1 Reis

1. Als nun die K√∂nigsherrschaft in Salomos Hand befestigt war, verschw√§gerte sich Salomo mit dem Pharao, dem K√∂nig von √Ągypten, und nahm die Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er sein Haus und das Haus des HERRN und die Mauern um Jerusalem her fertiggebaut hatte.

2. Nur opferte das Volk noch auf den Höhen; denn dem Namen des HERRN war noch kein Haus gebaut bis auf jene Zeit.

3. Salomo aber liebte den HERRN, so daß er in den Satzungen seines Vaters David wandelte; nur opferte und räucherte er auf den Höhen.

4. Und der König ging nach Gibeon, um daselbst zu opfern; denn das war die bedeutendste Höhe. Und Salomo opferte tausend Brandopfer auf jenem Altar.

5. Zu Gibeon erschien der HERR dem Salomo des Nachts im Traume. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll!

6. Salomo sprach: Du hast deinem Knechte, meinem Vater David, große Gnade erwiesen, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen gegen dich, und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der heute auf seinem Throne sitzt.

7. Weil nun du, o HERR, mein Gott, deinen Knecht an meines Vaters David Statt zum König gemacht hast, ich aber ein junger Knabe bin, der weder ein noch auszugehen weiß;

8. und weil dein Knecht mitten unter deinem Volke ist, das du erwählt hast, welches so groß ist, daß es niemand zählen noch vor Menge berechnen kann;

9. so wollest du deinem Knecht ein verständiges Herz geben, daß er dein Volk zu richten wisse und unterscheiden könne, was gut und böse ist. Denn wer vermag dieses dein ansehnliches Volk zu richten?

10. Das gefiel dem HERRN wohl, daß Salomo um solches bat.

11. Und Gott sprach zu ihm: Weil du um solches bittest, und bittest nicht um Reichtum und bittest nicht um das Leben deiner Feinde, sondern bittest um Verstand zur Rechtspflege,

12. siehe, so habe ich nach deinen Worten getan. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben, daß deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und auch nach dir nicht aufkommen wird;

13. dazu habe ich dir auch gegeben, was du nicht gebeten hast, Reichtum und Ehre, daß deinesgleichen nicht sein soll unter den Königen dein ganzes Leben lang.

14. Und so du in meinen Wegen wandeln wirst, daß du meine Satzungen und Gebote beobachtest, wie dein Vater David gewandelt ist, so will ich dir ein langes Leben geben!

15. Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Als er nun nach Jerusalem kam, trat er vor die Bundeslade des HERRN und opferte Brandopfer und Dankopfer und machte allen seinen Knechten ein Mahl.

16. Zu der Zeit kamen zwei Dirnen zum König und traten vor ihn.

17. Und das eine Weib sprach: Ach, mein Herr, ich und dieses Weib wohnten in einem Hause, und ich gebar bei ihr im Hause;

18. und drei Tage, nachdem ich geboren hatte, gebar sie auch. Und wir waren beieinander, und kein Fremder war mit uns im Hause, nur wir beide waren im Hause.

19. Und der Sohn dieses Weibes starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlafe erdr√ľckt.

20. Und sie stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Busen, und ihren toten Sohn legte sie an meinen Busen.

21. Und als ich am Morgen aufstand, meinen Sohn zu säugen, siehe, da war er tot! Aber am Morgen sah ich ihn genau an und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.

22. Das andere Weib sprach: Nicht also, sondern mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot! Jene aber sprach: Nicht also, dein Sohn ist tot und mein Sohn lebt! Also redeten sie vor dem König.

23. Und der König sprach: Diese spricht: Der Sohn, der lebt, ist mein Sohn, und dein Sohn ist tot! Jene spricht: Nicht also, dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt!

24. Da sprach der König: Bringet mir ein Schwert! Und als das Schwert vor den König gebracht ward,

25. sprach der König: Zerschneide das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die eine Hälfte und jener die andere Hälfte!

26. Da sprach die Frau, welchem der lebendige Sohn geh√∂rte, zum K√∂nig (denn ihr Erbarmen √ľber ihren Sohn regte sich in ihr) und sagte: Bitte, mein Herr, gebt ihr das lebendige Kind und t√∂tet es nicht! Jene aber sprach: Es sei weder mein noch dein; teilet es!

27. Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das lebendige Kind und tötet es nicht! Sie ist seine Mutter!

28. Als nun ganz Israel vernahm, was f√ľr ein Urteil der K√∂nig gef√§llt hatte, f√ľrchteten sie sich vor dem K√∂nig; denn sie sahen, da√ü die Weisheit Gottes in seinem Herzen war, um Recht zu schaffen.

1. Und der K√∂nig Salomo regierte √ľber ganz Israel. Und dies waren seine obersten Beamten:

2. Asarja, der Sohn Zadoks, war Priester.

3. Elihoreph und Achija, die beiden Söhne Sisas, waren Schreiber; Josaphat, der Sohn Achiluds, war Kanzler,

4. und Benaja, der Sohn Jojadas, war Feldhauptmann; Zadok aber und Abjatar waren Priester;

5. Asarja, der Sohn Natans, war √ľber die Beamten; Sabud, der Sohn Natans, war Priester, des K√∂nigs Freund.

6. Achisar war √ľber das Haus gesetzt, und Adoniram, der Sohn Abdas, war Fronmeister.

7. Und Salomo hatte zw√∂lf V√∂gte √ľber ganz Israel, die den K√∂nig und sein Haus mit Speise versorgten; je einen Monat im Jahre lag jedem die Versorgung ob.

8. Und sie hießen also: Der Sohn Churs auf dem Gebirge Ephraim;

9. der Sohn Dekers zu Makaz und zu Saalbim und zu Beth-Semes und zu Elon bis Beth-Chanan;

10. der Sohn Heseds zu Arubbot, √ľber Socho und das ganze Land Hepher;

11. der Sohn Abinadabs √ľber ganz Naphet-Dor. Dieser hatte Taphat, Salomos Tochter, zum Weibe.

12. Baana, der Sohn Achiluds, zu Taanach und Megiddo und √ľber das ganze Beth-Sean, welches neben Zartan unterhalb Jesreel liegt, von Beth-Sean bis nach Abel-Mechola, bis jenseits Jokmeam.

13. Der Sohn Gebers zu Ramot in Gilead, der hatte die Dörfer Jairs, des Sohnes Manasses, in Gilead und die Gegend Argob, die in Basan liegt; sechzig große Städte, mit Mauern und ehernen Riegeln verwahrt.

14. Achinadab, der Sohn Iddos, zu Mahanaim; Achimaaz in Naphtali;

15. auch er hatte eine Tochter Salomos, Basmat, zum Weibe.

16. Baana, der Sohn Husais, in Asser und Bealot.

17. Josaphat, der Sohn Paruahas, in Issaschar.

18. Simei, der Sohn Elas, in Benjamin.

19. Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, im Lande Sihons, des Königs der Amoriter, und Ogs, des Königs von Basan. Nur ein Vogt war in diesem Lande.

20. Aber Juda und Israel waren zahlreich wie der Sand am Meer. Sie aßen und tranken und waren fröhlich.

21. Also war Salomo Herrscher √ľber alle K√∂nigreiche, vom Euphrat- Strome bis zum Philisterlande und bis an die Grenze √Ągyptens; sie brachten ihm Gaben und dienten ihm sein Leben lang.

