2 Reis

1. Als aber der König Hiskia solches hörte, zerriß er seine Kleider, legte einen Sack an und ging in das Haus des HERRN.

2. Und er sandte Eljakim, der √ľber das Haus gesetzt war, und Sebna, den Schreiber, und die √§ltesten Priester, mit S√§cken angetan, zum Propheten Jesaja, dem Sohne des Amoz.

3. Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Not und der Vorw√ľrfe und ein Tag der Schmach; denn die Kinder sind bis zum Durchbruch gekommen, aber da ist keine Kraft zur Geburt!

4. Vielleicht wird der HERR, dein Gott, h√∂ren alle Worte Rabschakes, den sein Herr, der K√∂nig von Assyrien, gesandt hat, den lebendigen Gott zu h√∂hnen, und wird die Reden strafen, welche der HERR, dein Gott, geh√∂rt hat. So wollest du denn F√ľrbitte einlegen f√ľr den Rest, der noch vorhanden ist!

5. Und als die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja kamen,

6. sprach Jesaja zu ihnen: Also sollt ihr eurem Herrn sagen: So spricht der HERR: F√ľrchte dich nicht vor den Worten, die du geh√∂rt hast, womit die Knaben des K√∂nigs von Assyrien mich gel√§stert haben!

7. Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, da√ü er ein Ger√ľcht h√∂ren und wieder in sein Land ziehen wird, und ich will ihn in seinem Lande durch das Schwert f√§llen!

8. Und als Rabschake zur√ľckkehrte, fand er den K√∂nig von Assyrien im Kampfe wider Libna; denn er hatte geh√∂rt, da√ü er von Lachis abgezogen war.

9. Da h√∂rte Sanherib in betreff Tirhakas, des K√∂nigs von √Ąthiopien, sagen: Siehe, er ist ausgezogen, mit dir zu streiten! Da sandte er nochmals Boten zu Hiskia und sprach:

10. Redet mit Hiskia, dem K√∂nig von Juda, und saget ihm: La√ü dich von deinem Gott, auf den du dich verl√§ssest, nicht verf√ľhren, indem du sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des K√∂nigs von Assyrien gegeben werden!

11. Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern getan, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben; und du solltest errettet werden?

12. Haben die Götter der Heiden auch die errettet, welche meine Väter vernichtet haben, nämlich Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder von Eden zu Telassar?

13. Wo ist der König zu Chamat und der König zu Arpad und der König der Stadt Sepharwaim, Hena und Iwa?

14. Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und gelesen hatte, ging er zum Hause des HERRN hinauf, und Hiskia breitete ihn aus vor dem HERRN.

15. Darnach betete Hiskia vor dem HERRN und sprach: O HERR, Gott Israels, der du √ľber den Cherubim thronst, du bist allein der Gott √ľber alle K√∂nigreiche auf Erden! Du hast den Himmel und die Erde gemacht.

16. HERR, neige dein Ohr und höre! Tue deine Augen auf, o HERR, und siehe! Vernimm die Worte Sanheribs, der hierher gesandt hat, den lebendigen Gott zu schmähen!

17. Es ist wahr, HERR, die K√∂nige von Assyrien haben die V√∂lker und ihre L√§nder verw√ľstet

18. und haben ihre Götter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Götter, sondern Werke von Menschenhand, Holz und Stein; darum haben sie sie verderbt.

19. Nun aber, HERR, unser Gott, hilf uns doch aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erkennen, daß du, HERR, allein Gott bist!

20. Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, das habe ich gehört.

21. Dies ist das Wort, welches der HERR wider ihn geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet dein! Die Tochter Jerusalem sch√ľttelt das Haupt √ľber dich!

22. Wen hast du geschmäht und gelästert? Und gegen wen hast du deine Stimme erhoben und deine Augen stolz emporgeschlagen? Gegen den Heiligen Israels!

23. Du hast durch deine Boten den HERRN geschmäht und gesagt: Ich bin mit der Menge meiner Wagen auf die Höhen der Berge gestiegen, an die Seiten des Libanon. Und ich will seine hohen Zedern und seine auserlesenen Zypressen abhauen und in seine äußerste Herberge, zum Walde seines Lustgartens kommen.

24. Ich habe fremde Wasser gegraben und ausgetrunken und trockne mit meinen Fu√üsohlen alle Str√∂me √Ągyptens!

25. Hast du es aber nicht geh√∂rt, da√ü ich solches l√§ngst vorbereitet und von Anfang bestimmt habe? Nun aber habe ich es kommen lassen, da√ü du feste St√§dte zerst√∂rtest zu w√ľsten Steinhaufen.

26. Und die darin wohnten, deren Hand zu schwach war, erschraken und wurden zuschanden; sie wurden wie das Gras auf dem Felde und wie gr√ľnes Kraut und Gras auf den D√§chern und verwelktes Getreide, ehe es Halme gewinnt.

27. Ich weiß dein Wohnen und dein Aus und Einziehen und daß du wider mich tobst.

28. Weil du denn wider mich tobst und dein √úbermut vor meine Ohren heraufgekommen ist, so will ich dir meinen Ring in die Nase legen und mein Gebi√ü ins Maul und will dich den Weg zur√ľckf√ľhren, den du gekommen bist!

29. Und das soll dir , Hiskia, zum Zeichen sein: In diesem Jahre werdet ihr Brachwuchs essen, und im zweiten Jahre, was von selbst wachsen wird; im dritten Jahre aber sollt ihr s√§en und ernten und Weinberge pflanzen und deren Fr√ľchte essen!

30. Und was vom Hause Juda entronnen und √ľbriggeblieben ist, wird forthin unter sich Wurzel schlagen und √ľber sich Fr√ľchte tragen;

31. denn von Jerusalem wird ein √úberrest ausgehen und Entronnene vom Berge Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun!

32. Darum spricht der HERR von dem assyrischen K√∂nig also: Er soll nicht in diese Stadt hineinkommen und keinen Pfeil darein schie√üen und mit keinem Schilde gegen sie anr√ľcken und keinen Wall gegen sie aufwerfen.

33. Auf dem Wege, den er gekommen ist, soll er wieder zur√ľckkehren und in diese Stadt nicht eindringen; der HERR sagt es!

34. Und ich will diese Stadt beschirmen, daß ich ihr helfe um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.

35. Und es begab sich in derselben Nacht, da ging der Engel des HERRN aus und erschlug im Lager der Assyrer 185000 Mann. Und als man sich am Morgen fr√ľh aufmachte, siehe, da waren sie alle tot, lauter Leichen.

36. Da brach Sanherib, der K√∂nig von Assyrien, auf und ging weg und kehrte zur√ľck und blieb zu Ninive.

37. Und als er im Hause seines Gottes Nisroch anbetete, erschlugen ihn seine Söhne Adrammalech und Sarezer mit dem Schwerte, und sie entrannen ins Land Ararat. Und sein Sohn Esarhaddon ward König an seiner Statt.

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Este l√≠vro comp√īe o Antigo Testamento, tem 25 cap√≠tulos, e 719 vers√≠culos.