2 Samuel

26. Joab aber stritt wider Rabba der Kinder Ammon und gewann die k├Ânigliche Stadt.

27. Und Joab sandte Boten zu David und lie├č ihm sagen: Ich habe wider Rabba gestritten und auch die Wasserstadt genommen.

28. So sammle nun das ├╝brige Volk und belagere die Stadt und erobere du sie, da├č nicht ich sie erobere und sie nach meinem Namen genannt werde!

29. Also sammelte David alles Volk und zog hin gen Rabba und stritt wider sie und nahm sie ein.

30. Und er nahm die Krone ihres K├Ânigs von dessen Haupt, die ein Talent Goldes wog und mit Edelsteinen besetzt war; die kam auf Davids Haupt; er f├╝hrte auch sehr viel Beute aus der Stadt.

31. Auch das Volk darin f├╝hrte er weg; und stellte sie an die S├Ągen und in die Eisengruben und an die eisernen ├äxte und lie├č sie an den Ziegel├Âfen arbeiten. Also tat er allen St├Ądten der Kinder Ammon. Dann kehrten David und alles Volk wieder nach Jerusalem zur├╝ck.

1. Absalom aber, der Sohn Davids, hatte eine sch├Âne Schwester, die hie├č Tamar; und es begab sich, dass Amnon, Davids Sohn, sie liebgewann.

2. Und Amnon gr├Ąmte sich also, da├č er krank ward um seiner Schwester willen; denn sie war eine Jungfrau, und es schien Amnon unm├Âglich, ihr etwas anzutun.

3. Amnon aber hatte einen Freund, der hie├č Jonadab, ein Sohn Simeas, des Bruders Davids; und Jonadab war ein sehr listiger Mann.

4. Der sprach zu ihm: Warum bist du jeden Morgen so niedergeschlagen, du K├Ânigssohn, willst du es mir nicht sagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich habe Tamar lieb, die Schwester meines Bruders Absalom!

5. Da sprach Jonadab zu ihm: Lege dich auf dein Bett und stelle dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besuchen, so sprich zu ihm: La├č doch meine Schwester Tamar kommen, da├č sie mich speise und ein Essen vor mir mache, so da├č ich zusehen k├Ânne, so w├╝rde ich von ihrer Hand essen!

6. Also legte sich Amnon nieder und stellte sich krank. Als nun der K├Ânig kam, ihn zu besuchen, sprach Amnon zum K├Ânig: La├č doch meine Schwester Tamar kommen, da├č sie zwei Kuchen vor mir mache und ich von ihrer Hand esse!

7. Da sandte David zu Tamar ins Haus und lie├č ihr sagen: Geh doch hin in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm eine Speise!

8. Tamar ging hin in das Haus ihres Bruders Amnon. Er aber lag zu Bette. Und sie nahm einen Teig und knetete und bereitete ihn vor seinen Augen und buk die Kuchen.

9. Und sie nahm die Pfanne und sch├╝ttete sie vor ihm aus; aber er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Lasset jedermann von mir hinausgehen. Da ging jedermann hinaus.

10. Da sprach Amnon zu Tamar: Bring mir das Essen in die Kammer, da├č ich von deiner Hand esse! Da nahm Tamar das Gebackene, das sie gemacht hatte, und brachte es ihrem Bruder Amnon in die Kammer.

11. Und als sie es zu ihm brachte, da├č er ├Ą├če, ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm her, meine Schwester, schlafe bei mir!

12. Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Entehre mich nicht; denn also tut man nicht in Israel! Begehe nicht eine solche Schandtat!

13. Wo wollte ich mit meiner Schande hin? Und du w├╝rdest sein wie einer der Sch├Ąndlichen in Israel. Nun aber, rede doch mit dem K├Ânig; denn er wird mich dir nicht versagen!

14. Aber er wollte ihrer Stimme nicht gehorchen, sondern ├╝berw├Ąltigte und vergewaltigte sie und schlief bei ihr.

15. Darnach ward Amnon ihr ├╝beraus gram, so da├č der Ha├č gr├Â├čer ward, als zuvor die Liebe; und Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf und davon!

16. Sie aber sprach zu ihm: Dieses Unrecht, da├č du mich aussto├čest, ist gewi├č noch gr├Â├čer, als das andere, welches du mir angetan hast! Aber er wollte nicht auf sie h├Âren,

17. sondern rief seinen Knappen, der sein Diener war, und sprach: Treibe doch diese von mir hinaus und schlie├č die T├╝r hinter ihr zu!

18. Sie trug aber einen langen bunten Rock; denn also waren die ledigen K├Ânigst├Âchter gekleidet mit Oberkleidern.

19. Als nun sein Diener sie hinausgetrieben und die T├╝re hinter ihr zugeschlossen hatte, warf Tamar Asche auf ihr Haupt und zerri├č den langen bunten Rock, welchen sie trug, und legte die Hand auf ihr Haupt und lief schreiend davon.

20. Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir gewesen? Nun dann, meine Schwester, schweig still! Er ist dein Bruder; nimm diese Sache nicht zu Herzen! Tamar aber blieb verst├Ârt im Hause ihres Bruders Absalom.

21. Und als der K├Ânig das alles h├Ârte, ward er sehr zornig.

22. Aber Absalom redete nicht mit Amnon, weder B├Âses noch Gutes; denn Absalom war dem Amnon gram, weil er seine Schwester Tamar vergewaltigt hatte.

23. Und nach zwei Jahren, als Absalom Schafschur hielt zu Baal-Hazor, das in Ephraim liegt, lud Absalom alle S├Âhne des K├Ânigs ein.

24. Und Absalom kam zum K├Ânig und sprach: Siehe doch! Dein Knecht h├Ąlt Schafschur; der K├Ânig wolle samt seinen Knechten mit deinem Knechte hingehen!

25. Der K├Ânig aber sprach zu Absalom: Nicht doch, mein Sohn! La├č uns jetzt nicht alle gehen, da├č wir dir nicht beschwerlich seien. Und als er in ihn drang, wollte er doch nicht gehen, sondern segnete ihn.

26. Absalom sprach: Darf mein Bruder Amnon nicht mit uns gehen? Da fragte der K├Ânig: Warum soll er mit dir gehen?

27. Absalom aber drang in ihn; da lie├č er Amnon und alle S├Âhne des K├Ânigs mit ihm gehen.

28. Und Absalom gebot seinen Knappen und sprach: Gebt acht, wenn Amnon von dem Wein guter Dinge sein wird und ich zu euch sage: Schlaget Amnon und t├Âtet ihn! so f├╝rchtet euch nicht, denn ich habe es euch befohlen; ermannt euch und seid tapfer!

29. Also taten die Knappen Absaloms dem Amnon, wie Absalom ihnen geboten hatte. Da standen alle S├Âhne des K├Ânigs auf und bestiegen ein jeder sein Maultier und flohen.

30. Und als sie noch auf dem Wege waren, kam das Ger├╝cht vor David: Absalom hat alle S├Âhne des K├Ânigs erschlagen, so da├č nicht einer von ihnen ├╝briggeblieben ist!

31. Da stand der K├Ânig auf und zerri├č seine Kleider und legte sich auf die Erde, und alle seine Knechte standen um ihn her mit zerrissenen Kleidern.