22. Salomo aber bedurfte zum Unterhalt täglich dreißig Kor Semmelmehl und dreißig Kor anderes Mehl;

23. zehn gem√§stete Rinder und zwanzig Weiderinder und hundert Schafe, ausgenommen die Hirsche und Gazellen und Damhirsche und das gem√§stete Gefl√ľgel.

24. Denn er herrschte im ganzen Lande diesseits des Euphrat- Stromes von Tiphsach bis nach Gaza, √ľber alle K√∂nige diesseits des Stromes und hatte Frieden auf allen Seiten ringsum;

25. so daß Juda und Israel sicher wohnten, ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerseba, solange Salomo lebte.

26. Und Salomo hatte vierzigtausend Gespann Rosse f√ľr seine Wagen und zw√∂lftausend Reitpferde.

27. Und jene Vögte versorgten den König Salomo mit Speise; und alles, was zum Tische des Königs Salomo gehörte, brachte ein jeder in seinem Monat; sie ließen es an nichts mangeln.

28. Auch die Gerste und das Stroh f√ľr die Rosse und Wagenpferde brachten sie an den Ort, da er war, ein jeder nach seiner Ordnung.

29. Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr viel Verstand und Weite des Herzens, wie der Sand, der am Meeresufer liegt.

30. Und die Weisheit Salomos war gr√∂√üer als die Weisheit aller S√∂hne des Morgenlandes und als alle Weisheit der √Ągypter.

31. Ja, er war weiser als alle Menschen, auch weiser als Etan, der Esrachiter, und Heman und Kalkol und Dardan, die S√∂hne Machols; und er ward ber√ľhmt unter allen Nationen ringsum.

32. Und er redete dreitausend Spr√ľche; und seiner Lieder waren tausendundf√ľnf.

33. Er redete auch von den Bäumen, von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Mauer wächst. Auch redete er vom Vieh, von den Vögeln, von den Reptilien und von den Fischen.

34. Und es kamen aus allen Völkern, Salomos Weisheit zu hören, von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehört hatten.

1. Und Hiram, der König zu Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo; denn er hatte gehört, daß man ihn an seines Vaters Statt zum König gesalbt hatte; denn Hiram liebte David sein Leben lang.

2. Und Salomo sandte zu Hiram und ließ ihm sagen:

3. Du weißt, daß mein Vater David dem Namen des HERRN, seines Gottes, kein Haus bauen konnte wegen der Kriege, in die seine Nachbarn ihn verwickelten, bis der HERR sie unter seine Fußsohlen legte.

4. Nun aber hat mir der HERR, mein Gott, ringsum Ruhe gegeben, so daß weder ein Widersacher noch ein boshafter Angriff zu erwarten ist.

5. Siehe, nun habe ich gedacht, dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus zu bauen, wie der HERR zu meinem Vater David gesagt hat, indem er sprach: Dein Sohn, den ich an deiner Statt auf den Thron setzen werde, der soll meinem Namen ein Haus bauen!

6. So gebiete nun, daß man mir Zedern vom Libanon haue; und meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein, und den Lohn deiner Knechte will ich dir geben, soviel du verlangst; denn dir ist bekannt, daß niemand unter uns ist, der Holz zu hauen weiß wie die Zidonier.

7. Als nun Hiram die Worte Salomos h√∂rte, freute er sich hoch und sprach: Der HERR sei heute gelobt, der David einen weisen Sohn gegeben hat √ľber dieses gro√üe Volk!

8. Und Hiram sandte zu Salomo und ließ ihm sagen: Ich habe die Botschaft gehört, die du mir gesandt hast; ich will tun nach all deinem Begehren betreffs des Zedern und Zypressenholzes.

9. Meine Knechte sollen die St√§mme vom Libanon an das Meer hinabbringen; darauf will ich sie zu Fl√∂√üen machen auf dem Meere bis an den Ort, den du mir wirst sagen lassen, und ich will sie selbst wieder zerlegen, und du sollst sie holen lassen. Aber du sollst auch mein Begehren erf√ľllen und meinem Gesinde Speise geben!

10. Also gab Hiram dem Salomo Zedern und Zypressenholz nach all seinem Begehren.

11. Salomo aber gab dem Hiram zwanzigtausend Kor Weizen zur Speise f√ľr sein Gesinde und zwanzig Kor gesto√üenes √Ėl. Solches gab Salomo dem Hiram allj√§hrlich.

12. Und der HERR gab Salomo Weisheit, wie er ihm verheißen hatte; und es war Friede zwischen Hiram und Salomo; und die beiden machten einen Bund miteinander.

13. Der König Salomo hob auch aus ganz Israel Fronarbeiter aus, und es waren ihrer dreißigtausend Mann.

14. Und er sandte sie abwechselnd auf den Libanon, jeden Monat zehntausend Mann, so da√ü sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei Monate daheim. Und Adoniram war √ľber die Fronarbeiter gesetzt.

15. Und Salomo hatte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinmetzen im Gebirge,

16. ohne die Oberaufseher Salomos, die √ľber das Werk gesetzt waren, n√§mlich dreitausenddreihundert, welche √ľber das Volk, das am Werk arbeitete, zu gebieten hatten.

17. Und der König gebot, und sie brachen große Steine aus, kostbare Steine, nämlich Quadersteine zum Grunde des Hauses.

18. Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gibliter behieben sie und richteten das Holz und die Steine zum Bau des Hauses.

1. Im 480. Jahr nach dem Auszug der Kinder Israel aus √Ągypten, im vierten Jahre der Regierung Salomos √ľber Israel, im Monat Siv, das ist der zweite Monat, baute er dem HERRN das Haus.

2. Das Haus aber, das der König Salomo dem HERRN baute, war sechzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch.

3. Und er baute eine Halle vor dem Tempelhaus, zwanzig Ellen lang, gemäß der Breite des Hauses, und zehn Ellen breit, vor dem Hause her.

4. Und er machte an das Haus Fenster mit festeingef√ľgtem Gitterwerk.

5. Und er baute an die Wand des Hauses einen Anbau ringsum gegen die Wand des Hauses, sowohl des Tempels, als auch des Chors, und machte Seitengemächer ringsum.

6. Das unterste Stockwerk war f√ľnf Ellen breit, das mittlere sechs Ellen und das dritte sieben Ellen breit; denn er machte Abs√§tze an der Au√üenseite des Hauses ringsum, so da√ü sie nicht in die W√§nde des Hauses eingriffen.

7. Und als das Haus gebaut ward, wurde es aus Steinen, die fertig behauen aus dem Bruch kamen, gebaut, so daß man weder Hammer noch Meißel noch sonst ein eisernes Werkzeug im Hause hörte, während es gebaut wurde.

8. Der Eingang zum untersten Stockwerk befand sich an der rechten Seite des Hauses, und man stieg auf Wendeltreppen hinauf zum mittleren und vom mittleren zum dritten Stockwerk.

9. Also baute er das Haus und vollendete es und deckte das Haus mit Brettern und Balkenreihen von Zedernholz.

10. Er baute auch die Stockwerke am ganzen Haus, jedes f√ľnf Ellen hoch, und verband sie mit dem Haus durch Zedernbalken.

