land wimmelte Kröten heraus in den Kammern ihrer Könige.

31. Er sprach, da kam Ungeziefer, Läuse, in allen ihren Grenzen.

32. Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande;

33. und schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach die Bäume in ihren Grenzen.

34. Er sprach, da kamen Heuschrecken und Käfer ohne Zahl.

35. Und sie fraßen alles Gras in ihrem Lande und fraßen die Früchte auf ihrem Felde.

36. Und schlug alle Erstgeburt in Ägypten, alle ihre ersten Erben.

37. Und führete sie aus mit Silber und Golde; und war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen.

38. Ägypten ward froh, daß sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen.

39. Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer des Nachts zu leuchten.

40. Sie baten, da ließ er Wachteln kommen; und er sättigte sie mit Himmelbrot.

41. Er öffnete den Felsen, da flossen Wasser aus, daß Bäche liefen in der dürren Wüste.

42. Denn er gedachte an sein heiliges Wort, Abraham, seinem Knechte, geredet.

43. Also führete er sein Volk aus mit Freuden und seine Auserwählten mit Wonne

44. und gab ihnen die Länder der Heiden, daß sie die Güter der Völker einnahmen

45. auf daß sie halten sollten seine Rechte und seine Gesetze bewahren. Halleluja!

1. Halleluja! Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

2. Wer kann die großen Taten des HERRN ausreden und alle seine löblichen Werke preisen?

3. Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!

4. HERR, gedenke mein nach der Gnade, die du deinem Volk verheißen hast; beweise uns deine Hilfe,

5. daß wir sehen mögen die Wohlfahrt deiner Auserwählten und uns freuen, daß es deinem Volk wohlgehet, und uns rühmen mit deinem Erbteil.

6. Wir haben gesündiget samt unsern Vätern; wir haben mißgehandelt und sind gottlos gewesen.

7. Unsere Väter in Ägypten wollten deine Wunder nicht verstehen; sie gedachten nicht an deine große Güte und waren ungehorsam am Meer, nämlich am Schilfmeer.

8. Er half ihnen aber um seines Namens willen, daß er seine Macht beweisete.

9. Und er schalt das Schilfmeer, da ward's trocken; und führete sie durch die Tiefe wie in einer Wüste;

10. und half ihnen von der Hand des, der, sie hassete, und erlösete sie von der Hand des Feindes

11. Und die Wasser ersäuften ihre Widersacher, daß nicht einer überblieb.

12. Da glaubten sie an seine Worte und sangen sein Lob.

13. Aber sie vergaßen bald seiner Werke; sie warteten nicht seines Rats.

14. Und sie wurden lüstern in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde.

15. Er aber gab ihnen ihre Bitte und sandte ihnen genug, bis ihnen davor ekelte.

16. Und sie empörten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen des HERRN.

17. Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und deckte zu die Rotte Abirams.

18. Und Feuer ward unter ihrer Rotte angezündet; die Flamme verbrannte die Gottlosen.

19. Sie machten ein Kalb in Horeb und beteten an das gegossene Bild;

20. und verwandelten ihre Ehre in ein Gleichnis eines Ochsen, der Gras isset.

21. Sie vergaßen Gottes, ihres Heilandes, der so große Dinge in Ägypten getan hatte,

22. Wunder im Lande Hams und schreckliche Werke am Schilfmeer.

23. Und er sprach, er wollte sie vertilgen, wo nicht Mose, sein Auserwählter, den Riß aufgehalten hätte, seinen Grimm abzuwenden, auf daß er sie nicht gar verderbete.

24. Und sie verachteten das liebe Land; sie glaubten seinem Wort nicht

25. und murreten in ihren Hütten; sie gehorchten der Stimme des HERRN nicht.

26. Und er hub auf seine Hand wider sie, daß er sie niederschlüge in der Wüste

27. und würfe ihren Samen unter die Heiden und streuete sie in die Länder.

28. Und sie hingen sich an den Baal Peor und aßen von den Opfern der toten Götzen

29. und erzürneten ihn mit ihrem Tun; da riß auch die Plage unter sie.

30. Da trat zu Pinehas und schlichtete die Sache; da ward der Plage gesteuert,

31. und ward ihm gerechnet zur Gerechtigkeit für und für ewiglich.

32. Und sie erzürneten ihn am Haderwasser; und sie zerplagten den Mose übel.

33. Denn sie betrübten ihm sein Herz, daß ihm etliche Worte entfuhren.

34. Auch vertilgten sie die Völker nicht, wie sie doch der HERR geheißen hatte,

35. sondern sie mengeten sich unter die Heiden und lernten derselben Werke

36. und dieneten ihren Götzen, die gerieten ihnen zum Ärgernis.

37. Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Teufeln

38. und vergossen unschuldig Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter, die sie opferten den Götzen Kanaans, daß das Land mit Blutschulden befleckt ward;

39. und verunreinigten sich mit ihren Werken und hureten mit ihrem Tun.

40. Da ergrimmete der Zorn des HERRN über sein Volk und gewann einen Greuel an seinem Erbe

41. und gab sie in die Hand der Heiden, daß über sie herrscheten, die ihnen gram waren.

42. Und ihre Feinde ängsteten sie; und wurden gedemütiget unter ihre Hände.

43. Er errettete sie oftmals; aber sie erzürneten ihn mit ihrem Vornehmen und wurden wenig um ihrer Missetat willen.

44. Und er sah ihre Not an, da er ihre Klage hörete,

45. und gedachte an seinen Bund, mit ihnen gemacht. Und reuete ihn nach seiner großen Güte

46. und ließ sie zur Barmherzigkeit kommen vor allen, die sie gefangen hatten.

47. Hilf uns, HERR, unser Gott, und bringe uns zusammen aus den Heiden, daß wir danken deinem heiligen Namen und rühmen dein Lob!

48. Gelobet sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk spreche: Amen, Halleluja!

Significados: Judas, Israel, Samuel, Baal.

Você está lendo Salmos na edição LUTHER-1545, Luther, em Alemão.
Este lívro compôe o Antigo Testamento, tem 150 capítulos, e 2461 versículos.