32. Da hob Jonadab, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, an und sprach: Mein Herr denke nicht, da├č alle J├╝nglinge, die S├Âhne des K├Ânigs, tot seien; sondern Amnon allein ist tot; denn auf Absaloms Lippen lag ein Vorsatz seit dem Tage, da jener seine Schwester vergewaltigt hatte.

33. So m├Âge nun mein Herr, der K├Ânig, nicht glauben, da├č alle S├Âhne des K├Ânigs tot seien, sondern Amnon allein ist tot!

34. Absalom aber floh. Und der Knappe auf der Warte erhob seine Augen, sah sich um und siehe, da kam viel Volk auf dem Wege hinter ihm, an der Seite des Berges.

35. Da sprach Jonadab zum K├Ânig: Siehe, die S├Âhne des K├Ânigs kommen! Wie dein Knecht gesagt hat, also ist es ergangen.

36. Und als er ausgeredet hatte, siehe, da kamen die S├Âhne des K├Ânigs und erhoben ihre Stimme und weinten; auch der K├Ânig und alle seine Knechte weinten sehr.

37. Absalom aber war entflohen und ging zu Talmai, dem Sohn Ammischurs, dem K├Ânig zu Geschur; David aber trug die ganze Zeit hindurch Leid um seinen Sohn.

38. Nachdem aber Absalom geflohen und gen Geschur gezogen war, blieb er daselbst drei Jahre.

39. Und der K├Ânig David unterlie├č es, Absalom zu verfolgen; denn er hatte sich ├╝ber den Tod Amnons getr├Âstet.

1. Als aber Joab, der Sohn der Zeruja, merkte, da├č des K├Ânigs Herz sich zu Absalom neigte,

2. sandte er hin gen Tekoa und lie├č ein kluges Weib von dort holen und sprach zu ihr: Stelle dich doch trauernd und ziehe Trauerkleider an und salbe dich nicht mit ├ľl, sondern stelle dich wie ein Weib, das lange Zeit um einen Toten Leid getragen hat.

3. Dann sollst du zum K├Ânig hineingehen und mit ihm reden so und so. Und Joab legte die Worte in ihren Mund.

4. Als nun das Weib von Tekoa mit dem K├Ânig reden wollte, fiel sie auf ihr Angesicht zur Erde, verneigte sich und sprach: Hilf mir, o K├Ânig!

5. Der K├Ânig aber sprach zu ihr: Was fehlt dir? Sie sprach: Wahrlich, ich bin eine Witwe, denn mein Mann ist gestorben!

6. Und deine Magd hat zwei S├Âhne, die zankten miteinander auf dem Felde, und als ihnen niemand wehrte, schlug einer den andern und t├Âtete ihn.

7. Und siehe, nun ist die ganze Verwandtschaft wider deine Magd und sagt: Gib den her, der seinen Bruder erschlagen hat, da├č wir ihn t├Âten f├╝r die Seele seines Bruders, den er umgebracht hat, und da├č wir auch den Erben vertilgen! Sie wollen also den Funken ausl├Âschen, der mir noch ├╝briggeblieben ist, da├č meinem Mann kein Name und keine Nachkommenschaft auf Erden bleibe.

8. Da sprach der K├Ânig zum Weibe: Gehe heim, ich will deinetwegen Befehle geben!

9. Da sprach das Weib von Tekoa zum K├Ânig: Auf mir sei die Schuld und auf meines Vaters Haus; der K├Ânig aber und sein Thron seien unschuldig!

10. Der K├Ânig sprach: Wer wider dich redet, den bringe zu mir, so soll er dich nicht mehr angreifen!

11. Sie sprach: Der K├Ânig gedenke doch an den HERRN, deinen Gott, da├č der Blutr├Ącher nicht noch mehr Unheil anrichte und da├č man meinen Sohn nicht verderbe! Er sprach: So wahr der HERR lebt, es soll kein Haar von deinem Sohn auf die Erde fallen!

12. Und das Weib sprach: La├č doch deine Magd meinem Herrn, dem K├Ânig, etwas sagen. Er aber sprach: Sag her!

13. Das Weib sprach: Warum hast du denn solches wider das Volk Gottes im Sinn? Und mit dem, was der K├Ânig geredet, hat er sich selbst schuldig gesprochen, weil der K├Ânig seinen Versto├čenen nicht zur├╝ckholen l├Ą├čt.

14. Denn wir m├╝ssen zwar gewi├č sterben und sind wie das Wasser, das in die Erde versiegt und welches man nicht wieder auffangen kann. Aber Gott will das Leben nicht hinwegnehmen, sondern sinnt darauf, da├č der Versto├čene nicht von ihm versto├čen bleibe.

15. Da├č ich nun gekommen bin, mit meinem Herrn, dem K├Ânig, solches zu reden, geschah deshalb, weil das Volk mir Angst machte; deine Magd aber dachte: Ich will doch mit dem K├Ânig reden; vielleicht wird der K├Ânig tun, was seine Magd sagt;

16. denn der K├Ânig wird seine Magd erh├Âren, da├č er mich errette aus der Hand des Mannes, der mich samt meinem Sohn aus dem Erbe Gottes vertilgen will.

17. Und deine Magd dachte: Meines Herrn, des K├Ânigs Wort wird mir ein Trost sein; denn mein Herr, der K├Ânig, ist wie ein Engel Gottes, um Gutes und B├Âses anzuh├Âren, darum sei der HERR, dein Gott, mit dir!

18. Der K├Ânig antwortete und sprach zu dem Weibe: Verhehle mir doch nicht, was ich dich frage! Das Weib sprach: Mein Herr, der K├Ânig, sage an!

19. Der K├Ânig sprach: Ist nicht Joabs Hand mit dir bei alledem? Das Weib antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt, mein Herr und K├Ânig, es ist nicht m├Âglich, weder zur Rechten noch zur Linken auszuweichen bei allem, was mein Herr, der K├Ânig, sagt. Ja, dein Knecht Joab hat es mir befohlen, und er selbst hat alle diese Worte deiner Magd in den Mund gelegt.

20. Um der Sache ein anderes Aussehen zu geben, hat dein Knecht Joab so gehandelt; mein Herr ist so weise wie ein Engel Gottes, da├č er alles auf Erden wei├č!

21. Da sprach der K├Ânig zu Joab: Siehe, ich habe diese Worte ausgesprochen; so gehe nun hin und hole den J├╝ngling Absalom zur├╝ck!

22. Da fiel Joab auf sein Angesicht und verneigte sich und segnete den K├Ânig und sprach: Heute merkt dein Knecht, da├č ich vor deinen Augen Gnade gefunden habe, mein Herr und K├Ânig, da der K├Ânig tut, was sein Knecht sagt!

23. Also machte sich Joab auf und zog nach Geschur und brachte Absalom nach Jerusalem.

24. Aber der K├Ânig sprach: La├č ihn wieder in sein Haus gehen, und mein Angesicht soll er nicht sehen! Also ging Absalom wieder in sein Haus und sah das Angesicht des K├Ânigs nicht.

25. Aber in ganz Israel war kein Mann so sch├Ân und so ber├╝hmt wie Absalom. Von der Fu├čsohle bis zum Scheitel war kein Makel an ihm.

26. Und wenn er sein Haupt scheren lie├č (dies geschah n├Ąmlich zu Ende eines jeden Jahres, denn es war ihm zu schwer, also da├č man es abscheren mu├čte), so wog sein Haupthaar zweihundert Schekel nach k├Âniglichem Gewicht.