11. Und es erging ein Wort des HERRN an Salomo, das lautete also:

12. Dieses Haus betreffend, das du gebaut hast: Wirst du in meinen Satzungen wandeln und alle meine Gebote halten und beobachten, so da√ü du darin wandelst, so will ich mein Wort an dir erf√ľllen, das ich deinem Vater David verhei√üen habe;

13. und ich will mitten unter den Kindern Israel wohnen und will mein Volk Israel nicht verlassen!

14. Also baute Salomo das Haus und vollendete es.

15. Und er bekleidete die Wände des Hauses inwendig mit Brettern von Zedern, von des Hauses Boden an bis an die Balken der Decke, und täfelte es mit Holz inwendig und belegte den Boden des Hauses mit Brettern von Zypressenholz.

16. Und er baute in einem Abstand von zwanzig Ellen von der hintern Seite des Hauses eine zederne Wand, vom Boden bis zum Gebälk, und baute es inwendig aus zum Chor, zum Allerheiligsten.

17. Aber das Tempelhaus vor dem Chor war vierzig Ellen lang.

18. Und das Zedernholz inwendig am Hause war Schnitzwerk von Koloquinten und aufgebrochenen Blumen. Alles war von Zedernholz, so daß man keinen Stein sah.

19. Aber den Chor richtete er im Innern des Hauses her, um die Bundeslade des HERRN dorthin zu stellen.

20. Und vor dem Chor; welcher zwanzig Ellen lang und zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch und mit feinem Gold √ľberzogen war; t√§felte er den Altar mit Zedernholz.

21. Und Salomo √ľberzog das Haus inwendig mit feinem Gold, und er zog goldene Ketten vor dem Chore her, den er mit Gold √ľberzogen hatte,

22. also da√ü das ganze Haus v√∂llig mit Gold √ľberzogen war. Auch den Altar, der vor dem Chor stand, √ľberzog er mit Gold.

23. Er machte im Chor auch zwei Cherubim von √Ėlbaumholz, zehn Ellen hoch.

24. F√ľnf Ellen ma√ü der eine Fl√ľgel des Cherubs und f√ľnf Ellen der andere Fl√ľgel des Cherubs; zehn Ellen waren vom Ende des einen Fl√ľgels bis zum Ende des andern Fl√ľgels.

25. Auch der andere Cherub hatte zehn Ellen Fl√ľgelweite . Beide Cherubim hatten gleiches Ma√ü und gleiche Form.

26. Die Höhe des einen Cherubs betrug zehn Ellen, ebenso die Höhe des andern Cherubs.

27. Und er tat die Cherubim mitten ins innerste Haus. Und die Cherubim breiteten ihre Fl√ľgel aus, so da√ü der Fl√ľgel des einen Cherubs die eine Wand und der Fl√ľgel des andern Cherubs die andere Wand ber√ľhrte. Aber in der Mitte des Hauses ber√ľhrte ein Fl√ľgel den andern.

28. Und er √ľberzog die Cherubim mit Gold.

29. Und an allen Wänden des Hauses ließ er Schnitzwerk anbringen von Cherubim, Palmen und aufgebrochenen Blumen, innerhalb und außerhalb.

30. Auch den Boden des Hauses √ľberzog er mit Gold, innerhalb und au√üerhalb.

31. Den Eingang zum Chor machte er mit T√ľren von √Ėlbaumholz, Gesimse und Pfosten im F√ľnfeck.

32. Und er machte zwei T√ľrfl√ľgel von √Ėlbaumholz und lie√ü darauf Schnitzwerk von Cherubim, Palmen und aufgebrochenen Blumen anbringen und √ľberzog sie mit Gold; auch die Cherubim und die Palmen √ľberzog er mit Gold.

33. Ebenso machte er auch am Eingang des Tempels viereckige Pfosten von √Ėlbaumholz

34. und zwei T√ľrfl√ľgel aus Zypressenholz; aus zwei drehbaren Bl√§ttern bestand der eine Fl√ľgel, und aus zwei drehbaren Bl√§ttern der andere Fl√ľgel.

35. Und er machte darauf Schnitzwerk von Cherubim, Palmen und aufgebrochenen Blumen und √ľberzog sie mit Gold, das dem Schnitzwerk angepa√üt war.

36. Auch baute er den innern Vorhof mit drei Lagen Quadersteinen und einer Lage Zedernbalken.

37. Im vierten Jahre, im Monat Siv, war der Grund zum Hause des HERRN gelegt worden.

38. Und im elften Jahre, im Monat Bul, das ist im achten Monat, ward das Haus vollendet nach allen seinen Plänen und Vorschriften, so daß er sieben Jahre lang daran gebaut hatte.

1. Aber an seinem Hause baute Salomo dreizehn Jahre lang, bis er es vollendet hatte.

2. Er baute n√§mlich das Haus des Libanon-Waldes; hundert Ellen lang, f√ľnfzig Ellen breit und drei√üig Ellen hoch; auf vier Reihen von zedernen S√§ulen, auf denen zederne Balken lagen;

3. und ein Dach von Zedernholz oben √ľber den Gem√§chern, die √ľber den S√§ulen lagen, deren f√ľnfundvierzig waren, je f√ľnfzehn auf einer Reihe.

4. Und es waren drei Reihen Balken, und die Fenster lagen einander gegen√ľber, dreimal.

5. Und alle T√ľren und Pfosten waren viereckig, aus Geb√§lk, und ein Fenster dem andern gegen√ľber, dreimal.

6. Und er machte eine S√§ulenhalle, f√ľnfzig Ellen lang und drei√üig Ellen breit, und noch eine Vorhalle mit S√§ulen und einer Schwelle davor.

7. Dazu machte er eine Thronhalle, um dort zu richten, nämlich die Gerichtshalle, und er täfelte sie mit Zedernholz vom Fußboden bis zu den Balken der Decke.

8. Und sein Haus, da er wohnte, im andern Hof, einw√§rts von der Halle, war von der gleichen Bauart. Salomo baute auch f√ľr die Tochter des Pharao, die er zur Gemahlin genommen hatte, ein Haus gleich dieser Halle.

9. Solches alles ward gemacht aus kostbaren Steinen, nach der Schnur behauen, mit der Säge geschnitten auf der Innen und Außenseite, vom Grunde an bis zum Dach, und draußen bis zum großen Hof.

10. Die Grundfesten aber bestanden aus kostbaren, großen Steinen, aus Steinen von zehn Ellen und Steinen von acht Ellen Länge ,

11. und dar√ľber lagen kostbare Steine, nach dem Ma√ü behauen, und Zedernbalken.

12. Aber der große Hof, ringsumher, hatte eine Mauer von drei Lagen behauener Steine und einer Lage Zedernbalken; ebenso der innere Hof des Hauses des HERRN und die Halle des Hauses.

13. Und der König Salomo sandte hin und ließ Hiram von Tyrus holen;

14. der war Sohn einer Witwe aus dem Stamme Naphtali, sein Vater war ein Mann von Tyrus, ein Erzschmied. Der war voll Weisheit, Verstand und Kunstsinn, um allerlei Arbeiten in Erz auszuf√ľhren. Er kam zum K√∂nig Salomo und f√ľhrte alle Arbeiten f√ľr ihn aus.

15. Er goß die beiden ehernen Säulen; achtzehn Ellen hoch war jede Säule, ein Faden von zwölf Ellen vermochte sie zu umspannen.

16. Und er machte zwei Kn√§ufe, aus Erz gegossen, um sie oben auf die S√§ulen zu setzen, und jeder Knauf war f√ľnf Ellen hoch.

