2 Reis

1. Im dritten Jahre Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, ward Hiskia König, der Sohn des Ahas, des Königs von Juda.

2. Mit f√ľnfundzwanzig Jahren ward er K√∂nig und regierte neunundzwanzig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie√ü Abia, eine Tochter Sacharias.

3. Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater David getan hatte.

4. Er tat die Höhen ab und zerbrach die Säulen und hieb die Ascheren um und zerstieß die eherne Schlange, welche Mose gemacht hatte; denn bis zu dieser Zeit hatten die Kinder Israel ihr geräuchert, und man hieß sie Nechuschtan.

5. Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, so daß unter allen Königen von Juda keiner seinesgleichen war, weder nach ihm noch vor ihm.

6. Er hing dem HERRN an, wich nicht von ihm ab und beobachtete die Gebote, welche der HERR dem Mose geboten hatte.

7. Und der HERR war mit ihm; und wo er hinzog, handelte er weislich. Er fiel auch ab von dem assyrischen König und diente ihm nicht.

8. Und er schlug die Philister bis hin nach Gaza und dessen Gebiet, vom Wachtturm bis an die festen Städte.

9. Es geschah aber im vierten Jahr des Königs Hiskia (das war das siebente Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel), da zog Salmanassar, der König von Assyrien, wider Samaria herauf und belagerte es.

10. Und sie eroberten es nach drei Jahren; im sechsten Jahre Hiskias (das ist das neunte Jahr Hoseas, des Königs von Israel) ward Samaria genommen.

11. Und der K√∂nig von Assyrien f√ľhrte Israel nach Assyrien hinweg und siedelte sie in Chalach und Chabor, am Flusse Gosan, und in den St√§dten der Meder an,

12. weil sie der Stimme des HERRN, ihres Gottes, nicht gehorcht und seinen Bund gebrochen hatten, alles, was Mose, der Knecht des HERRN, geboten; sie hatten nicht darauf gehört und es nicht getan.

13. Aber im vierzehnten Jahre des Königs Hiskia zog Sanherib, der König von Assyrien, herauf wider alle festen Städte Judas und nahm sie ein.

14. Da sandte Hiskia, der K√∂nig von Juda, Boten zum K√∂nig von Assyrien nach Lachis und lie√ü ihm sagen: Ich habe mich vers√ľndigt! Ziehe ab von mir; was du mir auferlegst, will ich tragen! Da legte der K√∂nig von Assyrien Hiskia, dem K√∂nig von Juda, dreihundert Talente Silber und drei√üig Talente Gold auf.

15. Und Hiskia gab ihm alles Silber, das sich im Hause des HERRN und in den Schätzen des königlichen Hauses vorfand.

16. Zu jener Zeit lie√ü Hiskia, der K√∂nig von Juda, das Gold abschneiden von den T√ľren am Tempel des HERRN und von den Pfosten, die er selbst hatte √ľberziehen lassen, und gab es dem K√∂nig von Assyrien.

17. Und der König von Assyrien sandte den Tartan und den Rabsaris und den Rabschake mit großer Macht von Lachis aus zum König Hiskia gen Jerusalem. Und sie zogen herauf, und als sie vor Jerusalem anlangten, hielten sie an der Wasserleitung des obern Teiches, die an der Straße des Walkerfeldes liegt; und sie riefen den König.

18. Da gingen zu ihnen hinaus Eljakim, der Sohn Hilkias, der √ľber das Haus gesetzt war, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der Kanzler.

19. Und Rabschake sprach zu ihnen: Saget doch dem Hiskia: So spricht der gro√üe K√∂nig, der K√∂nig von Assyrien: Was ist das f√ľr ein Trost, darauf du dich vertr√∂stest?

20. Wenn du sagst: ¬ęEs ist Rat und Macht zum Krieg vorhanden¬Ľ, so ist das leeres Geschw√§tz! Auf wen vertraust du denn, da√ü du von mir abtr√ľnnig geworden bist?

21. Siehe, du vertraust jetzt auf jenen zerbrochenen Rohrstab, auf √Ągypten, welcher jedem, der sich darauf lehnt, in die Hand f√§hrt und sie durchbohrt! Also ist der Pharao, der K√∂nig von √Ągypten, allen denen, die auf ihn vertrauen!

22. Wenn ihr mir aber sagen wolltet: Wir vertrauen auf den HERRN, unsern Gott! ist das nicht der, dessen Höhen und Altäre Hiskia abgetan hat, während er zu Juda und zu Jerusalem sprach: Vor diesem Altar sollt ihr anbeten zu Jerusalem?

23. Wette doch jetzt einmal mit meinem Herrn, dem König von Assyrien: ich will dir zweitausend Pferde geben, wenn du die Reiter dazu stellen kannst!

24. Wie wolltest du auch nur einem der geringsten F√ľrsten von meines Herrn Knechten begegnen? Doch du vertraust ja auf √Ągypten, wegen der Wagen und Reiter!

25. Bin ich nun aber etwa ohne den HERRN gegen diesen Ort heraufgezogen, ihn zu verderben? Der HERR hat zu mir gesagt: Ziehe wider dieses Land hinauf und verderbe es!

26. Da sprachen Eljakim, der Sohn Hilkias, und Sebna und Joah zu Rabschake: Rede doch mit deinen Knechten aramäisch; denn wir verstehen es, und rede nicht judäisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist!

27. Rabschake aber sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, solche Worte zu reden, und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?

28. Und Rabschake trat vor und rief mit lauter Stimme auf judäisch, redete und sprach: Hört das Wort des großen Königs, des Königs von Assyrien!

29. So spricht der K√∂nig: La√üt euch von Hiskia nicht verf√ľhren; denn er kann euch nicht aus meiner Hand erretten!

30. Laßt euch auch von Hiskia nicht auf den HERRN vertrösten, wenn er sagt: Der HERR wird uns gewiß erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden!

31. Höret nicht auf Hiskia; denn also spricht der König von Assyrien: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus; so soll ein jeder von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und das Wasser seines Brunnens trinken,

32. bis da√ü ich komme und euch in das Land hole, das eurem Lande gleich ist; ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, ein Land von √Ėlb√§umen und Honig; so werdet ihr am Leben bleiben und nicht sterben. H√∂rt nicht auf Hiskia; denn er verf√ľhrt euch, wenn er sagt: Der HERR wird uns erretten!

33. Haben auch die Götter der Völker ein jeder sein Land aus der Hand des Königs von Assyrien errettet?

34. Wo sind die Götter zu Chamat und Arpad? Wo sind die Götter zu Sepharwaim, Hena und Iwa? Haben sie etwa Samaria von meiner Hand errettet?

35. Wo ist einer unter allen Göttern der Länder, der sein Land aus meiner Hand errettet hätte, daß der HERR Jerusalem aus meiner Hand erretten sollte!

36. Das Volk aber schwieg still und antwortete ihm nichts; denn der König hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts!

37. Da kamen Eljakim, der Sohn Hilkias, der √ľber das Haus gesetzt war, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der Kanzler, zu Hiskia, mit zerrissenen Kleidern und meldeten ihm die Worte Rabschakes.

1. Als aber der König Hiskia solches hörte, zerriß er seine Kleider, legte einen Sack an und ging in das Haus des HERRN.

2. Und er sandte Eljakim, der √ľber das Haus gesetzt war, und Sebna, den Schreiber, und die √§ltesten Priester, mit S√§cken angetan, zum Propheten Jesaja, dem Sohne des Amoz.

3. Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Not und der Vorw√ľrfe und ein Tag der Schmach; denn die Kinder sind bis zum Durchbruch gekommen, aber da ist keine Kraft zur Geburt!

4. Vielleicht wird der HERR, dein Gott, h√∂ren alle Worte Rabschakes, den sein Herr, der K√∂nig von Assyrien, gesandt hat, den lebendigen Gott zu h√∂hnen, und wird die Reden strafen, welche der HERR, dein Gott, geh√∂rt hat. So wollest du denn F√ľrbitte einlegen f√ľr den Rest, der noch vorhanden ist!

5. Und als die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja kamen,

6. sprach Jesaja zu ihnen: Also sollt ihr eurem Herrn sagen: So spricht der HERR: F√ľrchte dich nicht vor den Worten, die du geh√∂rt hast, womit die Knaben des K√∂nigs von Assyrien mich gel√§stert haben!

7. Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, da√ü er ein Ger√ľcht h√∂ren und wieder in sein Land ziehen wird, und ich will ihn in seinem Lande durch das Schwert f√§llen!

8. Und als Rabschake zur√ľckkehrte, fand er den K√∂nig von Assyrien im Kampfe wider Libna; denn er hatte geh√∂rt, da√ü er von Lachis abgezogen war.

9. Da h√∂rte Sanherib in betreff Tirhakas, des K√∂nigs von √Ąthiopien, sagen: Siehe, er ist ausgezogen, mit dir zu streiten! Da sandte er nochmals Boten zu Hiskia und sprach:

10. Redet mit Hiskia, dem K√∂nig von Juda, und saget ihm: La√ü dich von deinem Gott, auf den du dich verl√§ssest, nicht verf√ľhren, indem du sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des K√∂nigs von Assyrien gegeben werden!

11. Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern getan, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben; und du solltest errettet werden?

12. Haben die Götter der Heiden auch die errettet, welche meine Väter vernichtet haben, nämlich Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder von Eden zu Telassar?

13. Wo ist der König zu Chamat und der König zu Arpad und der König der Stadt Sepharwaim, Hena und Iwa?

14. Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und gelesen hatte, ging er zum Hause des HERRN hinauf, und Hiskia breitete ihn aus vor dem HERRN.

15. Darnach betete Hiskia vor dem HERRN und sprach: O HERR, Gott Israels, der du √ľber den Cherubim thronst, du bist allein der Gott √ľber alle K√∂nigreiche auf Erden! Du hast den Himmel und die Erde gemacht.

16. HERR, neige dein Ohr und höre! Tue deine Augen auf, o HERR, und siehe! Vernimm die Worte Sanheribs, der hierher gesandt hat, den lebendigen Gott zu schmähen!

17. Es ist wahr, HERR, die K√∂nige von Assyrien haben die V√∂lker und ihre L√§nder verw√ľstet

18. und haben ihre Götter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Götter, sondern Werke von Menschenhand, Holz und Stein; darum haben sie sie verderbt.

19. Nun aber, HERR, unser Gott, hilf uns doch aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erkennen, daß du, HERR, allein Gott bist!

20. Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, das habe ich gehört.

21. Dies ist das Wort, welches der HERR wider ihn geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet dein! Die Tochter Jerusalem sch√ľttelt das Haupt √ľber dich!

22. Wen hast du geschmäht und gelästert? Und gegen wen hast du deine Stimme erhoben und deine Augen stolz emporgeschlagen? Gegen den Heiligen Israels!

23. Du hast durch deine Boten den HERRN geschmäht und gesagt: Ich bin mit der Menge meiner Wagen auf die Höhen der Berge gestiegen, an die Seiten des Libanon. Und ich will seine hohen Zedern und seine auserlesenen Zypressen abhauen und in seine äußerste Herberge, zum Walde seines Lustgartens kommen.

24. Ich habe fremde Wasser gegraben und ausgetrunken und trockne mit meinen Fu√üsohlen alle Str√∂me √Ągyptens!

25. Hast du es aber nicht geh√∂rt, da√ü ich solches l√§ngst vorbereitet und von Anfang bestimmt habe? Nun aber habe ich es kommen lassen, da√ü du feste St√§dte zerst√∂rtest zu w√ľsten Steinhaufen.

26. Und die darin wohnten, deren Hand zu schwach war, erschraken und wurden zuschanden; sie wurden wie das Gras auf dem Felde und wie gr√ľnes Kraut und Gras auf den D√§chern und verwelktes Getreide, ehe es Halme gewinnt.

27. Ich weiß dein Wohnen und dein Aus und Einziehen und daß du wider mich tobst.

28. Weil du denn wider mich tobst und dein √úbermut vor meine Ohren heraufgekommen ist, so will ich dir meinen Ring in die Nase legen und mein Gebi√ü ins Maul und will dich den Weg zur√ľckf√ľhren, den du gekommen bist!

29. Und das soll dir , Hiskia, zum Zeichen sein: In diesem Jahre werdet ihr Brachwuchs essen, und im zweiten Jahre, was von selbst wachsen wird; im dritten Jahre aber sollt ihr s√§en und ernten und Weinberge pflanzen und deren Fr√ľchte essen!

30. Und was vom Hause Juda entronnen und √ľbriggeblieben ist, wird forthin unter sich Wurzel schlagen und √ľber sich Fr√ľchte tragen;

31. denn von Jerusalem wird ein √úberrest ausgehen und Entronnene vom Berge Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun!

32. Darum spricht der HERR von dem assyrischen K√∂nig also: Er soll nicht in diese Stadt hineinkommen und keinen Pfeil darein schie√üen und mit keinem Schilde gegen sie anr√ľcken und keinen Wall gegen sie aufwerfen.

33. Auf dem Wege, den er gekommen ist, soll er wieder zur√ľckkehren und in diese Stadt nicht eindringen; der HERR sagt es!

34. Und ich will diese Stadt beschirmen, daß ich ihr helfe um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.

35. Und es begab sich in derselben Nacht, da ging der Engel des HERRN aus und erschlug im Lager der Assyrer 185000 Mann. Und als man sich am Morgen fr√ľh aufmachte, siehe, da waren sie alle tot, lauter Leichen.

36. Da brach Sanherib, der K√∂nig von Assyrien, auf und ging weg und kehrte zur√ľck und blieb zu Ninive.

37. Und als er im Hause seines Gottes Nisroch anbetete, erschlugen ihn seine Söhne Adrammalech und Sarezer mit dem Schwerte, und sie entrannen ins Land Ararat. Und sein Sohn Esarhaddon ward König an seiner Statt.

1. Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus; denn du wirst sterben und nicht lebendig bleiben!

2. Er aber wandte sein Angesicht gegen die Wand, betete zum HERRN und sprach:

3. Ach, HERR, gedenke doch, daß ich in Wahrheit und von ganzem Herzen vor dir gewandelt und getan habe, was gut ist in deinen Augen!

4. Und Hiskia weinte sehr. Als aber Jesaja noch nicht zur mittleren Stadt hinausgegangen war, erging das Wort des HERRN an ihn und sprach:

5. Kehre um und sage zu Hiskia, dem F√ľrsten meines Volks: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet erh√∂rt und deine Tr√§nen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen; am dritten Tage wirst du in das Haus des HERRN hinaufgehen;

6. und ich will f√ľnfzehn Jahre zu deinem Leben hinzutun und dich und diese Stadt von der Hand des K√∂nigs von Assyrien erretten und diese Stadt beschirmen, um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.

7. Und Jesaja sprach: Bringt eine getrocknete Feigenmasse her! Und als sie eine solche brachten, legten sie dieselbe auf das Geschw√ľr; und er ward gesund.

8. Hiskia aber sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, daß mich der HERR gesund machen wird und daß ich am dritten Tage in das Haus des HERRN hinaufgehen werde?

9. Jesaja sprach: Dies sei dir das Zeichen vom HERRN, da√ü der HERR tun wird, was er gesagt hat: Soll der Schatten zehn Stufen vorw√§rtsgehen, oder zehn Stufen zur√ľckkehren?

10. Hiskia sprach: Es ist ein Leichtes, da√ü der Schatten zehn Stufen abw√§rtsgehe; nicht also, sondern der Schatten soll zehn Stufen zur√ľckgehen!

11. Da rief der Prophet Jesaja den HERRN an; und er lie√ü an dem Sonnenzeiger des Ahas den Schatten, welcher abw√§rts gegangen war, um zehn Stufen zur√ľckgehen.

12. Zu der Zeit sandte Berodach-Baladan, der Sohn Baladans, König zu Babel, Briefe und Geschenke zu Hiskia; denn er hatte gehört, daß Hiskia krank gewesen.

13. Hiskia aber schenkte ihnen Geh√∂r und zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus, das Silber und das Gold und die Spezereien und das beste √Ėl und das Zeughaus und alles, was in seinen Schatzh√§usern vorhanden war. Es war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht zeigte.

14. Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und sprach zu ihm: Was haben diese Leute gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen? Hiskia sprach: Sie sind aus fernem Lande zu mir gekommen, von Babel.

15. Er sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Hiskia sprach: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist, und es ist nichts in meinen Schatzhäusern, was ich ihnen nicht gezeigt habe.

16. Da sprach Jesaja zu Hiskia:

17. H√∂re das Wort des HERRN! Siehe, es kommt die Zeit, da√ü alles, was in deinem Hause ist und was deine V√§ter bis auf diesen Tag gesammelt haben, gen Babel hinweggetragen werden wird; es wird nichts √ľbriggelassen werden, spricht der HERR!

18. Auch von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du zeugen wirst, wird man nehmen, daß sie Kämmerer seien im Palast des Königs zu Babel!

19. Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das Wort des HERRN, welches du geredet hast, ist gut. Und er sprach: Es wird ja doch Friede und Sicherheit sein zu meinen Lebzeiten!

20. Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und alle seine Macht, und wie er den Teich und die Wasserleitung gemacht, womit er Wasser in die Stadt geleitet hat, ist das nicht beschrieben in der Chronik der Könige von Juda?

21. Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern; und sein Sohn Manasse ward König an seiner Statt.

1. Manasse war zw√∂lf Jahre alt, als er K√∂nig ward, und regierte f√ľnfundf√ľnfzig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie√ü Chephziba.

2. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, nach den Greueln der Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte.

3. Er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia abgetan hatte, und richtete dem Baal Altäre auf und machte eine Aschera, wie Ahab, der König von Israel, getan hatte, und betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen.

4. Und er baute Altäre im Hause des HERRN, von welchem der HERR gesagt hatte: Mein Name soll in Jerusalem wohnen!

5. Er baute auch dem ganzen Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am Hause des HERRN

6. und lie√ü seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Wolkendeuterei und Schlangenbeschw√∂rung und hielt Totenbeschw√∂rer und Wahrsager; er tat viel von dem, was b√∂se ist in den Augen des HERRN, wodurch er ihn erz√ľrnte.

7. Er setzte auch das Bild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von welchem der HERR zu David und zu seinem Sohne Salomo gesagt hatte: In diesem Hause und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich,

8. und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Lande wandern lassen, daß ich ihren Vätern gegeben habe; wenn sie nur darauf achten, zu tun nach allem, was ich ihnen geboten habe, und nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen befohlen hat.

9. Aber sie gehorchten nicht, sondern Manasse verf√ľhrte sie, da√ü sie Schlimmeres taten als die Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertilgt hatte.

10. Da redete der HERR durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:

11. Weil Manasse, der K√∂nig von Juda, diese Greuel ver√ľbt hat, die √§rger sind, als alle Greuel, welche die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind, und weil er auch Juda mit seinen G√∂tzen zur S√ľnde verf√ľhrt hat,

12. darum spricht der HERR, der Gott Israels, also: Siehe, ich will Ungl√ľck √ľber Jerusalem und √ľber Juda bringen, da√ü allen, die es h√∂ren werden, beide Ohren gellen sollen;

13. und ich will √ľber Jerusalem die Me√üschnur Samarias ausspannen und das Senkblei des Hauses Ahabs, und ich will Jerusalem auswischen, wie man eine Sch√ľssel auswischt und sie umkehrt.

14. Und das √úbriggebliebene meines Erbteils will ich verwerfen und sie in die Hand ihrer Feinde geben, und sie sollen allen ihren Feinden zum Raub und zur Beute werden;

15. weil sie getan, was b√∂se ist in meinen Augen, und mich erz√ľrnt haben, von dem Tage an, da ihre V√§ter aus √Ągypten gezogen sind, bis auf diesen Tag!

16. Auch vergo√ü Manasse sehr viel unschuldiges Blut, so da√ü er Jerusalem damit erf√ľllte, von einem Ende bis zum andern, abgesehen von seiner S√ľnde, zu der er Juda verf√ľhrt hatte, so da√ü sie taten, was b√∂se war in den Augen des HERRN.

17. Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und seine S√ľnde, die er tat, ist das nicht beschrieben in der Chronik der K√∂nige von Juda?

18. Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und ward begraben im Garten seines Hauses, im Garten Ussas. Und sein Sohn Amon ward König an seiner Statt.

19. Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König ward, und regierte zwei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Messulemet, eine Tochter des Charuz von Jothba.

20. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie sein Vater Manasse getan hatte.

21. Und er wandelte ganz auf dem Wege, den sein Vater gewandelt war, und diente den Götzen, welchen sein Vater gedient hatte, und betete sie an;

22. und verließ den HERRN, den Gott seiner Väter, und wandelte nicht im Wege des HERRN.

23. Und die Knechte Amons machten eine Verschwörung wider ihn und töteten ihn in seinem Hause.

24. Aber das Landvolk erschlug alle, welche die Verschwörung wider den König Amon gemacht hatten. Und das Landvolk machte Josia, seinen Sohn, zum König an seiner Statt.

25. Was aber Amon mehr getan hat, ist das nicht beschrieben in der Chronik der Könige von Juda?

26. Und er wurde begraben in seiner Grabstätte im Garten Ussas, und sein Sohn Josia ward König an seiner Statt.

Significados: Israel, Gaza, Samaria, Judas, Altar, Babel, Baal.

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Este l√≠vro comp√īe o Antigo Testamento, tem 25 cap√≠tulos, e 719 vers√≠culos.