27. Und dem Absalom wurden drei S├Âhne geboren und eine Tochter, die hie├č Tamar; die war ein Weib von sch├Âner Gestalt.

28. Und Absalom blieb zwei Jahre lang zu Jerusalem, ohne da├č er das Angesicht des K├Ânigs sah.

29. Dann aber sandte Absalom nach Joab, um ihn zum K├Ânig zu schicken; aber er wollte nicht zu ihm kommen. Er aber sandte noch einmal; dennoch wollte jener nicht kommen.

30. Da sprach er zu seinen Knechten: Habt ihr den Acker Joabs gesehen, der neben dem meinigen liegt und darauf er Gerste hat? Geht hin und z├╝ndet sie an! Da steckten die Knechte Absaloms das St├╝ck Acker in Brand.

31. Da machte sich Joab auf und kam zu Absalom ins Haus und sprach zu ihm: Warum haben deine Knechte mein St├╝ck Acker in Brand gesteckt?

32. Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich sandte nach dir und lie├č dir sagen: ┬źKomm her, da├č ich dich zum K├Ânig sende und sagen lasse: Warum bin ich von Geschur gekommen? Es w├Ąre mir besser, da├č ich noch daselbst w├Ąre!┬╗ So verschaffe nun, da├č ich das Angesicht des K├Ânigs sehen darf!

33. Da ging Joab zum K├Ânig hinein und sagte es ihm. Und er rief Absalom; und er kam zum K├Ânig und verneigte sich vor dem K├Ânig mit dem Angesicht zur Erde; und der K├Ânig k├╝├čte Absalom.

1. Darnach aber begab es sich, da├č Absalom sich Wagen und Pferde verschaffte und f├╝nfzig Trabanten, die vor ihm herliefen.

2. Und Absalom machte sich am Morgen fr├╝h auf und stellte sich neben dem Torweg auf; und wenn jemand einen Handel hatte, da├č er zum K├Ânig vor Gericht kommen sollte, rief ihn Absalom zu sich und fragte ihn: ┬źAus welcher Stadt bist du?┬╗ Antwortete er dann: ┬źDein Knecht ist aus einem der St├Ąmme Israels┬╗,

3. so sprach Absalom zu ihm: ┬źSiehe, deine Sache ist gut und recht, aber beim K├Ânig ist niemand, der dir Geh├Âr schenkt!┬╗

4. Und Absalom sprach: O da├č man doch mich zum Richter im Lande setzte, da├č jedermann zu mir k├Ąme, der einen Rechtsstreit hat; ich w├╝rde ihm zu seinem Rechte verhelfen!

5. Und wenn jemand kam, um sich vor ihm niederzuwerfen, so reichte er ihm die Hand, fa├čte ihn und k├╝├čte ihn.

6. Also tat Absalom allen Israeliten, die zum K├Ânig vor Gericht kamen, und erstahl sich die Herzen der M├Ąnner Israels.

7. Als er nun das vierzigste Jahr zur├╝ckgelegt hatte, sprach Absalom zum K├Ânig: Ich m├Âchte doch hingehen nach Hebron und mein Gel├╝bde erf├╝llen, das ich dem HERRN gelobt habe.

8. Dein Knecht hat n├Ąmlich ein Gel├╝bde getan, als ich zu Geschur in Syrien wohnte, das lautete also: Wenn mich der HERR wieder nach Jerusalem zur├╝ckbringt, so will ich dem HERRN dienen!

9. Der K├Ânig sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden! Da machte er sich auf und ging nach Hebron.

10. Und Absalom sandte Kundschafter in alle St├Ąmme Israels und lie├č sagen: Wenn ihr den Schall der Posaunen h├Ârt, so sprecht: Absalom ist K├Ânig geworden zu Hebron!

11. Und es gingen mit Absalom zweihundert M├Ąnner aus Jerusalem, die geladen waren und arglos hingingen, ohne von irgend etwas zu wissen.

12. Absalom schickte auch nach Ahitophel, dem Giloniter, dem Ratgeber Davids, und lie├č ihn aus seiner Stadt Gilo holen, w├Ąhrend er die Opfer schlachtete. Und die Verschw├Ârung wurde stark, und das Volk nahm best├Ąndig zu bei Absalom.

13. Da kam ein Bote und zeigte es David an und sprach: Das Herz der M├Ąnner Israels hat sich Absalom zugewandt!

14. David aber sprach zu allen seinen Knechten, die bei ihm zu Jerusalem waren: Auf, lasset uns fliehen; denn hier wird kein Entrinnen sein vor Absalom! Machet euch eilends davon, da├č er uns nicht ereile und einhole und Ungl├╝ck ├╝ber uns bringe und die Stadt mit der Sch├Ąrfe des Schwertes schlage!

15. Da sprachen die Knechte des K├Ânigs zu ihm: Ganz wie unser Herr, der K├Ânig, will; siehe, hier sind deine Knechte!

16. Und der K├Ânig zog aus und sein ganzes Haus hinter ihm her; doch lie├č der K├Ânig zehn Kebsweiber zur├╝ck, das Haus zu h├╝ten.

17. Und der K├Ânig zog hinaus und alles Volk ihm auf dem Fu├če nach, und sie stellten sich beim ├Ąu├čersten Hause auf.

18. Und alle Knechte zogen an ihm vor├╝ber; dazu alle Kreter und Pleter, und alle Gatiter, sechshundert Mann, die ihm von Gat gefolgt waren, zogen an dem K├Ânig vor├╝ber.

19. Aber der K├Ânig sprach zu Ittai, dem Gatiter: Warum willst auch du mit uns ziehen? Kehre um und bleibe bei dem K├Ânig! Denn du bist ein Fremder; auch kannst du an deinen Ort auswandern.

20. Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich schon mit uns umherirren lassen, da ich hingehen mu├č, wohin ich kann? Kehre um und f├╝hre deine Br├╝der zur├╝ck; dir widerfahre Barmherzigkeit und Treue!

21. Ittai aber antwortete dem K├Ânig und sprach: So wahr der HERR lebt, und so wahr mein Herr, der K├Ânig, lebt: an welchem Ort mein Herr und K├Ânig sein wird (es gehe zum Tode oder zum Leben), daselbst soll auch dein Diener sein!

22. Da sprach David zu Ittai: Geh und zieh vor├╝ber! Also zog Ittai, der Gatiter, vor├╝ber und alle seine M├Ąnner und sein ganzer Tro├č mit ihm.

23. Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, w├Ąhrend alles Volk vor├╝berzog. Darnach ├╝berschritt auch der K├Ânig den Bach Kidron, und alles Volk schlug den Weg ein, der zur W├╝ste f├╝hrt.

24. Und siehe, Zadok und alle Leviten mit ihm trugen die Bundeslade Gottes und stellten sie dort hin; Abjatar aber stieg hinauf, bis alles Volk aus der Stadt vollends vor├╝bergezogen war.

25. Aber der K├Ânig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes wieder in die Stadt zur├╝ck! Finde ich Gnade vor dem HERRN, so wird er mich zur├╝ckbringen, da├č ich ihn und seine Wohnung wiedersehen darf;

26. spricht er aber also zu mir: Ich habe keine Lust zu dir! siehe, hier bin ich; er tue mit mir, wie es ihm gef├Ąllt!

27. Und der K├Ânig sprach zum Priester Zadok: Du bist der Seher; kehre in Frieden wieder in die Stadt zur├╝ck und mit dir dein Sohn Ahimaaz und Jonatan, der Sohn Abjatars, eure beiden S├Âhne, mit euch!

