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Bíblia VLX3

Lucas 6

Was ist wichtiger, die Gesetze oder die Liebe?

1 An dem religiösen Feiertag der Juden, dem Sabbat, streunte Jesus mit seinen Schülern mal wieder durch die Kornfelder. Die Schüler pflückten dabei ein paar Kornähren ab, zerrieben die zwischen den Händen und aßen sie.

2 Einige von den Pharisäern sahen das und kamen sofort mit dem Spruch an: „Das dürfen Sie nicht! Das ist verboten! Die Gesetze schreiben vor, dass man am Sabbat nichts ernten und nicht arbeiten darf!“

3 Jesus konterte: „Darf ich euch mal an die Geschichte vom David erinnern? Als er und seine Begleiter Hunger hatten, was haben sie da gemacht?

4 Sie gingen in das Haus von Gott und nahmen sich was von dem Brot, das extra nur für die Priester bestimmt war! Er gab sogar seinen Freunden davon zu essen! Damit haben sie auch die Gesetze gebrochen, oder?

5 Ich darf als Menschensohn[[Menschensohn| Siehe Erklärung in Matthäus 8]]auch bestimmen, was am Sabbat geht und was nicht!“

6 Ein paar Wochen später war da so ein Mann, der hatte eine Behinderung an der Hand. Er hing in der Synagoge rum, als Jesus dort seine Lehrstunde abhielt.

7 Die Theologen und Pharisäer hatten alles genau im Blick. Sie warteten nur auf die nächstbeste Gelegenheit, wo sie ihn auf frischer Tat ertappen könnten. Wenn er jetzt jemanden heilen würde, wäre das ein guter Grund, Anzeige gegen ihn zu erstatten. Das war am Sabbat nämlich verboten.

8 Jesus konnte aber ihre Gedanken lesen. Also bat er den Mann, sich mal in die Mitte zu stellen, damit ihn alle sehen konnten.

9 Und dann sagte er zu den Kritikern: „Ich hab mal ’ne Frage an euch: Wofür sind die Gesetze da, wollen die, dass man am Sabbat gute Sachen tut, oder ist dieser Tag dafür da, böse zu sein? Ist er dafür da, gut zu jemand zu sein, oder dafür da, Leute fertig zu machen?“

10 Jesus blickte einem nach dem andern in die Augen. Dann meinte er zu dem kranken Mann: „Mach deine Hand mal wieder gerade!“ Der Typ tat es, und tatsächlich, sie war sofort gesund!

11 Die Feinde von Jesus waren davon total angefressen. Ab diesem Zeitpunkt begannen die Ersten, ein Attentat auf Jesus zu planen.

Jesus sucht sich zwölf feste Schüler aus

12 Kurze Zeit später zog sich Jesus auf einen Berg zurück, um ’ne Runde zu beten. Er redete die ganze Nacht mit Gott.

13 Als die Sonne aufging, holte er alle Schüler zusammen und wählte zwölf von ihnen in den engeren Kreis. Diese zwölf Freunde nannte er ab dann Apostel (das heißt so viel wie „die Gesandten“). Hier sind jetzt mal ihre Namen:

14 Simon (den er auch Petrus oder den Fels nannte), Andreas (der Bruder von Simon), Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus,

15 Matthäus, Thomas, Jakobus (ein Sohn von Alphäus), Simon (der früher mal ein Freiheitskämpfer war),

16 Judas (ein Sohn von Jakobus) und Judas Iskariot (der Jesus später verraten wird).

Heilungssession mit Jesus

17 Als Jesus mit seinen Schülern wieder vom Berg runterkam, waren sie auf einer großen Wiese. Mittlerweile waren hier sehr viele Menschen versammelt. Die Leute kamen nicht nur aus der nahen Umgebung, sogar aus Judäa und Jerusalem bis hin zum nördlichen Küstengebiet von Tyrus und Sidon waren welche dabei.

18 Alle wollten die Predigten von Jesus hören und viele wollten auch geheilt werden. Jesus verscheuchte dabei einige von den fiesen Geistern.

19 Zum Teil wollten die Leute ihn einfach nur mal anfassen, weil eine starke Energie von ihm ausging, und alle wurden dabei geheilt.

Wer nach Jesus’ Ansicht glücklich ist und wer nicht

20 Irgendwann redete Jesus mit seinen Schülern und meinte zu denen: „Glücklich seid ihr, die ihr nichts besitzt, weil ihr einen Anteil an Gottes Land bekommen werdet.

21 Glücklich seid ihr, die ihr jetzt Hunger habt, weil Gott euch fett zu essen geben wird! Glücklich seid ihr, die ihr jetzt traurig seid, denn ihr werdet bald abgehen vor Freude!

22 Glücklich seid ihr, die ihr gedisst und gehasst werdet, wenn man euch auslacht und aus eurem Namen ein Schimpfwort macht, weil ihr zu mir gehört.

