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Bíblia ZURCHER

Deuteronômio 32

1 MERKET auf, ihr Himmel, denn ich will reden, / und die Erde höre die Worte meines Mundes! / (a) Jes 1:2

2 Meine Lehre riesle wie der Regen, / meine Rede träufle wie der Tau, / wie Regenschauer auf das junge Grün / und wie Tropfen auf die Flur. /

3 Denn den Ruhm des Herrn will ich verkünden: / Gebet Ehre unserm Gott! /

4 (Er ist) der Fels! Untadelig ist sein Tun, / denn Recht sind alle seine Wege. / Ein Gott der Treue, ohne Falsch, / gerecht und redlich ist der Herr. /

5 Gebrochen haben ihm die Treue seine Kinder, / ein verkehrtes und verdrehtes Geschlecht. /

6 Dankt ihr dem Herrn also, / du törichtes, unweises Volk? / Ist nicht er dein Vater, der dich erschaffen, / nicht er es, der dich gemacht und bereitet? / (a) Jes 63:16

7 Gedenket der Tage der Vorzeit, / achtet der Jahre der vergangnen Geschlechter. / Frage deinen Vater, er wird es dir kundtun, / deine Betagten, sie werden dir's sagen. /

8 Als der Höchste den Völkern ihr Erbe gab, / als er die Menschenkinder schied, / da setzte er fest die Gebiete der Völker / nach der Zahl der Engel. / (1) nach and. Textüberlieferung: "mit Rücksicht auf die Zahl der Söhne Israels". (a) Apg 17:26

9 Aber der Anteil des Herrn ist sein Volk, / Jakob das Los seines Eigentums. / (a) 5Mo 4:20

10 Er fand es in wüstem Lande, / in der Öde, im Geheul der Wildnis; / er schützte es, nahm es in acht, / hütete es wie seinen Augapfel. /

11 Wie ein Adler, der seine Brut zum Flug aufstört / und über seinen Jungen schwebt, / so breitete er seine Flügel aus, / nahm es und trug es auf seinem Fittich. / (a) 2Mo 19:4

12 Der Herr allein leitete es, / kein fremder Gott war mit ihm. /

13 Er liess es einherfahren über die Höhen der Erde / und speiste es mit den Früchten der Flur; / er liess es Honig schlürfen aus Felsen / und Öl aus Kieselgestein, / (a) Ps 81:17

14 Sahne von Kühen und Milch von Ziegen, / auch Fett von Lämmern und Widdern, / Stiere von Basan und Böcke, / auch das Mark des Weizens! / Und Traubenblut trankst du, feurigen Wein. /

15 Und Jakob ass und wurde satt, / fett ward Jeschurun und schlug aus – / fett wurdest du, dick und feist – / und es liess den Gott fahren, der es gemacht, / und verwarf den Fels seines Heils. / (a) 5Mo 33:5 26; Jes 44:2

16 Sie machten ihn eifersüchtig durch fremde (Götter), / durch Greuel reizten sie ihn. /

17 Sie opferten Geistern, die nicht Gott sind, / Göttern, die sie nicht gekannt, / neuen, die aus der Nähe gekommen, / von denen eure Väter nicht gewusst. /

18 Des Felses, der dich gezeugt, gedachtest du nicht / und vergassest des Gottes, der dich geboren. /

19 Der Herr sah es, und er verwarf (sie) / aus Unmut über seine Söhne und Töchter. /

20 Und er sprach: Verbergen will ich vor ihnen mein Angesicht, / will sehen, welches ihr Ende sei; / denn sie sind ein verkehrtes Geschlecht, / Kinder, die keine Treue kennen. /

21 Sie haben mich eifersüchtig gemacht durch Nichtgötter, / durch ihre Götzen haben sie mich gereizt; / ich aber mache sie eifersüchtig durch ein Unvolk, / durch ein gottloses Volk will ich sie reizen. /

22 Denn ein Feuer lodert auf in meinem Zorn / und brennt bis in die Tiefen der Unterwelt; / es verzehrt die Erde samt ihrem Gewächs / und entzündet die Grundfesten der Berge. / (a) Am 7:4

23 Ich will Unglück über Unglück auf sie häufen, / will meine Pfeile alle gegen sie verschiessen. /

24 Sind sie entkräftet vor Hunger und verzehrt von Fieberglut und giftiger Pest, / so lasse ich die Zähne wilder Tiere auf sie los und das Gift / im Staube kriechender (Schlangen). /

25 Draussen wird das Schwert wegraffen / und drinnen der Schrecken, / so den Jüngling wie die Jungfrau, / den Säugling samt dem ergrauten Mann. /

26 Ich hätte gesagt: "Ich will sie zerstreuen, / ihr Gedächtnis tilgen unter den Menschen", /

27 wenn ich den Unmut über den Feind nicht scheute; / ihre Dränger möchten es falsch auslegen / und sagen: "Unsre Hand war mächtig, / nicht der Herr hat dies alles getan." /

28 Denn sie sind ein Volk, dem es an Rat gebricht, / und keine Einsicht ist in ihnen. /

29 Wären sie weise, so würden sie dies verstehen, / würden merken, welches ihr Ende sein wird. /

30 Wie könnte Einer Tausend verfolgen / und Zweie Zehntausend in die Flucht schlagen, / wenn nicht ihr Fels sie verkauft / und der Herr sie preisgegeben hätte? /

31 Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels; / des sind unsre Feinde selbst Richter. /

32 Denn vom Weinstock Sodoms / stammt ihr Weinstock / und aus den Gefilden Gomorrhas; / ihre Trauben sind giftige Trauben, / sie haben bittere Beeren. /

33 Drachengeifer ist ihr Wein / und grausames Otterngift. /

34 Ist solches nicht bei mir aufbewahrt, / versiegelt in meinen Schatzkammern /

35 auf den Tag der Rache und Vergeltung, / auf die Zeit, da ihr Fuss wanken wird? / Denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, / und ihr Verhängnis eilt herzu. /

36 Denn Recht schaffen wird der Herr seinem Volke / und über seine Knechte sich erbarmen; / er sieht, dass alle Kraft dahin ist / und dass es aus ist mit dem Unmündigen und Mündigen. /

37 Und er wird sprechen: Wo sind ihre Götter, / der Fels, der ihre Zuflucht war, /

38 die das Fett ihrer Opfer assen, / den Wein ihres Trankopfers tranken? / Sie mögen sich aufmachen und euch helfen, / sie mögen ein Schirm über euch sein! / (a) Ri 10:14; Jer 2:28

39 Sehet nun, dass ich, ich es bin / und kein Gott neben mir ist. / Ich bin's, der tötet und der lebendig macht; / ich habe zerschlagen, ich werde auch heilen, / und niemand errettet aus meiner Hand. / (a) 5Mo 4:35; 6:4; 1Sa 2:2 6; Jes 45:6 7; Hos 6:1

40 Denn ich erhebe zum Himmel meine Hand und spreche: / So wahr ich ewiglich lebe! /

41 Wenn ich geschärft mein blitzendes Schwert, / wenn meine Hand zum Gericht greift, / so will ich Rache üben an meinen Drängern / und meinen Hassern vergelten. /

42 Ich will meine Pfeile trunken machen / von Blut, und mein Schwert soll Fleisch fressen, / vom Blute Erschlagener und Gefangener, / vom Haupte der Fürsten des Feindes. /

43 Preiset, ihr Heiden, sein Volk! / Denn er rächt das Blut seiner Knechte, / und Rache übt er an seinen Drängern / und entsündigt das Land seines Volkes.

44 Und Mose kam und sprach vor dem Volke alle die Worte dieses Liedes, er und Josua, der Sohn Nuns.

45 Als nun Mose ganz Israel alle diese Worte vollständig kundgetan hatte,

46 sprach er zu ihnen: Nehmet zu Herzen alle Worte, mit denen ich euch heute feierlich verwarne, damit ihr sie euren Kindern anbefehlet, dass sie alle Worte dieses Gesetzes getreulich erfüllen;

47 denn es ist kein kraftloses Wort für euch, sondern es ist euer Leben, und durch dieses Wort werdet ihr euer Leben verlängern in dem Lande, dahin ihr über den Jordan zieht, es zu besetzen.

48 AN demselben Tage sprach der Herr zu Mose: (a) 4Mo 27:12

49 Steige auf das Gebirge Abarim hier, auf den Berg Nebo, der im Lande Moab gegenüber Jericho liegt, und besieh dir das Land Kanaan, das ich Israel zum Eigentum geben will;

50 und auf dem Berg, auf den du steigen sollst, musst du sterben und zu deinen Stammesgenossen versammelt werden, wie dein Bruder Aaron auf dem Berge Hor gestorben und zu seinen Stammesgenossen versammelt worden ist, (a) 4Mo 33:38

51 weil ihr mir inmitten der Israeliten untreu geworden seid beim Haderwasser zu Kades in der Wüste Zin, weil ihr mich nicht als den Heiligen geehrt habt inmitten der Israeliten. (a) 4Mo 20:12

52 Denn schauen darfst du zwar das Land, wie es dir gegenüberliegt, aber hineinkommen darfst du nicht in das Land, das ich Israel geben will.

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