28. Siehe, ich will bei den Furten in der W├╝ste verziehen, bis Botschaft von euch kommt, um mich zu benachrichtigen.

29. Also brachten Zadok und Abjatar die Lade Gottes wieder nach Jerusalem zur├╝ck und verblieben daselbst.

30. David aber stieg den ├ľlberg hinan, barfu├č und mit verh├╝lltem Haupt; und er weinte, w├Ąhrend er hinaufging; auch alles Volk, das bei ihm war, ein jeder hatte das Haupt verh├╝llt, und sie weinten im Gehen.

31. Und als man David anzeigte, da├č Ahitophel mit Absalom verschworen sei, sprach David: HERR, mache doch den Rat Ahitophels zur Torheit!

32. Als aber David auf die H├Âhe kam, wo man Gott anzubeten pflegte, siehe, da begegnete ihm Husai, der Architer, mit zerrissenem Rock und Erde auf seinem Haupt.

33. Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehst, wirst du mir eine Last sein;

34. wenn du aber in die Stadt zur├╝ckkehrst und zu Absalom sprichst: ┬źIch will dein Knecht sein, o K├Ânig; wie ich bisher deines Vaters Knecht war, so will ich nun dein Knecht sein┬╗ so kannst du mir den Rat Ahitophels vereiteln!

35. Sind nicht die Priester Zadok und Abjatar bei dir, also da├č du alles, was du aus des K├Ânigs Hause vernimmst, den Priestern Zadok und Abjatar anzeigen kannst?

36. Siehe, ihre beiden S├Âhne sind dort bei ihnen: Ahimaaz, Zadoks, und Jonatan, Abjatars Sohn; durch dieselben k├Ânnt ihr mir alles berichten, was ihr vernehmt.

37. So begab sich denn Davids Freund Husai in die Stadt; Absalom aber kam auch nach Jerusalem.

1. Und als David kaum die H├Âhe ├╝berschritten hatte, siehe, da kam ihm Ziba, der Knecht Mephibosets, entgegen mit einem Paar gesattelter Esel; darauf waren zweihundert Brote, hundert getrocknete Trauben, hundert Fr├╝chte und ein Schlauch Wein.

2. Da fragte der K├Ânig: Was willst du damit? Ziba sprach: Die Esel sind f├╝r die k├Ânigliche Familie zum Reiten und die Brote und das Obst zur Speise f├╝r die J├╝nglinge, der Wein aber zum Trinken f├╝r die, welche in der W├╝ste m├╝de werden!

3. Der K├Ânig fragte: Wo ist denn der Sohn deines Herrn? Ziba sprach zum K├Ânig: Siehe, er blieb zu Jerusalem; denn er sprach: Heute wird das Haus Israel mir das Reich meines Vaters zur├╝ckgeben.

4. Da sprach der K├Ânig zu Ziba: Siehe, alles was Mephiboset hat, soll dein sein! Ziba antwortete: Ich verbeuge mich! La├č mich Gnade finden vor deinen Augen, mein Herr und K├Ânig!

5. Als aber der K├Ânig David nach Bachurim kam, siehe, da trat von dort ein Mann vom Geschlechte des Hauses Sauls heraus, der hie├č Simei, ein Sohn Geras;

6. der kam heraus und fluchte und warf mit Steinen nach David und allen Knechten des K├Ânigs David; denn alles Volk und alle Helden waren zu seiner Rechten und zu seiner Linken.

7. Also aber sprach Simei, indem er fluchte: Geh, geh, du Blutmensch, du Nichtsw├╝rdiger!

8. Der HERR hat dir vergolten alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Statt du K├Ânig geworden bist! Nun hat der HERR das Reich in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben und siehe, nun steckst du in deinem Ungl├╝ck; denn du bist ein Blutmensch!

9. Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, sprach zum K├Ânig: Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem K├Ânig fluchen? Ich will doch hingehen und ihm den Kopf abhauen!

10. Aber der K├Ânig sprach: Ihr S├Âhne der Zeruja, was habe ich mit euch zu schaffen? Wenn er flucht, und wenn der HERR zu ihm gesagt hat: Fluche dem David! wer will dann sagen: Warum tust du also?

11. Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, stellt mir nach dem Leben; warum nicht auch dieser Benjaminiter? La├čt ihn fluchen; denn der HERR hat ihn gehei├čen!

12. Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir sein heutiges Fluchen mit Gutem vergelten!

13. Also ging David seines Weges mit seinen Leuten; Simei aber ging an der Seite des Berges neben ihm her und fluchte immer und warf mit Steinen nach ihm und besprengte ihn mit Staub.

14. Als aber der K├Ânig samt allem Volk, das bei ihm war, m├╝de ankam, erquickte er sich daselbst.

15. Absalom aber und alles Volk, die M├Ąnner von Israel, waren nach Jerusalem gekommen und Ahitophel mit ihm.

16. Und als Husai, der Architer, Davids Freund, zu Absalom hineinkam, sprach er zu Absalom: Es lebe der K├Ânig! Es lebe der K├Ânig!

17. Absalom aber sprach zu Husai: Ist das deine Liebe zu deinem Freund? Warum bist du nicht mit deinem Freund gezogen?

18. Husai sprach zu Absalom: Keineswegs! Sondern wen der HERR und dieses Volk und alle M├Ąnner Israels erw├Ąhlen, dessen will ich sein und bei dem bleibe ich!

19. Und zum andern: Wem sollte ich dienen? Nicht seinem Sohne? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, also will ich es auch vor dir tun.

20. Und Absalom sprach zu Ahitophel: Rate, was wir tun sollen!

21. Ahitophel sprach: Gehe zu den Kebsweibern deines Vaters, die er hinterlassen hat, das Haus zu h├╝ten, so wird ganz Israel vernehmen, da├č du dich bei deinem Vater verha├čt gemacht hast, und es werden die H├Ąnde aller deiner Anh├Ąnger gest├Ąrkt.

22. Da schlug man Absalom ein Zelt auf dem Dache auf, und Absalom ging vor den Augen von ganz Israel zu den Kebsweibern seines Vaters.

23. Ahitophels Rat galt n├Ąmlich in jenen Tagen soviel, als h├Ątte man das Wort Gottes befragt; so galten alle Ratschl├Ąge Ahitophels bei David und bei Absalom.

1. Und Ahitophel sprach zu Absalom: Ich will doch zw├Âlftausend Mann auslesen, mich aufmachen und David noch in dieser Nacht nachjagen.

2. Wenn ich dann ├╝ber ihn komme, w├Ąhrend er m├╝de und matt ist, so kann ich ihn so erschrecken, da├č alles Volk, das bei ihm ist, flieht, und dann kann ich den K├Ânig allein schlagen.

3. So werde ich alles Volk dir zuwenden, wenn sich alle von dem Manne abwenden, dem du nachstellst; dann wird das ganze Volk Frieden haben.

4. Das schien dem Absalom gut und allen Ältesten Israels.

5. Aber Absalom sprach: Rufe doch noch Husai, den Architer, da├č wir auch h├Âren, was er zu sagen hat!

6. Als nun Husai zu Absalom kam, sprach Absalom zu ihm: So und so hat Ahitophel geraten! Sollen wir seinen Rat ausf├╝hren oder nicht? Was sagst du?

7. Da sprach Husai zu Absalom: Es ist kein guter Rat, den Ahitophel diesmal gegeben hat!

8. Und Husai sprach: Du kennst deinen Vater wohl und seine Leute und wei├čt , da├č sie Helden sind und grimmigen Mutes, wie eine B├Ąrin auf freiem Felde, welche ihrer Jungen beraubt ist; dazu ist dein Vater ein Kriegsmann; er wird nicht bei dem Volke ├╝bernachten.

9. Siehe, er hat sich wohl schon jetzt in irgend einer Schlucht verborgen oder an einem andern Orte. Wenn es dann gesch├Ąhe, da├č etliche von ihnen gleich im Anfang fielen und man es h├Âren w├╝rde, so spr├Ąche man: Das Volk, das zu Absalom h├Ąlt, hat eine Niederlage erlitten!

10. So w├╝rde jedermann ganz verzagt werden, wer auch sonst tapfer ist und ein Herz hat wie ein L├Âwe; denn ganz Israel wei├č, da├č dein Vater stark ist und da├č tapfere Leute bei ihm sind.

11. Darum rate ich, da├č du ganz Israel, von Dan bis Beerseba, zu dir versammelst so zahlreich wie der Sand am Meer, und da├č du selbst mit ihnen in den Krieg ziehest.

12. So wollen wir ihn ├╝berfallen, an welchem Orte wir ihn finden, und wir wollen ├╝ber ihn kommen, wie der Tau auf die Erde f├Ąllt, da├č wir von ihm und all seinen Leuten, die bei ihm sind, nicht einen einzigen ├╝briglassen.

13. Zieht er sich aber in eine Stadt zur├╝ck, so soll ganz Israel Stricke an jene Stadt legen und sie in den Bach hinunterschleifen, also da├č auch nicht ein Steinchen mehr davon gefunden wird!

14. Da sprachen Absalom und alle M├Ąnner Israels: Der Rat Husais, des Architers, ist besser als der Rat Ahitophels! Aber der HERR f├╝gte es so, da├č der gute Rat Ahitophels vereitelt wurde, damit der HERR das Ungl├╝ck ├╝ber Absalom br├Ąchte.

15. Aber Husai sprach zu Zadok und Abjatar, den Priestern: So und so hat Ahitophel dem Absalom und den Ältesten Israels geraten; ich aber habe so und so geraten.

16. So sendet nun eilends hin und lasset David sagen: Bleibe nicht ├╝ber Nacht bei den Furten in der W├╝ste, sondern mache dich eilends hin├╝ber, damit nicht der K├Ânig und alles Volk, das bei ihm ist, verschlungen werde!

17. Jonatan aber und Ahimaaz standen beim Brunnen Rogel; und eine Magd ging hin und berichtete es ihnen, und sie gingen hin und zeigten es dem K├Ânig David an; denn sie durften sich nicht sehen lassen und in die Stadt kommen.

18. Aber ein Knabe sah sie und hinterbrachte es Absalom. Da liefen die beiden eilends und gingen in das Haus eines Mannes zu Bachurim. Der hatte eine Zisterne in seinem Hofe; daselbst stiegen sie hinunter.

19. Und das Weib nahm eine Decke und breitete sie ├╝ber die ├ľffnung der Zisterne und streute Gr├╝tze dar├╝ber, so da├č man nichts merkte.

20. Als nun Absaloms Knechte zu dem Weibe in das Haus kamen, fragten sie: Wo sind Ahimaaz und Jonatan? Das Weib antwortete: Sie sind ├╝ber den Bach gegangen. Da suchten sie dieselben, konnten sie aber nicht finden und kehrten wieder nach Jerusalem zur├╝ck.

21. Als aber diese weg waren, stiegen jene aus dem Brunnen herauf und gingen hin und zeigten es dem K├Ânig David an und sprachen zu ihm: Macht euch auf und geht eilends ├╝ber das Wasser; denn so und so hat Ahitophel wider euch geraten!

22. Da machte sich David auf und alles Volk, das bei ihm war, und setzten ├╝ber den Jordan; und als es lichter Morgen ward, fehlte keiner, der nicht ├╝ber den Jordan gegangen w├Ąre.

23. Als aber Ahitophel sah, da├č sein Rat nicht ausgef├╝hrt wurde, sattelte er seinen Esel, machte sich auf, ging heim in seine Stadt, bestellte sein Haus und erh├Ąngte sich, starb und ward in seines Vaters Grab gelegt.

24. David aber war nach Mahanaim gekommen, als Absalom ├╝ber den Jordan zog, er und alle M├Ąnner Israels mit ihm.

25. Und Absalom setzte Amasa an Joabs Statt ├╝ber das Heer. Dieser Amasa war der Sohn eines Mannes, namens Jitra, eines Ismaeliten, welcher zu Abigail gegangen war, der Tochter Nachaschs, der Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs.

26. Und Israel und Absalom lagerten sich im Lande Gilead.

27. Als nun David nach Mahanaim gekommen war, brachten Schobi, der Sohn des Nahas, von Rabba der Kinder Ammon, und Machir, der Sohn Ammiels von Lodebar, und Barsillai, der Gileaditer von Roglim,

28. Betten, Becken, irdene Geschirre, Weizen, Gerste, Mehl, ger├Âstetes Korn, Bohnen, Linsen,

29. Honig und Butter, Schafe und getrocknetes Rindfleisch zur Speise f├╝r David und das Volk, das bei ihm war; denn sie sprachen: Das Volk wird hungrig, m├╝de und durstig sein in der W├╝ste.

1. David aber musterte das Volk und setzte Hauptleute ├╝ber je Tausend und ├╝ber je Hundert.

2. Und David lie├č das Volk ausr├╝cken, ein Drittel unter Joab, ein Drittel unter Abisai, dem Sohne der Zeruja, Joabs Bruder, und ein Drittel unter Ittai, dem Gatiter. Und der K├Ânig sprach zum Volke: Ich will auch mit euch ziehen!

3. Aber das Volk sprach: Du sollst nicht in den Krieg ziehen! Denn wenn wir fliehen, so wird man sich nicht um uns k├╝mmern, ob auch die H├Ąlfte von uns umk├Ąme; du aber bist so viel wert wie zehntausend von uns. So ist es nun besser, da├č du uns von der Stadt aus zu Hilfe kommst.

4. Der K├Ânig sprach zu ihnen: Was euch gut d├╝nkt, das will ich tun! Und der K├Ânig stand zur Seite des Tores, w├Ąhrend alles Volk auszog zu Hunderten und zu Tausenden.

5. Und der K├Ânig gebot dem Joab, dem Abisai und Ittai und sprach: Verfahret mir gelinde mit dem J├╝ngling Absalom! Und alles Volk h├Ârte es, wie der K├Ânig allen Hauptleuten wegen Absalom Befehl gab.

6. So zogen denn die Leute ins Feld, Israel entgegen; und der Kampf entspann sich im Walde Ephraim.

7. Und das Volk Israel ward daselbst von den Knechten Davids geschlagen, und es fand an jenem Tage dort ein gro├čes Gemetzel statt von zwanzigtausend Mann;

8. und der Kampf breitete sich daselbst ├╝ber das ganze Land aus, und der Wald fra├č an jenem Tage viel mehr Volk, als das Schwert es getan hatte.

9. Absalom aber geriet von ungef├Ąhr unter die Augen der Knechte Davids. Absalom ritt n├Ąmlich auf dem Maultier. Als nun das Maultier unter die dichten Zweige einer gro├čen Eiche kam, da blieb er mit dem Kopf in der Eiche h├Ąngen, so da├č er zwischen Himmel und Erde schwebte, denn das Maultier lief unter ihm weg.

10. Das sah ein Mann; der zeigte es Joab an und sprach: Siehe, ich sah Absalom an der Eiche h├Ąngen!

11. Da sprach Joab zu dem Manne, der ihm solches anzeigte: Siehe doch, wenn du das sahest, warum schlugst du ihn nicht auf der Stelle zu Boden? So k├Ânnte ich dir jetzt zehn Silberlinge und einen G├╝rtel geben!

12. Der Mann aber sprach zu Joab: Und wenn du tausend Silberlinge in meine Hand gewogen h├Ąttest, so wollte ich dennoch meine Hand nicht an des K├Ânigs Sohn gelegt haben; denn der K├Ânig hat dir und Abisai und Ittai vor unsern Ohren geboten und gesagt: Gebt acht, wer es auch sei, auf den J├╝ngling Absalom!

13. H├Ątte ich aber etwas gegen sein Leben getan, so bliebe doch keine L├╝ge und gar nichts dem K├Ânig verborgen; und du selbst w├╝rdest mir nicht beigestanden sein.

14. Joab sprach: ich kann nicht so lange bei dir verziehen! Und er nahm drei Spie├če in seine Hand und stie├č sie Absalom ins Herz, da er noch lebend an der Eiche hing.

15. Darnach umringten ihn zehn Knappen, Joabs Waffentr├Ąger, und schlugen Absalom noch vollends tot.

16. Da stie├č Joab in die Posaune und rief das Volk von der Verfolgung Israels zur├╝ck; denn Joab wollte das Volk schonen.

17. Sie nahmen aber Absalom und warfen ihn im Walde in die gro├če Grube und errichteten einen sehr gro├čen Steinhaufen ├╝ber ihm. Ganz Israel aber war entflohen, ein jeder zu seiner H├╝tte.

18. Absalom aber hatte, als er noch lebte, eine S├Ąule genommen und f├╝r sich im K├Ânigstale aufgerichtet, denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, der f├╝r meines Namens Ged├Ąchtnis sorgen k├Ânnte; und so nannte er die S├Ąule nach seinem Namen; und sie hei├čt auch ┬źAbsaloms Hand┬╗ bis auf diesen Tag.

19. Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach: Ich will doch hinlaufen und dem K├Ânig verk├╝ndigen, da├č der HERR ihm Recht verschafft hat von der Hand seiner Feinde!

20. Joab aber sprach zu ihm: Du bist heute kein Mann guter Botschaft! An einem andern Tage magst du gute Botschaft bringen, heute aber h├Ąttest du keine gute Botschaft zu bringen; denn des K├Ânigs Sohn ist tot!

21. Aber zu dem Kuschiten sprach Joab: Gehe hin, melde dem K├Ânig, was du gesehen hast! Da verneigte sich der Kuschite vor Joab und lief davon.

22. Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach abermal zu Joab: Wie w├Ąre es, wenn ich doch dem Kuschiten nachliefe? Joab sprach: Was willst du laufen, mein Sohn? Dir wird kein Botenlohn zuteil!

23. Mag sein; ich will doch laufen! Da sprach er zu ihm: So lauf! Also lief Ahimaaz den Weg der Jordanaue und kam dem Kuschiten zuvor.

24. David aber sa├č zwischen den zwei Toren. Und der W├Ąchter ging auf das Dach des Tors auf der Mauer, erhob seine Augen und sah sich um. Siehe, da lief ein Mann allein.

25. Da rief der W├Ąchter und k├╝ndigte es dem K├Ânig an. Der K├Ânig aber sprach: Ist er allein, so ist gute Botschaft in seinem Munde!

26. W├Ąhrend nun dieser immer n├Ąher kam, sah der W├Ąchter einen andern Mann laufen und rief dem Torh├╝ter zu und sprach: Siehe, ein Mann l├Ąuft allein! Der K├Ânig aber sprach: Der ist auch ein guter Bote!

27. Der W├Ąchter sprach: Mir scheint, der erste L├Ąufer sei Ahimaaz, der Sohn Zadoks! Da sprach der K├Ânig: Er ist ein guter Mann und bringt gute Botschaft!

28. Ahimaaz aber rief und sprach zum K├Ânig: Friede! Dann warf er sich vor dem K├Ânig auf sein Angesicht zur Erde nieder und sprach: Gelobt sei der HERR, dein Gott, der die Leute, die ihre Hand wider meinen Herrn, den K├Ânig, aufgehoben, dahingegeben hat!

29. Der K├Ânig aber fragte: Geht es auch dem J├╝ngling Absalom wohl? Ahimaaz sprach: Ich sah ein gro├čes Get├╝mmel, als Joab den Knecht des K├Ânigs und mich, deinen Knecht, sandte, wei├č aber nicht, was es war.

30. Der K├Ânig sprach: Tritt zur Seite und stelle dich hierher! Da trat er zur Seite und blieb stehen.

31. Siehe, da kam der Kuschite und sprach: Ich bringe eine gute Botschaft, mein Herr und K├Ânig! Denn der HERR hat dir heute Recht verschafft von der Hand aller, die sich wider dich auflehnten!

32. Der K├Ânig aber fragte den Kuschiten: Geht es auch dem J├╝ngling Absalom wohl? Der Kuschite sprach: Wie dem J├╝ngling m├Âge es allen Feinden meines Herrn, des K├Ânigs, und allen ergehen, die sich wider dich auflehnen, B├Âses zu tun!

33. Da ward der K├Ânig sehr bewegt und ging hinauf ins Obergemach im Tor und weinte; und im Gehen sprach er: ┬źMein Sohn Absalom, mein Sohn, mein Sohn Absalom! Ach, da├č ich doch statt deiner gestorben w├Ąre! O Absalom, mein Sohn, mein Sohn!┬╗

1. Und es ward Joab angezeigt: Siehe, der K├Ânig weint und tr├Ągt Leid um Absalom!

2. So wurde an jenem Tage dem ganzen Volke der Sieg zum Leid; denn an jenem Tage h├Ârte das Volk sagen: Der K├Ânig trauert um seinen Sohn!

3. Und das Volk stahl sich an jenem Tage in die Stadt hinein, wie ein Volk sich wegstiehlt, das sich sch├Ąmen mu├č, weil es im Kampfe geflohen ist.

4. Der K├Ânig aber hatte sein Angesicht verh├╝llt und schrie laut: Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

5. Da kam Joab zum K├Ânig ins Haus und sprach: Du hast heute alle deine Knechte schamrot gemacht, die heute dir und deinen S├Âhnen, deinen T├Âchtern, deinen Weibern und Kebsweibern das Leben gerettet haben;

6. indem du die liebst, die dich hassen, und hassest, die dich lieben; denn du l├Ąssest heute merken, da├č dir nichts gelegen ist an den Hauptleuten und Knechten! Denn ich merke heute wohl: wenn nur Absalom lebte und wir alle heute tot w├Ąren, das d├╝nkte dich, recht zu sein!

7. So mache dich nun auf und gehe hinaus und rede mit deinen Knechten freundlich! Denn ich schw├Âre dir bei dem HERRN: Wenn du nicht hinausgehst, so wird kein Mann diese Nacht bei dir bleiben, und das wird ├Ąrger sein f├╝r dich als alles Ungl├╝ck, das ├╝ber dich gekommen ist, von deiner Jugend an bis hierher!

8. Da machte sich der K├Ânig auf und setzte sich ins Tor. Das tat man allem Volke kund und sprach: Siehe, der K├Ânig sitzt im Tor! Da kam alles Volk vor den K├Ânig; Israel aber war geflohen, ein jeder in seine H├╝tte.

9. Und alles Volk in allen St├Ąmmen Israels zankte sich und sprach: Der K├Ânig hat uns errettet von der Hand unsrer Feinde, und er hat uns aus der Philister Hand erl├Âst; dennoch mu├čte er jetzt vor Absalom aus dem Lande fliehen!

10. Nun aber ist Absalom, den wir ├╝ber uns gesalbt hatten, im Kampfe umgekommen. Warum sagt ihr denn nun nichts davon, da├č ihr den K├Ânig zur├╝ckholen wollt?

11. Und der K├Ânig David sandte zu Zadok und Abjatar, den Priestern, und lie├č ihnen sagen: Redet mit den ├ältesten Judas und sagt zu ihnen: Warum wollt ihr die Letzten sein, den K├Ânig wieder in sein Haus zu holen? Denn was von ganz Israel geredet wurde, war vor den K├Ânig in sein Haus gekommen.

12. Ihr seid meine Br├╝der, mein Gebein und mein Fleisch; warum wollt ihr denn die Letzten sein, den K├Ânig wieder zu holen?

13. Und zu Amasa sprecht: Bist du nicht mein Gebein und Fleisch? Gott tue mir dies und das, wenn du nicht Feldhauptmann sein wirst vor mir dein Leben lang an Joabs Statt!

14. Und er neigte das Herz aller M├Ąnner von Juda wie dasjenige eines Mannes, so da├č sie zum K├Ânig sandten und ihm sagen lie├čen: Komm wieder, du und alle deine Knechte!

15. Also kam der K├Ânig wieder. Und da er an den Jordan kam, waren die M├Ąnner von Juda gen Gilgal gekommen, um dem K├Ânig entgegenzugehen und ihn ├╝ber den Jordan zu f├╝hren.

16. Auch Simei, der Sohn Geras, des Benjaminiters, der zu Bachurim wohnte, eilte mit den M├Ąnnern Judas hinab, dem K├Ânig entgegen,

17. und mit ihm tausend Mann von Benjamin; dazu Ziba, der Knecht des Hauses Sauls, samt seinen f├╝nfzehn S├Âhnen und zwanzig Knechten; die bereiteten den Weg ├╝ber den Jordan, vor dem K├Ânig her.

18. Es ging n├Ąmlich eine F├Ąhre hin├╝ber, um die k├Ânigliche Familie ├╝berzusetzen und also dem K├Ânig einen Gefallen zu erweisen. Da fiel Simei, der Sohn Geras, vor dem K├Ânig nieder, als dieser ├╝ber den Jordan fahren wollte,

19. und er sprach zum K├Ânig: Mein Herr, rechne mir die Missetat nicht zu und gedenke nicht an das B├Âse, was dein Knecht getan hat des Tages, als mein Herr, der K├Ânig, Jerusalem verlie├č;

20. denn dein Knecht erkennt, da├č ich ges├╝ndigt habe; und siehe, ich bin heute zuerst gekommen, vor dem ganzen Hause Joseph, um meinem Herrn, dem K├Ânig, zu begegnen!

21. Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, antwortete und sprach: Sollte Simei darum nicht sterben, da├č er dem Gesalbten des HERRN geflucht hat?

22. David aber sprach: Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr S├Âhne der Zeruja, die ihr mir heute zum Satan werden wollt? Sollte heute jemand in Israel get├Âtet werden? Wei├č ich denn nicht, da├č ich heute K├Ânig ├╝ber Israel geworden bin?

23. Und der K├Ânig sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben! Und der K├Ânig schwur ihm.

24. Mephiboset aber, Sauls Sohn, kam auch herab, dem K├Ânig entgegen. Und er hatte weder seine F├╝├če noch seinen Bart gepflegt, noch seine Kleider gewaschen, seit dem Tage, da der K├Ânig hinweggegangen war, bis zu dem Tage, da er in Frieden wiederkehrte.

25. Als er nun von Jerusalem dem K├Ânig entgegenkam, sprach der K├Ânig zu ihm: Mephiboset, warum bist du nicht mit mir gezogen?

26. Er sprach: Mein Herr und K├Ânig, mein Knecht hat mich betrogen! Denn dein Knecht sprach: Ich will mir einen Esel satteln, damit ich darauf reiten und zum K├Ânig ziehen kann, denn dein Knecht ist lahm.

27. Dazu hat er deinen Knecht verleumdet vor meinem Herrn, dem K├Ânig. Aber mein Herr, der K├Ânig, ist wie ein Engel Gottes! So tue nur, was dich gut d├╝nkt!

28. Denn als das ganze Haus meines Vaters nichts anderes war als Leute des Todes vor meinem Herrn, dem K├Ânig, hast du deinen Knecht unter die gesetzt, welche an deinem Tische essen; was habe ich noch weiter zu beanspruchen oder zum K├Ânig zu schreien?

29. Der K├Ânig sprach zu ihm: Was machst du noch weiter Worte? Ich habe es gesagt: Du und Ziba sollt den Landbesitz unter euch teilen!

30. Mephiboset sprach zum K├Ânig: Er soll nur alles nehmen, nachdem mein Herr, der K├Ânig, in Frieden heimgekommen ist!

31. Und Barsillai, der Gileaditer, war von Roglim herabgekommen, um den K├Ânig ├╝ber den Jordan zu geleiten.

32. Barsillai war aber sehr alt, achtzigj├Ąhrig, und er hatte den K├Ânig w├Ąhrend seines Aufenthaltes zu Mahanaim mit Speise versorgt; denn er war ein sehr reicher Mann.

33. Nun sprach der K├Ânig zu Barsillai: Du sollst mit mir hin├╝berziehen, und ich will dich zu Jerusalem bei mir versorgen!

34. Aber Barsillai sprach zum K├Ânig: Wie lange habe ich noch zu leben, da├č ich mit dem K├Ânig nach Jerusalem hinaufziehen sollte?

35. Ich bin heute achtzig Jahre alt, wie k├Ânnte ich noch unterscheiden, was gut oder schlecht ist? K├Ânnte dein Knecht auch schmecken, was ich ├Ą├če und tr├Ąnke? K├Ânnte ich noch h├Âren, was die S├Ąnger und S├Ąngerinnen singen? Warum sollte also dein Knecht dem K├Ânig zur Last fallen?

36. Dein Knecht m├Âchte nur ein wenig mit dem K├Ânig ├╝ber den Jordan gehen; aber warum wollte mir der K├Ânig eine solche Vergeltung erweisen?

37. La├č doch deinen Knecht umkehren, da├č ich in meiner Stadt, beim Grabe meines Vaters und meiner Mutter, sterben kann! Aber siehe, hier ist dein Knecht Kimham, der m├Âge mit meinem Herrn, dem K├Ânig, hin├╝berziehen; demselben tue, was dich gut d├╝nkt!

38. Der K├Ânig sprach: Kimham soll mit mir hin├╝berziehen, so will ich ihm tun, was dir gef├Ąllt; auch alles, was du von mir forderst, will ich f├╝r dich tun.

