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Bíblia ZURCHER

Lucas 12

1 ALS sich unterdessen die Zehntausende des Volkes versammelt hatten, sodass sie einander traten, fing er an, zuerst zu seinen Jüngern zu sagen: Hütet euch vor dem Sauerteig, das heisst, vor der Heuchelei der Pharisäer!

2 Nichts aber ist verhüllt, was nicht enthüllt werden wird, und (nichts) verborgen, was nicht bekannt werden wird. (a) Lu 8:17

3 Deswegen wird alles, was ihr im Dunkeln gesagt habt, im Licht gehört werden, und was ihr in den Kammern ins Ohr geredet habt, wird auf den Dächern gepredigt werden.

4 Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und nachher nichts Weiteres tun können!

5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der, nachdem er getötet hat, Macht besitzt, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch: Den fürchtet!

6 Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zehn Rappen? und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen.

7 Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge. (a) Lu 21:18

8 Ich sage euch aber: Wer immer sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes.

9 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes. (a) Lu 9:26

10 Und wer immer ein Wort wider den Sohn des Menschen sagt, dem wird vergeben werden; dem aber, der wider den heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden. (a) Mt 12:31 32; Mr 3:28 29

11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und die Obrigkeiten und die Machthaber führen, so sorget euch nicht darum, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt! (1) V. 11-12: Lu 21:14 15; Mt 10:19 20; Mr 13:11

12 Denn der heilige Geist wird euch zu eben der Stunde lehren, was ihr sagen sollt.

13 ES sagte aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, gebiete meinem Bruder, das Erbgut mit mir zu teilen!

14 Er jedoch sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch eingesetzt?

15 Darauf sagte er zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor aller Habsucht! denn (auch) wenn einer Überfluss hat, beruht sein Leben nicht auf seinem Besitz. (a) 1Ti 6:7-10

16 Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen: Das Land eines reichen Mannes hatte gut getragen.

17 Und er dachte bei sich selbst: Was soll ich tun, da ich keinen Raum habe, wohin ich meine Früchte sammeln kann?

18 Und er sagte: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und grössere bauen und dorthin all mein Getreide und meine Güter sammeln

19 und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter auf viele Jahre daliegen; ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich!

20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele von dir; was du aber bereitgelegt hast, wem wird es zufallen?

21 So geht es dem, der für sich Schätze sammelt und nicht reich ist vor Gott. (a) Mt 6:20; 1Ti 6:17-19

22 ER sprach aber zu seinen Jüngern: Deshalb sage ich euch: Sorget euch nicht um das Leben, was ihr essen sollt, noch um den Leib, was ihr anziehen sollt!

23 Denn das Leben ist mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung.

24 Betrachtet die Raben: Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben weder Vorratskammer noch Scheune, und Gott ernährt sie (doch). Wieviel mehr wert seid ihr als die Vögel!

25 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen?

26 Wenn ihr nun auch nicht das geringste vermögt, was sorgt ihr euch um das übrige?

27 Betrachtet die Lilien, wie sie weder spinnen noch weben; ich sage euch aber: Auch Salomo in all seiner Pracht war nicht gekleidet wie eine von diesen.

28 Wenn aber Gott das Gras auf dem Feld, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch, ihr Kleingläubigen!

29 Und ihr – fraget (doch) nicht, was ihr essen und was ihr trinken sollt, und seid nicht in Unruhe!

30 Denn nach allen diesen Dingen trachten die Völker der Welt; euer Vater aber weiss, dass ihr diese Dinge bedürft.

31 Vielmehr suchet sein Reich, dann wird euch dies hinzugefügt werden!

32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben. (a) Lu 22:29; Jes 41:14; Da 7:27

33 Verkaufet euren Besitz und gebet ihn als Almosen; machet euch Beutel, die nicht veralten, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb sich naht und keine Motte Zerstörung anrichtet! (a) Lu 16:9; 18:22; Mt 6:19-21

34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

35 EURE Lenden seien umgürtet und eure Lichter brennend! (a) 1Pe 1:13

36 und ihr sollt Menschen gleich sein, die auf ihren Herrn warten, wann er vom Gastmahl aufbrechen wird, damit sie, wenn er kommt und anklopft, ihm alsbald auftun. (a) Mt 25:1-13

37 Wohl jenen Knechten, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie heissen, sich zu Tische setzen und wird hinzutreten und sie bedienen. (a) Lu 17:7 8; Joh 13:4

38 Und wenn er in der zweiten und wenn er in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, wohl ihnen!

39 Das aber merket: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, würde er nicht in sein Haus einbrechen lassen. (a) 1Th 5:2

40 Auch ihr sollt bereit sein; denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, wo ihr es nicht meint. (a) Lu 21:34-36

41 Petrus aber sagte: Herr, sagst du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen (andern)?

42 Und der Herr sprach: Wer ist also der kluge, treue Haushalter, den sein Herr dazu über sein Gesinde setzen wird, (ihnen) zur rechten Zeit ihr Mass Speise zu geben?

43 Wohl jenem Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird!

44 Der Wahrheit gemäss sage ich euch: Er wird ihn über sein ganzes Besitztum setzen. (a) Mt 25:21

45 Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verzieht zu kommen, und anfängt, die Knechte und die Mägde zu schlagen, und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen,

46 so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tage kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht weiss, und wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil unter den Ungläubigen geben. (1) vgl. Anm. zu 1Kor 6:1.

47 Jener Knecht aber, der den Willen seines Herrn gekannt und nichts nach seinem Willen bereitgemacht oder getan hat, wird viele Schläge erhalten; (a) Jak 4:17

48 der jedoch, der ihn nicht gekannt, aber etwas getan hat, was Schläge verdient, wird wenige erhalten. Von jedem aber, dem viel gegeben ist, wird viel gefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man (desto) mehr verlangen.

49 EIN Feuer auf die Erde zu bringen, bin ich gekommen, und wie sehr wünschte ich, es wäre schon entfacht!

50 Mit einer Taufe aber muss ich getauft werden, und wie ist mir so bange, bis sie vollendet ist! (a) Mr 10:38

51 Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu schaffen? Nein, sage ich euch, sondern Entzweiung. (a) Mt 10:34-36

52 Denn von jetzt an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei mit zweien und zwei mit dreien.

53 Es werden entzweit sein der Vater mit dem Sohn und der Sohn mit dem Vater, die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter, die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit der Schwiegermutter. (a) Mi 7:6

54 ER sprach aber auch zu der Volksmenge: Wenn ihr im Westen eine Wolke aufsteigen seht, sagt ihr alsbald: Es kommt Regen; und es geschieht so.

55 Und wenn ihr den Südwind wehen seht, sagt ihr: Es wird Gluthitze geben; und es geschieht.

56 Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels wisst ihr zu beurteilen; wie kommt es aber, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?

57 WARUM aber urteilt ihr nicht auch von euch selbst aus darüber, was recht ist?

58 Denn wenn du mit deinem Gegner zum Beamten gehst, so gib dir unterwegs Mühe, gütlich von ihm loszukommen, damit er dich nicht etwa vor den Richter schleppt und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis setzt. (1) V. 58-59: Mt 5:25 26

59 Ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast.

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