17. Kr√§nze, als w√§ren sie geflochten, und Schn√ľre wie Ketten, waren an den Kn√§ufen oben auf den S√§ulen, sieben an dem einen Knauf und sieben an dem andern Knauf.

18. Und so machte er die Säulen; und zwei Reihen von Granatäpfeln gingen rings um das eine Flechtwerk, um die Knäufe zu bedecken, die oben auf den Säulen waren, und ebenso machte er es an dem andern Knauf.

19. Und die Knäufe oben auf den Säulen waren gemacht wie Lilien, vier Ellen hoch .

20. Und die Kn√§ufe auf den beiden S√§ulen hatten auch oberhalb, nahe bei der Ausbauchung, welche √ľber dem Flechtwerk war, zweihundert Granat√§pfel, ringsum in Reihen geordnet.

21. Und er richtete die Säulen auf bei der Halle des Tempels und nannte die, welche er zur Rechten setzte, Jachin, und die zur Linken hieß er Boas.

22. Und oben auf die Säulen kam das Lilienwerk. Damit war die Arbeit an den Säulen vollendet.

23. Er machte auch das gegossene Meer, zehn Ellen weit von einem Rande bis zum andern, es war ringsherum rund und f√ľnf Ellen hoch. Und eine drei√üig Ellen lange Schnur vermochte es zu umspannen.

24. Unterhalb seines Randes umgaben es Koloquinten, je zehn auf die Elle. Der Koloquinten aber waren zwei Reihen, gegossen aus einem Guß mit dem Meer.

25. Es stand auf zwölf Rindern, deren drei gegen Mitternacht, drei gegen Abend, drei gegen Mittag und drei gegen Morgen sahen; und das Meer ruhte oben auf ihnen, und das Hinterteil von allen war einwärts gekehrt.

26. Seine Dicke aber betrug eine Handbreite, und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie die Bl√ľte einer Lilie, und es fa√üte zweitausend Bat.

27. Er machte auch zehn eherne Ständer. Jeder Ständer war vier Ellen lang und vier Ellen breit und drei Ellen hoch.

28. Diese Ständer aber waren so eingerichtet, daß sie Felder zwischen den Eckleisten hatten.

29. Und auf den Feldern zwischen den Eckleisten waren Löwen, Rinder und Cherubim; und auf den Eckleisten war es oben ebenso, und unterhalb der Löwen und Rinder waren herabhängende Kränze.

30. Und jeder St√§nder hatte vier eherne R√§der mit ehernen Achsen; an seinen vier Ecken waren Schulterst√ľcke; unter dem Becken waren die Schulterst√ľcke angegossen, gegen√ľber den Kr√§nzen.

31. Und seine √Ėffnung, innerhalb des Kopfst√ľckes und dar√ľber, ma√ü eine Elle, und seine √Ėffnung war rund, nach Art eines S√§ulenfu√ües, anderthalb Ellen; auch an seiner √Ėffnung war Bildwerk; ihre Felder waren viereckig, nicht rund.

32. Die vier Räder aber standen unterhalb der Leisten, und die Achsen der Räder waren an dem Ständer. Jedes Rad war anderthalb Ellen hoch.

33. Und es waren Räder wie Wagenräder. Und ihre Achsen, Naben, Speichen und Felgen waren alle gegossen.

34. Es waren auch vier Schulterst√ľcke an den vier Ecken eines jeden St√§nders, die waren aus einem Gu√ü mit dem St√§nder.

35. Oben an dem Ständer lief eine Art von Gestell von der Höhe einer halben Elle ringsherum, und oben am Ständer waren seine Halter; diese und die Felder aus einem Guß mit ihm.

36. Und er grub auf die Tafeln seiner Seiten und auf seine Leisten Cherubim, Löwen und Palmbäume ein, je nachdem Raum vorhanden war, und Kränze ringsum.

37. So machte er die zehn Ständer alle aus einem Guß, nach einerlei Maß und Form.

38. Und er machte zehn eherne Kessel, vierzig Bat gingen in einen Kessel; ein jeder war vier Ellen weit, und auf jedem der zehn Ständer war ein Kessel.

39. Er setzte aber f√ľnf St√§nder an die rechte Seite und die andern f√ľnf an die linke Seite des Hauses. Aber das Meer stellte er auf die rechte Seite des Hauses, nach S√ľdosten hin.

40. Und Hiram machte die T√∂pfe, Schaufeln und Becken; so vollendete er das ganze Werk, welches er dem K√∂nig Salomo f√ľr das Haus des HERRN zu machen hatte:

41. die beiden Säulen und die Kugeln der Knäufe oben auf den beiden Säulen, und die beiden Kränze, um die Kugeln der Knäufe auf den Säulen zu decken.

42. Auch die vierhundert Granatäpfel an den beiden Kränzen, je zwei Reihen Granatäpfel an einem Kranz, um die zwei Kugeln der Knäufe auf den Säulen zu bedecken.

43. Dazu die zehn Ständer und die zehn Kessel oben auf den Ständern.

44. Und das eine Meer und die zwölf Rinder unter dem Meer.

45. Und die T√∂pfe, Schaufeln und Becken. Und alle diese Ger√§te, die Hiram dem K√∂nig Salomo machte f√ľr das Haus des HERRN, waren von gl√§nzendem Erz.

46. In der Gegend am Jordan ließ sie der König gießen in lehmiger Erde, zwischen Sukkot und Zartan.

47. Und Salomo ließ alle diese Geräte ungewogen wegen der sehr großen Menge des Erzes; denn das Gewicht des Erzes konnte man nicht ermitteln.

48. Salomo machte auch alle Geräte, die zum Hause des HERRN gehörten: den goldenen Altar, den goldenen Tisch, worauf die Schaubrote lagen;

49. f√ľnf Leuchter zur Rechten und f√ľnf Leuchter zur Linken, vor dem Chor, von feinem Gold, mit goldenen Blumen, Lampen und Lichtscheren.

50. Dazu Schalen, Messer, Becken, Pfannen und Rauchn√§pfe von feinem Gold. Auch die Angeln an den T√ľren des innern Hauses, des Allerheiligsten, und an den T√ľren des Tempelhauses waren von Gold.

51. Als nun das ganze Werk vollendet war, welches der König Salomo am Hause des HERRN machte, brachte Salomo hinein, was sein Vater David geheiligt hatte: das Silber und das Gold und die Geräte legte er in den Schatz des Hauses des HERRN.

1. Darnach versammelte Salomo die √Ąltesten Israels und alle H√§upter der St√§mme, die F√ľrsten der israelitischen Geschlechter bei sich in Jerusalem, um die Bundeslade des HERRN hinaufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.

2. Und es versammelten sich alle Männer Israels beim König Salomo zum Fest im Monat Etanim, das ist der siebente Monat.

3. Als nun alle √Ąltesten Israels kamen, trugen die Priester die Lade des HERRN

4. und brachten die Lade des HERRN hinauf, dazu die Stiftsh√ľtte und alle Ger√§te des Heiligtums, die in der Stiftsh√ľtte waren. Das trugen die Priester und Leviten hinauf.

5. Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich zu ihm versammelt hatte, standen vor der Lade und opferten Schafe und Rinder, so viele, daß man sie vor Menge nicht zählen noch berechnen konnte.