23 Wenn das passiert, könnt ihr euch total freuen! Denn im Himmel wartet eine fette Belohnung auf euch! Und vergesst dabei nicht: Den Propheten ging es kein Stück besser.

24 Übel für die, die jetzt viel Kohle besitzen. Die haben ihre Belohnung ja jetzt schon bekommen.

25 Übel auch für die Menschen, die einen prallen Bauch haben und satt sind. Ihr werdet ständig hungern müssen. Übel für die Menschen, die jetzt lachen. Aus eurem Lachen wird ein Weinen werden.

26 Wie übel steht es um die Stars und die Berühmtheiten, die jetzt von allen Seiten umschleimt werden! Falsche Propheten waren ja damals auch schon überall beliebt.“

Leute, die ätzend zu dir sind, sollst du lieben

27 „Ich sag euch jetzt mal was: Die Menschen, die ätzend zu euch sind, eure Feinde, die sollt ihr lieben! Die euch nicht abkönnen und sogar hassen, genau denen sollt ihr helfen.

28 Betet für die Leute, die euch die Krätze an den Hals wünschen. Betet für die, die euch verletzt haben.

29 Wenn dir einer in die Fresse haut, sag ihm, er soll dir auch noch in den Magen treten. Wenn einer deine Jacke haben will, dann gib ihm dein T-Shirt noch dazu.

30 Wenn jemand dich um etwas bittet, dann gib es ihm und fordere es nicht zurück.

31 Behandle die Leute so, wie du von ihnen auch behandelt werden willst.

32 Oder willst du auch noch eine Bezahlung dafür, wenn du nett zu den Menschen bist, die nett zu dir sind?

33 Was ist schon daran toll, denen etwas Gutes zu tun, die euch auch gut behandeln? Das kann ja jeder, auch die Menschen, die keinen Bock auf Gott haben.

34 Was ist schon so heldenhaft da dran, jemandem Geld zu leihen, von dem man sowieso ganz sicher weiß, dass man es zurückbekommt?

35 Euer Ziel soll sein, auch die Feinde zu lieben und gut zu den Menschen zu sein, die euch blöd finden. Helft denen, und zwar ohne große Erwartung. Von Gott könnt ihr dagegen alles erwarten, er wird euch fett dafür belohnen, schon allein weil ihr euch so verhaltet, wie es sich für seine Kinder gehört. Gott ist liebevoll ─ sogar zu miesen Typen und Leuten, die es null verdient hätten.“

Wie du mir, so ich dir?

36 Jesus redete weiter: „Ihr müsst so liebevoll drauf sein wie Gott, euer Vater.

37 Hört auf, über andere abzulästern und über sie zu urteilen, damit Gott euch auch nicht verurteilt. Macht euch nicht vorschnell eine Meinung über jemand, das tut Gott auch nicht mit euch! Wenn ihr anderen verzeiht, wird man euch ebenfalls verzeihen.

38 Seid locker, wenn es darum geht, Sachen zu verschenken, dann wird Gott euch auch fett beschenken können, so viel, dass ihr mehr als genug habt.“

39 Jesus erzählte dann noch mal so ein Beispiel, was er ja oft tat: „Was bringt es einem Blinden, wenn er von einem Blinden geführt wird? Früher oder später werden beide auf die Fresse fallen!

40 Ein Schüler kann nur so viel lernen, wie sein Lehrer auch weiß. Selbst wenn er alles von ihm gelernt hat, ist er nur genauso schlau wie sein Lehrer.

41 Warum regst du dich so über ein Problem von deinem Bruder auf und übersiehst dabei, welche Mega-Probleme du selber hast?

42 Du sagst dann: ‚Freundchen, komm mal her! Ich will dir mal sagen, wo du überall falsch liegst!‘ Und dabei hast du überhaupt nicht kapiert, dass du selber total daneben bist.

43 Ein gesunder Baum kann keine schlechten Früchte haben, oder? Und so kann ein kranker Baum auch keine gesunden haben!

44 Man kann daran erkennen, ob ein Baum gesund ist oder nicht, wenn man sich seine Früchte mal ansieht. Äpfel wachsen nicht in Dornenhecken und Weintrauben nicht an Brombeerbüschen.

45 Wenn einer gut drauf ist und ein gutes Herz hat, bringt er gute Sachen. Wenn einer link drauf ist, bringt der auch nur linke Aktionen, weil seine Gedanken und seine Motive schlecht sind.“

Auf Jesus kann man bauen

46 „Warum sagt ihr ständig Meister zu mir, tut dann aber doch nicht das, was ich euch sage?

47 Ich gebe noch mal ein Beispiel, wie das abgeht bei Leuten, die das tun, was ich sage.

48 Und zwar ist das so wie ein Mensch, der ein Haus auf einem stabilen Betonfundament baut. