Salmos

1. Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr, du bist unsre Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht!

2. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit!

3. Du wandelst den Sterblichen in Staub und sprichst: Kehret zurück, ihr Menschenkinder!

4. Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der vergangen ist, und wie eine Nachtwache;

5. du lässest sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein Schlaf am Morgen, wie das Gras, das aufsprießt,

6. das am Morgen blüht und grünt, am Abend welkt und verdorrt.

7. Denn wir werden aufgerieben durch deinen Zorn und schnell dahingerafft durch deinen Grimm.

8. Du hast unsre Missetaten vor dich hingestellt, unsre verborgenen Sünden in das Licht deines Angesichts.

9. Denn alle unsre Tage sind dahingeschwunden durch deinen Zorn, wir haben unsre Jahre zugebracht wie ein Geschwätz.

10. Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.

11. Wer erkennt aber die Stärke deines Zorns, deinen Grimm so, wie er zu fürchten ist?

12. Lehre uns unsre Tage richtig zählen, daß wir ein weises Herz erlangen!

13. Kehre wieder, o HERR, (wie lange verziehst du?) und habe Mitleid mit deinen Knechten!

14. Sättige uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir jubeln und fröhlich sein unser Leben lang.

15. Erfreue uns so viele Tage, wie du uns beugtest, so viele Jahre, als wir Unglück sahen.

16. Zeige deinen Knechten dein Werk und deine Herrlichkeit ihren Kindern!

17. Und die Freundlichkeit des Herrn, unsres Gottes, sei über uns, und das Werk unsrer Hände ordne du für uns, ja, das Werk unsrer Hände ordne du!

1. Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen wohnt,

2. der spricht zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue!

3. Ja, er wird dich erretten von der Schlinge des Voglers und von der verderblichen Pest;

4. er wird dich mit seinem Fittich decken, und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen; seine Treue ist Schirm und Schild.

5. Du brauchst dich nicht zu fürchten vor den Schrecken der Nacht, vor den Pfeilen, die bei Tage fliegen;

6. vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt.

7. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, dir naht sie nicht;

8. nur mit deinen Augen wirst du zusehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird.

9. Denn du sprichst : Der HERR ist meine Zuflucht! Den Höchsten hast du zu deiner Schutzwehr gemacht;

10. es wird dir kein Unglück zustoßen und keine Plage zu deinem Zelte sich nahen;

11. denn er hat seine Engel für dich aufgeboten, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

12. daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

13. Auf Löwen und Ottern wirst du treten, wirst zertreten junge Löwen und Drachen.

14. Denn er klammert sich an mich an, darum will ich ihn erretten; ich will ihn sicherstellen, weil er meinen Namen kennt.

15. Ruft er mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen;

16. ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihn seine Lust schauen lassen an meinem Heil!

1. Ein Psalmlied. Für den Sabbattag. (H92-2) Gut ist's, dem HERRN zu danken und zu singen deinem Namen, du Höchster;

2. (H92-3) des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Treue zu verkünden,

3. (H92-4) auf der zehnsaitigen Laute und dem Psalter, zum Harfenspiel.

4. (H92-5) Denn du hast mich erfreut, o HERR, durch dein Tun, und ich rühme die Werke deiner Hände:

5. (H92-6) HERR, wie sind deine Werke so groß, deine Gedanken sind sehr tief!

6. (H92-7) Ein unvernünftiger Mensch erkennt das nicht, und ein Tor beachtet es nicht.

7. (H92-8) Wenn die Gottlosen grünen wie das Gras und alle Übeltäter blühen, so ist's nur, damit sie für immer vertilgt werden.

8. (H92-9) Du aber, HERR, bist auf ewig erhaben!

9. (H92-10) Denn siehe, HERR, deine Feinde, ja, deine Feinde kommen um, alle Übeltäter werden zerstreut werden!

10. (H92-11) Aber mein Horn erhöhst du wie das eines Büffels; ich werde übergossen mit frischem Öl;

11. (H92-12) und mein Auge wird seine Lust sehen an denen, die mir auflauern; und mein Ohr wird seine Lust hören an den Bösen, die sich wider mich erheben.

12. (H92-13) Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

13. (H92-14) Die gepflanzt sind im Hause des HERRN, werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen;

14. (H92-15) noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftig und frisch,

15. (H92-16) zu verkünden, daß der HERR gerecht ist, mein Fels, und daß nichts Verkehrtes an ihm ist.

1. Der HERR ist König, mit Majestät bekleidet; der HERR ist angetan, ist umgürtet mit Macht; auch der Weltkreis steht fest und wird nicht wanken.

2. Dein Thron steht von jeher fest; du bist von Ewigkeit her!

3. Die Wasserströme brausen, o HERR, die Wasserströme brausen stark, die Wasserströme schwellen mächtig an;

4. aber mächtiger als das Brausen großer Wasser, mächtiger als die Meereswellen ist der HERR in der Höhe!

5. Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig; Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses, o HERR, für alle Zeiten.

1. Gott der Rache, o HERR, du Gott der Rache, brich hervor!

2. Erhebe dich, du Richter der Erde, gib den Stolzen ihren Lohn!

3. Wie lange sollen die Gottlosen, o HERR, wie lange sollen die Gottlosen frohlocken?

4. Sie halten viele und freche Reden; stolz überheben sich alle Übeltäter.

5. Sie knebeln dein Volk, o HERR, und unterdrücken dein Erbteil.

6. Sie erwürgen Witwen und Fremdlinge und ermorden Waisen;

7. und dann sagen sie: «Der HERR sieht es nicht, und der Gott Jakobs achtet es nicht!»

8. Nehmt doch Verstand an, ihr Unvernünftigen unter dem Volk, ihr Toren, wann wollt ihr klug werden?

9. Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen?

10. Der die Nationen züchtigt, sollte der nicht strafen, er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

11. Der HERR kennt die Anschläge der Menschen, weiß, daß sie vergeblich sind.

12. Wohl dem Mann, den du, HERR, züchtigst und den du aus deinem Gesetze belehrst,

13. ihm Ruhe zu geben vor den Tagen des Unglücks, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird.

14. Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen und sein Erbteil nicht verlassen;

15. denn zur Gerechtigkeit kehrt das Gericht zurück, und alle aufrichtigen Herzen werden ihm folgen!

16. Wer steht mir bei wider die Bösen, wer tritt für mich ein wider die Übeltäter?

17. Wäre der HERR nicht meine Hilfe, wie bald würde meine Seele in der Totenstille wohnen!

18. Sooft ich aber auch sprach: «Mein Fuß ist wankend geworden», hat deine Gnade, o HERR, mich gestützt.

19. Bei den vielen Sorgen in meinem Herzen erquickten deine Tröstungen meine Seele.

20. Sollte mit dir Gemeinschaft haben der Thron des Verderbens, der Unheil schafft; durch Gesetz?

21. Sie greifen die Seele des Gerechten an und verdammen unschuldiges Blut.

22. Aber der HERR ward mir zur festen Burg, zum Felsen, wo ich Zuflucht fand.

23. Und er ließ ihr Unrecht auf sie selber fallen, und er wird sie durch ihre eigene Bosheit vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie vertilgen.

1. Kommt, laßt uns dem HERRN lobsingen und jauchzen dem Felsen unsres Heils!

2. Laßt uns ihm mit Lobgesang begegnen und mit Psalmen jauchzen!

3. Denn der HERR ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter;

4. in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Spitzen der Berge gehören ihm;

5. sein ist das Meer, denn er hat es gemacht, und seine Hände haben das Trockene bereitet.

6. Geht ein, lasset uns anbeten und niederknieen, lasset uns lobpreisen vor dem HERRN, unserm Schöpfer!

7. Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe seiner Hand.

8. Wenn ihr heute seine Stimme höret, so verstocket eure Herzen nicht, wie zu Meriba, am Tage der Versuchung in der Wüste,

9. da mich eure Väter versuchten; sie prüften mich; und sahen doch meine Werke!

10. Vierzig Jahre empfand ich Ekel vor diesem Geschlecht; und ich sprach: Sie sind ein Volk, dessen Herz den Irrweg geht, und sie verstanden meine Wege nicht!

11. So daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht eingehen zu meiner Ruhe!

1. Singet dem HERRN ein neues Lied, singet dem HERRN, alle Welt!

2. Singet dem HERRN, preiset seinen Namen, prediget Tag für Tag sein Heil!

3. Erzählet unter den Heiden seine Herrlichkeit, unter allen Völkern seine Wunder!

4. Denn groß ist der HERR und hoch zu loben; er ist verehrungswürdiger als alle Götter.

5. Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht.

6. Pracht und Majestät sind vor seinem Angesicht, Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.

7. Bringet dem HERRN, ihr Völkerstämme, bringet dem HERRN Ehre und Macht!

8. Bringet dem HERRN die Ehre seines Namens, bringet Gaben und gehet ein zu seinen Vorhöfen!

9. Betet den HERRN an in heiligem Schmuck; erbebet vor ihm, alle Welt!

10. Saget unter den Heiden: der HERR regiert! Darum steht auch der Erdkreis fest und wankt nicht. Er wird die Völker richten mit Gerechtigkeit.

11. Es freue sich der Himmel, und die Erde frohlocke, es brause das Meer und was es erfüllt!

12. Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist! Alle Bäume im Wald sollen alsdann jubeln

13. vor dem HERRN; weil er kommt, weil er kommt, die Erde zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue.

1. Der HERR regiert; die Erde frohlocke, die vielen Inseln seien fröhlich!

2. Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind seines Thrones Feste.

3. Feuer geht vor ihm her und versengt ringsum seine Feinde.

4. Seine Blitze erleuchten den Erdkreis; die Erde sieht es und erschrickt.

5. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher der ganzen Erde.

6. Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit.

7. Schämen müssen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Götzen rühmen; vor ihm beugen sich alle Götter.

8. Zion hört es und ist froh; und die Töchter Judas frohlocken, HERR, um deiner Gerichte willen.

9. Denn du, HERR, bist der Höchste über die ganze Erde; du bist hoch erhaben über alle Götter.

10. Die ihr den HERRN liebt, hasset das Arge! Er bewahrt die Seelen seiner Frommen und errettet sie von der Hand der Gottlosen.

11. Licht wird dem Gerechten gespendet und Freude den aufrichtigen Herzen.

12. Freuet euch des HERRN, ihr Gerechten, und lobpreiset zum Gedächtnis seiner Heiligkeit!

1. Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied! Denn er hat Wunder getan; es half ihm seine Rechte und sein heiliger Arm.

2. Der HERR hat sein Heil kundgetan; vor den Augen der Heiden hat er seine Gerechtigkeit offenbart.

3. Er hat sich seiner Gnade und Treue gegenüber dem Hause Israel erinnert; aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

4. Jauchzet dem HERRN, alle Welt; brecht in Jubel aus und singet!

5. Singet dem HERRN mit der Harfe, mit der Harfe und mit klangvoller Stimme;

6. mit Trompeten und Posaunenschall spielet vor dem König, dem HERRN!

7. Es brause das Meer und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen;

8. die Ströme sollen in die Hände klatschen, alle Berge jubeln vor dem HERRN, weil er kommt, die Erde zu richten!

9. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker in Geradheit.

1. Der HERR regiert; die Völker erzittern; er thront über Cherubim, die Erde wankt!

2. Der HERR ist groß in Zion und hoch erhaben über alle Völker.

3. Sie sollen loben deinen großen und furchtbaren Namen (heilig ist er)

4. und die Stärke des Königs, der das Recht liebt; du hast die Redlichkeit fest gegründet; Recht und Gerechtigkeit hast du in Jakob geübt.

5. Erhebet den HERRN, unsern Gott, und fallet nieder vor dem Schemel seiner Füße! Heilig ist er!

6. Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen anriefen, sie riefen den HERRN an, und er erhörte sie.

7. In der Wolkensäule redete er zu ihnen; sie bewahrten seine Zeugnisse und die Satzung, die er ihnen gab.

8. HERR, unser Gott, du erhörtest sie; du warst ihnen ein vergebender Gott, doch ein Rächer ihrer Missetat.

9. Erhebet den HERRN, unsern Gott, und fallet nieder vor seinem heiligen Berg! Denn heilig ist der HERR, unser Gott!

1. Ein Lobgesang. Jauchzet dem HERRN, alle Welt!

2. Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel!

3. Erkennet, daß der HERR Gott ist; er hat uns gemacht, nicht wir uns selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.

4. Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, preiset seinen Namen!

5. Denn der HERR ist gut; seine Gnade währt ewiglich und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.

1. Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen; dir, HERR, soll es klingen!

2. Ich möchte den unsträflichen Weg kennen lernen! Wann kommst du zu mir? Ich will wandeln in Einfalt meines Herzens inmitten meines Hauses.

3. Ich will nichts Schlechtes vor meine Augen stellen; Übertretung zu üben hasse ich, es soll mir nicht ankleben.

4. Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen; den Bösen will ich nicht kennen lernen!

5. Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den vertilge ich; wer stolze Augen und ein hochmütiges Herz hat, den mag ich nicht.

6. Ich sehe auf die Treuen im Lande, daß sie bei mir wohnen; wer auf unsträflichem Wege wandelt, der soll mir dienen.

7. In meinem Hause soll keiner wohnen, der sich Betrügereien erlaubt; wer Lügen redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen.

8. Jeden Morgen will ich alle Gottlosen im Lande vertilgen, um alle Übeltäter auszurotten aus der Stadt des HERRN.

1. Ein Gebet des Elenden, wenn er schmachtet und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet. (H102-2) O HERR, höre mein Gebet, und mein Schreien komme vor dich!

2. (H102-3) Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tage meiner Not; neige dein Ohr zu mir; am Tage, da ich dich anrufe, erhöre mich eilends!

3. (H102-4) Denn meine Tage sind in Rauch aufgegangen, und meine Gebeine glühen wie ein Ofen.

4. (H102-5) Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras; denn ich habe vergessen, mein Brot zu essen.

5. (H102-6) Vor lauter Seufzen kleben meine Knochen an meinem Fleisch.

6. (H102-7) Ich gleiche einer Rohrdommel in der Wüste, bin wie ein Käuzlein in den Ruinen;

7. (H102-8) ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.

8. (H102-9) Täglich schmähen mich meine Feinde, und die wider mich toben, schwören bei mir;

9. (H102-10) denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Tränen

10. (H102-11) wegen deines Grimms und deines Zorns, daß du mich aufgehoben und hingeschleudert hast.

11. (H102-12) Meine Tage sind wie ein langgestreckter Schatten, und ich verdorre wie Gras.

12. (H102-13) Aber du, o HERR, bleibst ewig und dein Gedächtnis von einem Geschlecht zum andern.

13. (H102-14) Du wollest dich aufmachen und dich über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, die Stunde ist gekommen!

14. (H102-15) Denn deine Knechte lieben Zions Steine und trauern über ihren Schutt.

15. (H102-16) Dann werden die Heiden den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit,

16. (H102-17) wenn der HERR Zion gebaut hat und erschienen ist in seiner Herrlichkeit,

17. (H102-18) wenn er sich zum Gebet der Heimatlosen gewendet und ihr Gebet nicht verachtet hat.

18. (H102-19) Das wird man aufschreiben für das spätere Geschlecht, und das Volk, das geschaffen werden soll, wird den HERRN loben,

19. (H102-20) daß er herabgeschaut hat von der Höhe seines Heiligtums, daß der HERR vom Himmel zur Erde geblickt hat,

20. (H102-21) zu hören das Seufzen der Gefangenen und loszumachen die Kinder des Todes;

21. (H102-22) auf daß sie den Namen des HERRN preisen zu Zion und sein Lob in Jerusalem,

22. (H102-23) wenn die Völker sich versammeln allzumal und die Königreiche, dem HERRN zu dienen.

23. (H102-24) Er hat auf dem Wege meine Kraft gebeugt, meine Tage verkürzt.

24. (H102-25) Ich spreche: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für.

25. (H102-26) Du hast vormals die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.

26. (H102-27) Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden wie ein Kleid veralten, wie ein Gewand wirst du sie wechseln, und sie werden verschwinden.

27. (H102-28) Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende!

28. (H102-29) Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir bestehen.

1. Von David. Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen!

2. Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan!

3. Der dir alle deine Sünden vergibt und alle deine Gebrechen heilt;

4. der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit;

5. der dein Alter mit Gutem sättigt, daß du wieder jung wirst wie ein Adler.

6. Der HERR übt Gerechtigkeit und schafft allen Unterdrückten Recht.

7. Er hat seine Wege Mose kundgetan, den Kindern Israel seine Taten.

8. Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.

9. Er wird nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen.

10. Er hat nicht mit uns gehandelt nach unsern Sünden und uns nicht vergolten nach unsrer Missetat;

11. denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Gnade über die, so ihn fürchten;

12. so fern der Morgen ist vom Abend, hat er unsre Übertretung von uns entfernt.

13. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, so ihn fürchten;

14. denn er weiß, was für ein Gemächte wir sind; er denkt daran, daß wir Staub sind.

15. Eines Menschen Tage sind wie Gras; er blüht wie eine Blume auf dem Felde;

16. wenn ein Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr;

17. aber die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind;

18. bei denen, die seinen Bund bewahren und an seine Gebote gedenken, sie zu tun.

19. Der HERR hat seinen Thron im Himmel gegründet, und seine Herrschaft erstreckt sich über alles.

20. Lobet den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, gehorsam der Stimme seines Worts!

21. Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut!

22. Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!

1. Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß; mit Pracht und Majestät bist du angetan,

2. du, der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der den Himmel ausspannt wie ein Zelt,

3. der sich seinen Söller zimmert aus Wasser, Wolken zu seinem Wagen macht und auf den Fittichen des Windes einherfährt,

4. der Winde zu seinen Boten macht, Feuerflammen zu seinen Dienern.

5. Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gestützt, daß sie nimmermehr wanken wird.

6. Mit der Flut decktest du sie wie mit einem Kleid; die Wasser standen über den Bergen;

7. aber vor deinem Schelten flohen sie, von deiner Donnerstimme wurden sie verscheucht.

8. Berge stiegen empor, Täler senkten sich zu dem Ort, welchen du ihnen gesetzt hast.

9. Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten sollen; sie dürfen die Erde nicht wiederum bedecken.

10. Du lässest Quellen entspringen in den Tälern; sie fließen zwischen den Bergen hin;

11. sie tränken alle Tiere des Feldes; die Wildesel löschen ihren Durst.

12. ber ihnen wohnen die Vögel des Himmels; die lassen aus dem Dickicht ihre Stimme erschallen.

13. Du tränkst die Berge von deinem Söller herab; von der Frucht deiner Werke wird die Erde satt.

14. Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen, die der Mensch bearbeiten soll, um Nahrung aus der Erde zu ziehen;

15. und damit der Wein des Menschen Herz erfreue und seine Gestalt schön werde vom Öl und das Brot das Herz des Menschen stärke.

16. Die Bäume des HERRN trinken sich satt, die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat,

17. woselbst die Vögel nisten und der Storch, der die Zypressen bewohnt.

18. Die hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsenklüfte sind der Klippdachsen Zuflucht.

19. Er hat den Mond für bestimmte Zeiten gemacht; die Sonne weiß ihren Untergang.

20. Schaffst du Finsternis, und wird es Nacht, so regen sich alle Tiere des Waldes.

21. Die jungen Löwen brüllen nach Raub und verlangen ihre Nahrung von Gott.

22. Geht die Sonne auf, so ziehen sie sich zurück und legen sich in ihre Höhlen;

23. der Mensch aber geht aus an sein Tagewerk, an seine Arbeit bis zum Abend.

24. HERR, wie sind deiner Werke so viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Geschöpfe.

25. Da ist das Meer, so groß und weit ausgedehnt; darin wimmelt es ohne Zahl, kleine Tiere samt großen;

26. da fahren die Schiffe; der Leviatan, den du gemacht hast, um darin zu spielen.

27. Sie alle warten auf dich, daß du ihnen ihre Speise gebest zu seiner Zeit;

28. wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt;

29. verbirgst du dein Antlitz, so erschrecken sie; nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub;

30. sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde.

31. Die Herrlichkeit des HERRN währe ewig! Möge der HERR Freude erleben an seinen Werken!

32. Blickt er die Erde an, so zittert sie; rührt er die Berge an, so rauchen sie.

33. Ich will dem HERRN singen mein Leben lang, meinen Gott lobpreisen, solange ich noch bin.

34. Möge mein Gedicht ihm wohlgefallen! Ich freue mich am HERRN.

35. Möchten die Sünder von der Erde vertilgt werden und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Hallelujah!

1. Danket dem HERRN, ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern seine Taten bekannt!

2. Singet vor ihm, spielet vor ihm, redet von allen seinen Wundern!

3. Rühmet euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!

4. Fragt nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Angesicht allezeit!

5. Gedenket seiner Wunder, die er getan, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes!

6. O Same Abrahams, seines Knechtes, o ihr Söhne Jakobs, seine Auserkorenen!

7. Er, der HERR, ist unser Gott; auf der ganzen Erde gilt sein Recht.

8. Er gedenkt auf ewig an seinen Bund, an das Wort, das er tausend Geschlechtern befohlen hat;

9. des Bundes, den er mit Abraham geschlossen, seines Eides, den er Isaak geschworen hat.

10. Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung, für Israel als ewigen Bund,

11. da er sprach: «Dir gebe ich das Land Kanaan als euer Erbteil»,

12. da sie noch leicht zu zählen waren, gar wenige und Fremdlinge darin,

13. und wandern mußten von einem Volk zum andern und von einem Königreich zum andern.

14. Er ließ sie von keinem Menschen bedrücken und züchtigte Könige um ihretwillen:

15. «Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!»

16. Und er rief eine Hungersnot herbei über das Land und zerschlug jegliche Stütze an Brot.

17. Er sandte einen Mann vor ihnen her, Joseph ward zum Sklaven verkauft!

18. Sie zwangen seinen Fuß in einen Stock; seine Seele geriet in Fesseln;

19. bis zur Zeit, da sein Wort eintraf und der Ausspruch des HERRN ihn geläutert hatte.

20. Der König sandte hin und befreite ihn; der die Völker beherrschte, ließ ihn los.

21. Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus und zum Herrscher über alle seine Güter,

22. daß er seine Fürsten nach Belieben binde und seine Ältesten unterweise.

23. Da zog Israel nach Ägypten, und Jakob wurde ein Fremdling im Lande Hams.

24. Und er machte sein Volk sehr fruchtbar und ließ es zahlreicher werden als seine Dränger.

25. Er wandte ihr Herz, sein Volk zu hassen, arglistig zu handeln an seinen Knechten.

26. Er sandte Mose, seinen Knecht, Aaron, den er erwählt hatte.

27. Die verrichteten seine Zeichen unter ihnen und taten Wunder im Lande Hams.

28. Er sandte Finsternis, und es ward Nacht, damit sie seinen Worten nicht widerstreben möchten.

29. Er verwandelte ihre Gewässer in Blut und tötete ihre Fische;

30. ihr Land wimmelte von Fröschen bis in die Gemächer ihrer Könige.

31. Er sprach; und es kamen Fliegenschwärme, Mücken in alle ihre Grenzen.

32. Er gab ihnen Hagel statt Regen, Feuerflammen auf ihr Land;

33. und er schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach die Bäume in ihrem Land.

34. Er sprach; da kamen Heuschrecken und Käfer ohne Zahl,

35. die fraßen alles Kraut im Lande und verzehrten ihre Feldfrüchte.

36. Und er schlug alle Erstgeburt in ihrem Lande, alle Erstlinge ihrer Kraft.

37. Aber sie ließ er ausziehen mit Silber und Gold, und es war kein Strauchelnder unter ihren Stämmen.

38. gypten war froh, daß sie gingen; denn der Schrecken vor ihnen war auf sie gefallen.

39. Er breitete vor ihnen eine Wolke aus zur Decke und Feuer, um die Nacht zu erleuchten.

40. Sie forderten; da ließ er Wachteln kommen und sättigte sie mit Himmelsbrot.

41. Er öffnete den Felsen; da floß Wasser heraus; es floß ein Bach in der Wüste.

42. Denn er gedachte an sein heiliges Wort, an Abraham, seinen Knecht.

43. Er ließ sein Volk ausziehen mit Freuden, mit Jubel seine Auserwählten.

44. Und er gab ihnen die Länder der Heiden; und woran die Völker sich abgemüht hatten, das nahmen sie in Besitz;

45. auf daß sie seine Satzungen halten und seine Lehren bewahren möchten. Hallelujah!

1. Hallelujah! Danket dem HERRN, denn er ist gütig, seine Gnade währt ewiglich!

2. Wer kann die Machttaten des HERRN beschreiben und allen seinen Ruhm verkünden?

3. Wohl denen, die das Recht beachten, die Gerechtigkeit üben allezeit!

4. Gedenke meiner, o HERR, aus Gnaden gegen dein Volk, suche mich heim mit deinem Heil,

5. daß ich einen Einblick bekomme in das Wohlergehen deiner Auserwählten, mich freue an der Freude deines Volkes und mich deines Erbteils rühme.

6. Wir haben gesündigt samt unsern Vätern, wir haben verkehrt gehandelt, wir haben gefrevelt.

7. Unsre Väter in Ägypten hatten nicht acht auf deine Wunder, sie gedachten nicht an die Größe deiner Güte und waren widerspenstig am Meer, am Schilfmeer.

8. Aber er half ihnen um seines Namens willen, um seine Stärke kundzutun.

9. Und er bedrohte das Schilfmeer, daß es vertrocknete, und ließ sie durch die Tiefen gehen wie auf einer Steppe.

10. Und er rettete sie von der Hand des Hassers und erlöste sie aus der Hand des Feindes.

11. Und das Wasser bedeckte ihre Bedränger, nicht einer von ihnen blieb übrig.

12. Da glaubten sie seinen Worten und sangen sein Lob.

13. Aber sie vergaßen seine Werke bald, sie warteten nicht auf seinen Rat,

14. sondern ließen sich gelüsten in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde.

15. Und er gab ihnen, was sie forderten, sandte aber eine Seuche unter sie.

16. Und sie wurden eifersüchtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den Heiligen des HERRN.

17. Da tat sich die Erde auf und verschlang Datan und bedeckte die Rotte Abirams;

18. und Feuer verzehrte ihre Rotte, die Flamme versengte die Gottlosen.

19. Sie machten ein Kalb am Horeb und warfen sich nieder vor dem gegossenen Bild.

20. Sie vertauschten ihre Herrlichkeit gegen das Abbild eines Stiers, der Gras frißt.

21. Sie vergaßen Gottes, ihres Retters, der große Dinge in Ägypten getan,

22. Wunder im Lande Hams, Furchtbares am Schilfmeer.

23. Und er gedachte sie zu vertilgen, wenn nicht Mose, sein Auserwählter, in den Riß getreten wäre vor seinem Angesicht, um seinen Grimm abzuwenden, daß er sie nicht vertilgte.

24. Sie verachteten das liebliche Land, sie glaubten seinem Worte nicht.

25. Und sie murrten in ihren Zelten, sie gehorchten nicht der Stimme des HERRN.

26. Da erhob er seine Hand und schwur , sie niederzustrecken in der Wüste

27. und ihren Samen unter die Nationen zu werfen und sie zu zerstreuen in die Länder.

28. Und sie hängten sich an den Baal-Peor und aßen Opfer der toten Götzen ,

29. und sie erzürnten ihn mit ihrem Tun; da brach die Plage unter ihnen aus.

30. Aber Pinehas trat auf und übte Gericht, so daß die Plage aufgehalten ward.

31. Das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet auf alle Geschlechter, in Ewigkeit.

32. Und sie erzürnten ihn am Haderwasser, und es erging Mose übel um ihretwillen.

33. Denn sie betrübten seinen Geist, und er redete unbedacht mit seinen Lippen.

34. Sie vertilgten die Völker nicht, von denen der HERR ihnen gesagt hatte;

35. sondern ließen sich ein mit den Heiden und lernten ihre Weise.

36. Und sie dienten ihren Götzen, und diese wurden ihnen zum Fallstrick.

37. Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den bösen Geistern.

38. Und sie vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter, welche sie den Götzen Kanaans opferten, und so wurde das Land durch Blutschulden entweiht.

39. Und sie befleckten sich mit ihren Werken und hurten mit ihrem Tun.

40. Da entbrannte der Zorn des HERRN wider sein Volk, und er faßte einen Abscheu gegen sein Erbe.

41. Und er gab sie in die Hand der Nationen, daß ihre Hasser über sie herrschten.

42. Und ihre Feinde bedrückten sie, und sie wurden gedemütigt unter ihre Hand.

43. Er errettete sie oftmals; aber sie widerstrebten ihm mit ihren Anschlägen und kamen herunter durch eigene Schuld.

44. Aber er sah ihre Not an, als er ihr Schreien hörte,

45. und gedachte seines Bundes mit ihnen und empfand Mitleid nach seiner großen Huld

46. und ließ sie Erbarmen finden bei denen, die sie gefangen hielten.

47. Hilf uns, HERR, unser Gott, sammle uns aus den Heiden, daß wir deinem heiligen Namen danken und uns glücklich preisen, zu deinem Ruhm!

48. Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk soll sagen: Amen! Hallelujah!

Significados: Judas, Israel, Samuel.

Você está lendo Salmos na edição SCHLACHTER, Schlachter, em Alemão.
Este lívro compôe o Antigo Testamento, tem 150 capítulos, e 2461 versículos.