6. Also brachten die Priester die Bundeslade an ihren Ort, in den Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Fl√ľgel der Cherubim.

7. Denn die Cherubim breiteten die Fl√ľgel aus √ľber den Ort, wo die Lade stand, und bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.

8. Die Stangen aber waren so lang, daß ihre Spitzen im Heiligtum vor dem Chor gesehen wurden; aber draußen wurden sie nicht gesehen, und sie blieben daselbst bis auf diesen Tag.

9. Es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln, welche Mose am Horeb hineingelegt hatte, als der HERR mit den Kindern Israel einen Bund machte, als sie aus dem Lande √Ągypten gezogen waren.

10. Als aber die Priester aus dem Heiligtum traten, erf√ľllte die Wolke das Haus des HERRN,

11. also da√ü die Priester wegen der Wolke nicht hintreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erf√ľllte das Haus des HERRN.

12. Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, er wolle im Dunkeln wohnen.

13. So habe ich nun ein Haus gebaut, dir zur Wohnung; einen Sitz, daß du da ewiglich bleiben mögest!

14. Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israel; und die ganze Gemeinde Israel stand.

15. Und er sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der meinem Vater David durch seinen Mund verhei√üen und es auch durch seine Hand erf√ľllt hat, da er sagte:

16. Seit dem Tage, da ich mein Volk Israel aus √Ągypten f√ľhrte, habe ich unter allen St√§mmen Israels niemals eine Stadt erw√§hlt, da√ü mir dort ein Haus gebaut w√ľrde, damit mein Name daselbst w√§re; aber ich habe David erw√§hlt, da√ü er √ľber mein Volk Israel herrsche.

17. Nun hatte zwar mein Vater David im Sinn, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.

18. Aber der HERR sprach zu meinem Vater David: Daß du dir vornahmst, meinem Namen ein Haus zu bauen, da hast du wohlgetan, dir solches vorzunehmen;

19. doch sollst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen ein Haus bauen.

20. Und der HERR hat sein Wort erf√ľllt, das er geredet hat; denn ich bin an meines Vaters David Statt getreten und sitze auf dem Thron Israels, wie der HERR geredet hat, und ich habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels,

21. ein Haus gebaut und daselbst einen Ort zugerichtet f√ľr die Lade, darin das Gesetz des Bundes des HERRN ist, den er mit unsern V√§tern gemacht hat, als er sie aus dem Lande √Ągypten f√ľhrte.

22. Darnach trat Salomo vor den Altar des HERRN, angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach:

23. O HERR, Gott Israels! Dir, o Gott, ist niemand gleich, weder oben im Himmel noch unten auf Erden, der du den Bund und die Gnade bewahrst deinen Knechten, die vor dir wandeln;

24. der du deinem Knechte, meinem Vater David, gehalten, was du ihm versprochen hast; ja, was du mit deinem Munde geredet hattest, das hast du mit deiner Hand erf√ľllt, wie es heute der Fall ist.

25. Und nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm versprochen hast, als du sagtest: Es soll dir nicht mangeln an einem Mann vor mir, welcher auf dem Thron Israels sitze, insofern deine Kinder ihren Weg bewahren, daß sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist!

26. Und nun, o Gott Israels, laß doch dein Wort wahr werden, welches du zu deinem Knecht, meinem Vater David, geredet hast!

27. Aber wohnt Gott wirklich auf Erden? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel mögen dich nicht fassen; wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe?

28. Wende dich aber zum Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, o HERR, mein Gott, daß du hörest das Flehen und das Gebet, welches dein Knecht heute vor dir tut,

29. da√ü deine Augen Tag und Nacht offen stehen √ľber diesem Haus, √ľber dem Ort, davon du gesagt hast: Mein Name soll daselbst sein. So wollest du denn h√∂ren das Gebet, welches dein Knecht an dieser St√§tte tut,

30. und wollest erhören das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie an diesem Ort tun; ja, du wollest es hören am Ort deiner Wohnung im Himmel, und wenn du es hörst, so vergib!

31. Wenn jemand wider seinen N√§chsten s√ľndigt, und man ihm einen Eid auferlegt, den er schw√∂ren soll, und er kommt und schw√∂rt vor deinem Altar in diesem Hause,

32. so wollest du h√∂ren im Himmel und verschaffen, da√ü deinen Knechten Recht gesprochen wird, indem du den Schuldigen verurteilst, sein Tun auf sein Haupt zur√ľckfallen l√§ssest, den Gerechten aber rechtfertigst, ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst.

33. Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie an dir ges√ľndigt haben, und sie kehren wieder zu dir zur√ľck und bekennen deinen Namen, beten und flehen zu dir in diesem Hause,

34. so wollest du h√∂ren im Himmel und die S√ľnde deines Volkes vergeben und sie wieder in das Land bringen, das du ihren V√§tern gegeben hast.

35. Wenn der Himmel verschlossen ist und es nicht regnet, weil sie an dir ges√ľndigt haben, und sie dann an diesem Orte beten und deinen Namen bekennen und sich von ihren S√ľnden abwenden, weil du sie dem√ľtigst,

36. so wollest du es h√∂ren im Himmel und die S√ľnde deiner Knechte und deines Volkes Israel vergeben, indem du sie den guten Weg lehrest, auf dem sie wandeln sollen, und wollest regnen lassen auf dein Land, welches du deinem Volk zum Erbe gegeben hast.

37. Wenn Hungersnot im Lande sein wird, wenn eine Pestilenz ausbricht, wenn Kornbrand, Vergilben des Getreides , Heuschrecken und Fresser sein werden, wenn sein Feind es belagert im Lande seiner Tore, wenn irgend eine Plage, irgend eine Krankheit auftritt,

38. was immer alsdann irgend ein Mensch von deinem ganzen Volke Israel bittet und fleht, wenn sie sp√ľren, wie ihnen das Gewissen schl√§gt, und sie ihre H√§nde ausbreiten nach diesem Hause,

39. so mögest du es hören in deiner Wohnung im Himmel und vergeben und eingreifen und einem jeden geben, wie er gewandelt hat, wie du sein Herz kennst (denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder)

40. auf da√ü sie dich f√ľrchten allezeit, solange sie leben im Lande, das du ihren V√§tern gegeben hast!

41. Aber auch wenn ein Fremdling, der nicht zu deinem Volke Israel gehört, aus fernem Lande kommt um deines Namens willen

42. denn sie werden hören von deinem großen Namen und von deiner mächtigen Hand und von deinem ausgestreckten Arm, wenn er kommt, um in diesem Hause zu beten,

43. so wollest du es h√∂ren in deiner Wohnung im Himmel und alles tun, um was der Fremdling dich anrufen wird, auf da√ü alle V√∂lker auf Erden deinen Namen erkennen und dich f√ľrchten wie dein Volk Israel und erfahren, da√ü dieses Haus, welches ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt ist.

44. Wenn dein Volk in den Krieg zieht wider seine Feinde, auf dem Weg, den du sie senden wirst, und sie zum HERRN beten nach der Stadt gewandt, die du erwählt hast, und nach dem Hause, das ich deinem Namen erbaut habe,

45. so wollest du im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen hören und ihnen Recht verschaffen!

46. Wenn sie wider dich s√ľndigen (denn es ist kein Mensch, der nicht s√ľndigt) und du wider sie z√ľrnst und sie ihren Feinden √ľbergibst, so da√ü diese sie gefangen abf√ľhren in das Land ihrer Feinde, es sei fern oder nah,

47. und sie in dem Lande, wo sie gefangen sind, in sich gehen und umkehren und im Lande ihrer Gefangenschaft zu dir flehen und sprechen: Wir haben ges√ľndigt und Unrecht getan und sind gottlos gewesen!

48. Wenn sie sich also zu dir kehren mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Lande ihrer Feinde, die sie weggef√ľhrt haben, und zu dir beten, nach ihrem Lande gewandt, das du ihren V√§tern gegeben hast, und nach der Stadt, welche du erw√§hlt hast, und nach dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe,

49. so wollest du in deiner Wohnung im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen h√∂ren und ihnen Recht schaffen, und wollest deinem Volke vergeben, was es an dir ges√ľndigt hat,

50. und alle Übertretungen, die es wider dich begangen hat, und du wollest sie Barmherzigkeit finden lassen bei denen, die sie gefangen halten, so daß sie sich ihrer erbarmen;

51. denn sie sind dein Volk und dein Erbe, das du aus √Ągypten, mitten aus dem eisernen Ofen, gef√ľhrt hast!

52. So wollest du denn deine Augen offen halten f√ľr das Flehen deines Knechtes und f√ľr das Flehen deines Volkes Israel, da√ü du sie erh√∂rest in allem, um was sie dich anrufen!

53. Denn du hast sie ausgesondert aus allen V√∂lkern auf Erden dir zum Erbe, wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsre V√§ter aus √Ągypten f√ľhrtest, o Herr, HERR!

54. Als nun Salomo dieses ganze Gebet und Flehen vor dem HERRN vollendet hatte, stand er auf von seinem Platz vor dem Altar des HERRN, wo er gekniet hatte, seine Hände gen Himmel gebreitet,

55. und er trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israel mit lauter Stimme und sprach:

56. Gelobet sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, ganz wie er versprochen hat! Von allen seinen guten Worten, welche er durch seinen Knecht Mose geredet hat, ist nicht eines dahingefallen.

57. Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unsern Vätern gewesen ist! Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht von uns ab,

58. unser Herz zu ihm zu neigen, daß wir in allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote, seine Satzungen und seine Rechte halten, welche er unsern Vätern geboten hat!

59. Und m√∂gen diese meine Worte, die ich vor dem HERRN gefleht habe, gegenw√§rtig sein vor dem HERRN, unserm Gott, bei Tag und bei Nacht, da√ü er Recht schaffe seinem Knecht und Recht seinem Volke Israel, Tag f√ľr Tag,

60. auf daß alle Völker auf Erden erkennen, daß er, der HERR, Gott ist, und keiner sonst!

61. Euer Herz aber sei ungeteilt mit dem HERRN, unserm Gott, daß ihr in seinen Satzungen wandelt und seine Gebote bewahrt, wie an diesem Tage!

62. Und der König und ganz Israel mit ihm brachten Opfer dar vor dem HERRN.

63. Und zwar brachte Salomo zum Dankopfer, das er dem HERRN opferte, 22000 Ochsen und 120000 Schafe. Also weihten der König und alle Kinder Israel das Haus des HERRN ein.

64. An jenem Tage weihte der K√∂nig den innern Vorhof, der vor dem Hause des HERRN war, damit, da√ü er Brandopfer, Speisopfer und das Fett der Dankopfer daselbst zurichtete; denn der eherne Altar, der vor dem HERRN stand, war zu klein f√ľr die Brandopfer, Speisopfer und f√ľr das Fett der Dankopfer.

65. So feierte Salomo zu jener Zeit ein Fest (und ganz Israel mit ihm, eine gro√üe Versammlung des Volkes von den Grenzen Chamats bis an den Bach √Ągyptens) vor dem HERRN, unserm Gott, sieben Tage und nochmals sieben Tage lang; das waren vierzehn Tage.

66. Am achten Tage entlie√ü er das Volk. Und sie segneten den K√∂nig und gingen hin zu ihren H√ľtten, fr√∂hlich und guten Mutes, wegen all des Guten, das der HERR an seinem Knechte David und an seinem Volke Israel getan hatte.

1. Und als Salomo das Haus des HERRN und das Haus des Königs vollendet hatte und alles, was er zu machen begehrte und wozu er Lust hatte,

2. da erschien ihm der HERR zum zweiten Mal, wie er ihm zu Gibeon erschienen war.

3. Und der HERR sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und dein Flehen erhört, das du vor mir gebetet hast. Ich habe dieses Haus geheiligt, welches du gebaut hast, daß ich meinen Namen daselbst wohnen lasse ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen daselbst sein allezeit.

4. Und was dich betrifft, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, so daß du alles tust, was ich dir geboten habe, und meine Satzungen und meine Rechte beobachtest,

5. so will ich den Thron deines K√∂nigtums √ľber Israel auf ewig befestigen, wie ich deinem Vater David versprochen habe, indem ich sagte: Es soll dir nicht mangeln an einem Mann auf dem Throne Israels!

6. Werdet ihr euch aber von mir abwenden, ihr und eure Kinder, und meine Gebote und meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht beobachten, sondern hingehen und anderen Göttern dienen und sie anbeten,

7. so werde ich Israel ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben habe, und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, von meinem Angesicht verwerfen, und Israel soll zum Sprichwort und zum Spott werden unter allen Völkern.

8. Und √ľber dieses Haus, so hoch es gewesen ist, wird jeder, der da vor√ľbergeht, sich entsetzen und spotten und sagen: Warum hat der HERR diesem Lande und diesem Hause also getan?

9. Alsdann wird man antworten: Weil sie den HERRN, ihren Gott, der ihre V√§ter aus √Ągyptenland gef√ľhrt hat, verlassen und sich an andere G√∂tter gehalten und sie angebetet und ihnen gedient haben. Darum hat der HERR all dies Ungl√ľck √ľber sie gebracht!

10. Als nun die zwanzig Jahre verflossen waren, in welchen Salomo die beiden Häuser, das Haus des HERRN und das Haus des Königs gebaut hatte,

11. wozu Hiram, der König von Tyrus, Salomo mit Zedern und Zypressenholz und Gold nach all seinem Begehr versorgt hatte, da gab der König Salomo dem Hiram zwanzig Städte im Lande Galiläa.

12. Und Hiram zog aus von Tyrus, die Städte zu besehen, die ihm Salomo gegeben hatte; aber sie gefielen ihm nicht.

13. Und er sprach: Was sind das f√ľr St√§dte, mein Bruder, die du mir gegeben hast? Und er hie√ü sie ¬ęLand Kabul¬Ľ bis auf diesen Tag.

14. Denn Hiram hatte dem König hundertundzwanzig Talente Gold gesandt.

15. Und so verhielt es sich mit den Fronarbeitern, welche der König Salomo aushob, um das Haus des HERRN und sein Haus und den Millo und die Mauern Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser zu bauen.

16. Denn Pharao, der K√∂nig von √Ągypten, war heraufgekommen und hatte Geser eingenommen und mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter, die in der Stadt wohnten, get√∂tet und hatte sie seiner Tochter, der Gemahlin Salomos, zur Mitgift gegeben.

17. Also baute Salomo Geser und das untere Beth-Horon;

18. auch Bahalat und Tadmor in der W√ľste, im Lande, und alle Vorratsst√§dte,

19. die Salomo hatte, und die Wagenstädte und die Reiterstädte und wozu Salomo Lust hatte zu bauen zu Jerusalem und im Libanon und im ganzen Land seiner Herrschaft.

20. Alles Volk, das von den Amoritern, Hetitern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern √ľbriggeblieben war und nicht zu den Kindern Israel geh√∂rte,

21. ihre S√∂hne, die im Lande nach ihnen √ľbriggeblieben waren, welche die Kinder Israel nicht ausrotten konnten, die hob Salomo zum Frondienst aus bis auf diesen Tag.

22. Aber von den Kindern Israel machte er keine zu Leibeigenen, sondern sie waren Kriegsleute und seine Diener und seine F√ľrsten und seine Wagenk√§mpfer und Oberste √ľber seine Wagen und √ľber seine Reiter.

23. Die Zahl der Oberaufseher, die Salomo √ľber das Werk gesetzt hatte, war 550; sie herrschten √ľber das Volk, welches an dem Werk arbeitete.

24. Sobald die Tochter des Pharao heraufgezogen war von der Stadt Davids in ihr Haus, das er f√ľr sie gebaut hatte, da baute er auch den Millo.

25. Und Salomo opferte dreimal im Jahre Brandopfer und Dankopfer auf dem Altar, den er dem HERRN gebaut hatte, und ließ zugleich räuchern auf demjenigen, welcher vor dem HERRN stand.

26. Und als er das Haus vollendet hatte, baute der König Salomo Schiffe zu Ezjon-Geber, welches bei Elot liegt, am Ufer des Schilfmeers im Lande der Edomiter.

27. Und Hiram sandte seine Knechte, die sich auf die Schiffe verstanden und auf dem Meere erfahren waren, mit den Knechten Salomos auf die Fahrt;

28. und sie gelangten bis nach Ophir und holten dort vierhundertundzwanzig Talente Gold und brachten es dem König Salomo.

1. Als aber die Königin von Saba den Ruhm Salomos wegen des Namens des HERRN vernahm, kam sie, ihn mit Rätseln zu erproben.

2. Sie kam aber nach Jerusalem mit sehr großem Reichtum, mit Kamelen, die Spezereien und sehr viel Gold und Edelsteine trugen. Und als sie zu Salomo kam, sagte sie ihm alles, was sie auf dem Herzen hatte.

3. Und Salomo erklärte ihr alles; es war dem König nichts verborgen, daß er es ihr nicht erklärt hätte.

4. Als aber die Königin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte,

5. und die Speise f√ľr seinen Tisch und die Wohnung seiner Knechte und das Auftreten seiner Dienerschaft und ihre Kleidung, auch sein Geschirr und die Brandopfer, die er im Hause des HERRN darbrachte, da geriet sie au√üer sich vor Erstaunen und sprach zum K√∂nig:

6. Das Wort ist wahr, welches ich in meinem Lande √ľber deine Sachen und √ľber deine Weisheit geh√∂rt habe!

7. Und ich habe den Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, es ist mir nicht die H√§lfte gesagt worden; du hast mehr Weisheit und Gut, als das Ger√ľcht sagt, das ich vernommen habe.

8. Selig sind deine Leute, selig diese deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören!

9. Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, so da√ü er dich auf den Thron Israels setzte! Weil der HERR Israel lieb hat ewiglich, darum hat er dich zum K√∂nig eingesetzt, da√ü du Recht und Gerechtigkeit √ľbest!

10. Und sie gab dem K√∂nig hundertundzwanzig Talente Gold und sehr viel Gew√ľrz und Edelsteine; nie wieder kam so viel Gew√ľrz, wie die K√∂nigin von Saba dem K√∂nig Salomo gab.

11. Dazu brachten die Schiffe Hirams, welche Gold aus Ophir f√ľhrten, sehr viel Sandelholz und Edelsteine von Ophir.

12. Und der K√∂nig lie√ü aus Sandelholz Treppen machen f√ľr das Haus des HERRN und f√ľr das Haus des K√∂nigs und Harfen und Psalter f√ľr die S√§nger; soviel Sandelholz ist nie mehr ins Land gekommen noch gesehen worden bis auf diesen Tag.

13. Und der K√∂nig Salomo gab der K√∂nigin von Saba alles, was sie w√ľnschte und erbat, au√üer dem, womit Salomo sie k√∂niglich beschenkte. Da kehrte sie um und zog in ihr Land samt ihren Knechten.

14. Das Gewicht des Goldes aber, das bei Salomo in einem Jahr einging, betrug 666 Talente,

15. außer dem, was die Karawanen und der Handel der Kaufleute und alle Könige Arabiens und die Statthalter des Landes brachten.

16. Und der K√∂nig Salomo lie√ü zweihundert Schilde von geh√§mmertem Golde machen; sechshundert Schekel Gold verwendete er f√ľr jeden Schild;

17. und dreihundert Tartschen von geh√§mmertem Gold; je drei Minen Gold verwendete er f√ľr eine Tartsche. Und der K√∂nig tat sie in das Haus des Libanonwaldes.

18. Ferner machte der K√∂nig einen gro√üen Thron von Elfenbein und √ľberzog ihn mit dem edelsten Golde.

19. Dieser Thron hatte sechs Stufen, und das Kopfst√ľck des Thrones war hinten rund, und auf beiden Seiten um den Sitz waren Lehnen, und zwei L√∂wen standen an den Lehnen.

20. Und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. Dergleichen ist niemals in irgend einem Königreiche gemacht worden.

21. Auch alle Trinkgeschirre des Königs Salomo waren golden, und alles Geschirr im Hause des Libanonwaldes war von feinem Gold; denn zu den Zeiten Salomos achtete man das Silber gar nicht.

22. Denn des Königs Tarsisschiffe fuhren auf dem Meer mit den Schiffen Hirams. Diese Tarsisschiffe kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.

23. Also ward der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle Könige auf Erden.

24. Und alle Welt begehrte Salomo zu sehen, um seine Weisheit zu hören, die ihm Gott ins Herz gegeben hatte.

25. Und sie brachten ihm ein jeder sein Geschenk: silberne und goldene Geschirre, Kleider, R√ľstungen, Gew√ľrz, Pferde und Maultiere, Jahr f√ľr Jahr.

26. Salomo brachte auch Wagen und Reiter zusammen, so daß er tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter hatte, die er in den Wagenstädten und bei dem König zu Jerusalem unterbrachte.

27. Und der K√∂nig machte, da√ü zu Jerusalem so viel Silber war wie Steine und so viel Zedernholz wie wilde Feigenb√§ume in den Gr√ľnden.

28. Und man brachte dem Salomo Pferde aus √Ągypten und ein Zug von Kaufleuten des K√∂nigs holte sie scharenweise um den Kaufpreis.

29. Und ein Wagen aus √Ągypten kam auf sechshundert Silberlinge zu stehen, und ein Pferd auf hundertundf√ľnfzig; ebenso brachte man sie durch ihre Vermittlung auch allen K√∂nigen der Hetiter und den K√∂nigen von Syrien.

1. Aber der König Salomo liebte viele ausländische Frauen neben der Tochter des Pharao: moabitische, ammonitische, edomitische, zidonische und hetitische,

2. aus den Völkern, von denen der HERR den Kindern Israel gesagt hatte: Geht nicht zu ihnen und lasset sie nicht zu euch kommen, denn sie werden gewiß eure Herzen zu ihren Göttern neigen! An diesen hing Salomo mit Liebe.

3. Und er hatte siebenhundert f√ľrstliche Frauen und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen neigten sein Herz.

4. Denn als Salomo alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden Göttern zu, daß sein Herz nicht mehr so vollkommen mit dem HERRN, seinem Gott, war wie das Herz seines Vaters David.

5. Also lief Salomo der Astarte nach, der Gottheit der Zidonier, und Milkom, dem Greuel der Ammoniter.

6. Und Salomo tat, was böse war in den Augen des HERRN, und folgte dem Herrn nicht gänzlich nach, wie sein Vater David.

7. Auch baute Salomo eine Höhe dem Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem Moloch, dem Greuel der Kinder Ammon.

8. Und ebenso tat er f√ľr alle seine ausl√§ndischen Frauen, die ihren G√∂ttern r√§ucherten und opferten.

9. Aber der HERR ward zornig √ľber Salomo, weil sein Herz sich abgewandt hatte von dem HERRN, dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war,

10. ja, der ihm gerade dar√ľber Befehl gegeben hatte, da√ü er nicht andern G√∂ttern nachwandeln solle; aber er beachtete nicht, was ihm der HERR geboten hatte.

11. Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil solches von dir geschehen ist und du meinen Bund nicht bewahrt hast, noch meine Satzungen, die ich dir geboten habe, so will ich dir gewiß das Königreich entreißen und es deinem Knechte geben.

12. Doch zu deiner Zeit will ich es nicht tun, um deines Vaters David willen; der Hand deines Sohnes will ich es entreißen.

13. Nur will ich ihm nicht das ganze Reich entreißen; einen Stamm will ich deinem Sohne geben, um meines Knechtes David und um Jerusalems willen, die ich erwählt habe.

14. Und der HERR erweckte dem Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, er war vom königlichen Samen in Edom.

15. Denn als David in Edom war, und als Joab, der Feldhauptmann, hinaufzog, um die Erschlagenen zu begraben, erschlug er, was männlich war in Edom.

16. Denn Joab blieb sechs Monate lang daselbst mit ganz Israel, bis er alles ausgerottet hatte, was in Edom männlich war.

17. Da floh Hadad und mit ihm etliche Edomiter von den Knechten seines Vaters, um nach √Ągypten zu gehen; Hadad aber war noch ein kleiner Knabe.

18. Und sie machten sich auf von Midian und kamen gen Paran, nahmen Leute mit sich aus Paran und kamen nach √Ągypten zum Pharao, dem K√∂nig von √Ągypten; der gab ihm ein Haus, versprach ihm Nahrung und gab ihm Land.

19. Und Hadad fand große Gnade beim Pharao, so daß er ihm auch seiner Gemahlin Schwester, die Schwester der Gebieterin Tachpenes, zum Weibe gab.

20. Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn, und Tachpenes zog ihn auf im Hause des Pharao, so daß Genubat im Hause des Pharao unter den Kindern des Pharao war.

21. Als nun Hadad in √Ągypten h√∂rte, da√ü David sich zu seinen V√§tern gelegt habe, und da√ü Joab, der Feldhauptmann, tot sei, sprach Hadad zum Pharao: La√ü mich in mein Land ziehen!

22. Der Pharao sprach zu ihm: Was mangelt dir bei mir, daß du in dein Land ziehen willst? Er sprach: Nichts; aber laß mich gehen!

23. Und Gott erweckte ihm noch einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn Hadad-Eser, dem König zu Zoba, geflohen war.

24. Der sammelte M√§nner um sich und war Rottenf√ľhrer, als David sie schlug; und sie zogen nach Damaskus und wohnten daselbst und regierten zu Damaskus.

25. Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte, au√üer dem √úbel, das Hadad tat; und er hatte einen Widerwillen gegen Israel und wurde K√∂nig √ľber Syrien.

26. Auch Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimiter von Zareda, Salomos Knecht, dessen Mutter, eine Witwe, Zeruha hieß, erhob die Hand wider den König.

27. Und dies ist der Anla√ü, bei welchem er die Hand wider den K√∂nig erhob: Salomo baute Millo und schlo√ü damit eine L√ľcke an der Stadt Davids, seines Vaters.

28. Nun war Jerobeam ein t√ľchtiger Mann; als aber Salomo sah, da√ü der J√ľngling arbeitsam war, setzte er ihn √ľber alle Lasttr√§ger des Hauses Josephs.

29. Es begab sich aber zu jener Zeit, als Jerobeam aus Jerusalem wegging, fand ihn der Prophet Achija von Silo auf dem Wege; der hatte einen neuen Mantel an, und sie waren beide allein auf dem Felde.

30. Und Achija fa√üte den neuen Mantel, den er anhatte, und zerri√ü ihn in zw√∂lf St√ľcke

31. und sprach zu Jerobeam: Nimm die zehn St√ľcke! Denn also spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will das K√∂nigreich der Hand Salomos entrei√üen und dir zehn St√§mme geben.

32. Einen Stamm soll er haben, um meines Knechtes David und um der Stadt Jerusalem willen, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe;

33. darum, weil sie mich verlassen und Astarte, die Gottheit der Zidonier, Kamos, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter, angebetet haben und nicht in meinen Wegen gewandelt sind, um zu tun, was in meinen Augen recht ist, nach meinen Satzungen und Rechten, wie sein Vater David getan hat.

34. Doch will ich nicht das ganze Reich aus seiner Hand nehmen, sondern ich will ihn als F√ľrst belassen sein Leben lang, um meines Knechtes David willen, den ich erw√§hlt habe, der meine Gebote und Satzungen beobachtet hat.

35. Aber ich will das Königreich aus der Hand seines Sohnes nehmen und dir zehn Stämme geben;

36. und will seinem Sohn einen Stamm geben, daß mein Knecht David immerdar vor mir eine Leuchte habe in der Stadt Jerusalem, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dahin zu setzen.

37. So will ich nun dich nehmen, und du sollst regieren √ľber alles, was dein Herz begehrt und K√∂nig sein √ľber Israel.

38. Wirst du nun allem gehorchen, was ich dir gebieten werde, und in meinen Wegen wandeln und tun, was in meinen Augen recht ist, daß du meine Satzungen und meine Gebote beobachtest, wie mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es David gebaut habe, und will dir Israel geben.

39. Und ich will den Samen Davids um deswillen dem√ľtigen, doch nicht immerdar!

40. Salomo aber trachtete, Jerobeam zu t√∂ten; da machte sich Jerobeam auf und floh nach √Ągypten zu Sisak, dem K√∂nig von √Ągypten, und verblieb in √Ągypten, bis Salomo starb.

41. Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, ist das nicht geschrieben im Buche der Geschichte Salomos?

42. Die Zeit aber, w√§hrend welcher Salomo √ľber ganz Israel zu Jerusalem regierte, betr√§gt vierzig Jahre.

43. Und Salomo entschlief mit seinen Vätern und ward begraben in der Stadt Davids, seines Vaters; und Rehabeam, sein Sohn, ward König an seiner Statt.

Significados: Altar, Israel, Gaza, Edom.

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Este l√≠vro comp√īe o Antigo Testamento, tem 22 cap√≠tulos, e 816 vers√≠culos.