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Bíblia ZURCHER

Isaías 5

1 SINGEN will ich von meinem Freunde, das Lied meines Freundes von seinem Weinberg! Mein Freund hatte einen Weinberg auf fetter Bergeshöhe. (a) Jer 2:21; Mt 21:33-43

2 Den grub er um und säuberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit edeln Reben. Er baute einen Turm in seiner Mitte, auch eine Kelter hieb er darin aus. Und er hoffte, dass er edle Trauben brächte, doch er brachte herbe Frucht.

3 Nun, ihr Bürger Jerusalems und ihr Männer von Juda, richtet zwischen mir und meinem Weinberg!

4 Was war noch zu tun an meinem Weinberg, und ich tat es nicht? Warum hoffte ich, dass er edle Trauben brächte, und er brachte herbe Frucht? –

5 Nun, so will ich euch kundtun, was ich meinem Weinberg tun will: ich will seinen Zaun entfernen, dass er abgeweidet, und seine Mauer einreissen, dass er zertreten werde.

6 Ich will ihm den Garaus machen: nicht beschnitten soll er werden noch behackt, in Dornen und Disteln soll er aufgehen; und den Wolken will ich verbieten, auf ihn zu regnen.

7 Denn der Weinberg des Herrn der Heerscharen ist das Haus Israel, und die Männer Judas sind seine Lieblingspflanzung. Er hoffte auf Guttat, und siehe da Bluttat, auf Rechtsspruch, und siehe da Rechtsbruch!

8 WEHE denen, die Haus an Haus reihen und Acker an Acker rücken, bis kein Platz mehr ist und ihr allein Besitzer seid mitten im Lande!

9 Denn vernehmen liess sich in meinen Ohren der Herr der Heerscharen: fürwahr, viele Häuser sollen öde werden, grosse und schöne, dass niemand darin wohne;

10 denn zehn Juchart Reben werden einen Eimer bringen, und ein Malter Same einen Scheffel.

11 Wehe denen, die früh am Morgen schon dem Rauschtrank nachjagen, die bis tief in die Nacht der Wein erhitzt!

12 Da halten sie Gelage mit Laute und Harfe, mit Handpauke und Flöte und Wein; aber das Werk des Herrn beachten sie nicht, und das Tun seiner Hände sehen sie nicht. (a) Hio 21:12; Am 6:5

13 Darum wandert mein Volk in die Verbannung unversehens; seine Edlen sind kraftlos vor Hunger, und die Menge brennt vor Durst.

14 Darum öffnet die Unterwelt weit ihren gierigen Schlund und sperrt auf ihren Rachen über die Massen, und es fährt hinunter Jerusalems Pracht, sein Gelärm und Getümmel und wer darin frohlockt.

15 Da wird gebeugt der Mensch und erniedrigt der Mann und die Augen der Hochmütigen werden gedemütigt.

16 Aber der Herr der Heerscharen wird erhaben durch das Gericht, und der heilige Gott erweist sich heilig durch Gerechtigkeit.

17 Und Lämmer weiden (daselbst) wie auf ihrer Trift, und auf den Trümmern äsen Böcklein.

18 Wehe denen, die die Schuld mit Stricken des Frevels und die Sünde wie mit Wagenseilen herbeiziehen!

19 die da sagen: Er beeile doch, beschleunige sein Werk, dass wir es sehen; der Ratschluss des Heiligen Israels nahe und treffe ein, dass wir ihn erfahren!

20 Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis machen, die bitter zu süss und süss zu bitter machen!

21 Wehe denen, die in ihren eignen Augen weise sind und sich selbst verständig dünken! (a) Spr 3:7; Rö 12:16

22 Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und Kraftmenschen im Mischen des Rauschtranks!

23 die dem Schuldigen Recht geben um Bestechung und dem Unschuldigen sein Recht absprechen! (a) 2Mo 23:7; Spr 17:15

24 Darum, wie die Zunge des Feuers Stoppeln verzehrt und dürres Gras in der Flamme zusammensinkt, wird ihre Wurzel sein wie Moder und ihre Blüte wie Staub auffliegen; denn sie haben die Weisung des Herrn der Heerscharen verschmäht und verworfen das Wort des Heiligen Israels.

25 DARUM entbrannte der Zorn des Herrn wider sein Volk, und er reckte gegen sie seine Hand aus und schlug sie, und die Berge erbebten, und ihre Leichen lagen wie Kot in den Strassen. Bei alledem hat sich sein Zorn nicht gewandt, und noch ist seine Hand ausgereckt. (a) Jes 9:12 17 21; 10:4

26 Und er wird ein Panier aufstecken dem Volk aus der Ferne und es herbeilocken vom Ende der Erde, und siehe: eilends, schnell kommt es; (a) Jes 7:18

27 kein Müder, kein Strauchelnder in ihm, nicht schläft noch schlummert es; keinem geht auf der Gurt seiner Lenden, keinem zerreisst der Riemen seiner Schuhe.

28 Seine Pfeile sind geschärft und alle seine Bogen gespannt; die Hufe seiner Rosse sind wie Kiesel zu achten und seine Wagenräder wie der Sturmwind.

29 Sein Brüllen ist wie das der Löwin, es brüllt wie junge Löwen und knurrt, packt den Raub und schleppt ihn fort, und niemand rettet.

30 Es tost über ihm an jenem Tage wie Tosen des Meeres. Da blickt er auf die Erde, und siehe da, bange Finsternis, und das Licht wird verfinstert durch ihr Gewölk. (a) Jes 8:22

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