39. Und als alles Volk den Jordan ├╝berschritten hatte, ging der K├Ânig auch hin├╝ber; und der K├Ânig k├╝├čte den Barsillai und segnete ihn. Darauf kehrte dieser wieder an seinen Ort zur├╝ck.

40. Der K├Ânig aber zog nach Gilgal hin├╝ber und Kimham mit ihm; und das ganze Volk von Juda hatte den K├Ânig hin├╝bergef├╝hrt und auch das halbe Volk Israel.

41. Und siehe, da kamen alle M├Ąnner von Israel zum K├Ânig und sprachen zu ihm: Warum haben dich unsre Br├╝der, die M├Ąnner von Juda, weggestohlen und haben den K├Ânig und sein Haus ├╝ber den Jordan gef├╝hrt und alle M├Ąnner Davids mit ihm?

42. Da antworteten alle M├Ąnner von Juda denen von Israel: Weil der K├Ânig uns n├Ąher zugeh├Ârt! Und was z├╝rnt ihr darum? Haben wir den K├Ânig gefressen oder ihn f├╝r uns in Beschlag genommen?

43. Aber die M├Ąnner Israels antworteten denen von Juda und sprachen: Wir haben zehn Anteile am K├Ânig und gelten auch bei David mehr als ihr! Warum habt ihr uns denn so gering geachtet? Haben wir nicht zuerst gesagt, wir wollten unsern K├Ânig wieder holen? Aber die von Juda redeten noch h├Ąrter als die von Israel.

1. Nun war daselbst von ungef├Ąhr ein nichtsw├╝rdiger Mensch, namens Seba, ein Sohn Bichris, eines Mannes von Benjamin, der stie├č in die Posaune und sprach: Wir haben keinen Teil an David, noch Erbe am Sohne Isais; ein jeder begebe sich zu seinen Zelten, ihr Israeliten!

2. Da fielen alle Israeliten von David ab und folgten Seba, dem Sohne Bichris. Aber die M├Ąnner von Juda hingen an ihrem K├Ânig, vom Jordan an bis gen Jerusalem.

3. Als aber der K├Ânig David zu seinem Hause kam in Jerusalem, nahm er die zehn Kebsweiber, die er zur├╝ckgelassen hatte, das Haus zu h├╝ten, und tat sie in Verwahrung und versorgte sie; er ging aber nicht mehr zu ihnen; und sie blieben eingeschlossen bis an den Tag ihres Todes und lebten als Witwen.

4. Und der K├Ânig sprach zu Amasa: Berufe mir alle M├Ąnner von Juda auf den dritten Tag, und darnach stelle dich hier wieder ein!

5. Und Amasa ging hin, Juda einzuberufen; aber er verzog, auf die bestimmte Zeit zu kommen.

6. Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Seba, der Sohn Bichris, mehr Schaden tun als Absalom! Nimm du die Knechte deines Herrn und jage ihm nach, da├č er nicht etwa feste St├Ądte f├╝r sich gewinne und so unsern Augen entrinne!

7. Da zogen aus, ihm nach, die M├Ąnner Joabs und die Kreter und Pleter und alle Helden; sie zogen aus von Jerusalem, um Seba, dem Sohne Bichris, nachzujagen.

8. Als sie aber bei dem gro├čen Steine zu Gibeon waren, kam ihnen Amasa entgegen; Joab aber war mit seinem Waffenrock bekleidet und hatte dar├╝ber ein Schwert geg├╝rtet; das hing an seiner H├╝fte in der Scheide und glitt hervor und fiel heraus.

9. Und Joab sprach zu Amasa: Geht es dir wohl, mein Bruder? Und Joab fa├čte mit seiner rechten Hand Amasa beim Bart, um ihn zu k├╝ssen.

10. Amasa aber achtete nicht auf das Schwert in Joabs Hand; und der stach ihn damit in den Bauch, da├č sich seine Eingeweide auf die Erde ergossen; und er starb, ohne da├č jener ihm noch einen Stich gab. Joab aber und sein Bruder Abisai jagten Seba, dem Sohne Bichris, nach.

11. Es trat aber einer von den Burschen Joabs neben Amasa und sprach: Wer Joab liebt und es mit David h├Ąlt, der folge Joab nach!

12. Amasa aber w├Ąlzte sich in seinem Blute mitten auf der Stra├če. Als aber der Mann sah, da├č alles Volk daselbst stehenblieb, schob er Amasa von der Stra├če auf den Acker und warf Kleider auf ihn, weil er sah, da├č alle Vor├╝bergehenden stehen blieben.

13. Als er nun von der Stra├če weggeschafft war, folgte jedermann Joab nach, um Seba, dem Sohne Bichris, nachzujagen.

14. Der zog durch alle St├Ąmme Israels bis nach Abel-Beth-Maacha; und alle Beriter versammelten sich und folgten ihm auch nach.

15. Jene aber kamen und belagerten ihn zu Abel-Beth-Maacha, und sie warfen einen Wall um die Stadt bis an die Mauern hin. Und alles Volk, das mit Joab war, st├╝rmte und wollte die Mauer niederwerfen.

16. Da rief eine weise Frau aus der Stadt: H├Âret, h├Âret! Saget doch zu Joab: Komm hierher, ich will mit dir reden!

17. Als er sich ihr nun n├Ąherte, sprach die Frau: Bist du Joab? Er sprach: Ich bin's! Sie sprach zu ihm: H├Âre die Rede deiner Magd! Er sprach: Ich h├Âre!

18. Sie sprach: Vor Zeiten pflegte man zu sagen: Man frage doch in Abel! Und so f├╝hrte man es auch aus.

19. Ich bin eine von den friedsamen, getreuen St├Ądten in Israel, und du willst eine Stadt und Mutter Israels umbringen? Warum willst du das Erbteil des HERRN verderben?

20. Joab antwortete und sprach: Das sei ferne, das sei ferne von mir, da├č ich sie vernichten und verderben sollte!

21. Die Sache verh├Ąlt sich nicht so; sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim, namens Seba, der Sohn Bichris, hat sich wider den K├Ânig David emp├Ârt. Gebet denselben allein heraus, so will ich von der Stadt abziehen! Die Frau sprach zu Joab: Siehe, sein Haupt soll zu dir ├╝ber die Mauer hinausgeworfen werden!

22. Und die Frau ging hinein zu allem Volk in ihrer Weisheit. Da hieben sie Seba, dem Sohne Bichris, den Kopf ab und warfen ihn Joab zu. Der stie├č in die Posaune; und sie zerstreuten sich von der Stadt, ein jeder zu seinem Zelte. Joab aber kehrte wieder nach Jerusalem zum K├Ânig zur├╝ck.

23. Und Joab war ├╝ber das ganze Heer Israels gesetzt und Benaja, der Sohn Jojadas, ├╝ber die Kreter und Pleter.

24. Adoram aber war ├╝ber die Fron gesetzt; und Josaphat, der Sohn Achiluds, war Kanzler.

25. Aber Seja war Schreiber, und Zadok und Abjatar waren Priester.

26. Auch Ira, der Iairiter, war ein Priester Davids.

Voc├¬ est├í lendo 2 Samuel na edi├ž├úo SCHLACHTER, Schlachter, em Alem├úo.
Este l├şvro comp├┤e o Antigo Testamento, tem 24 cap├ştulos, e 695 vers├şculos.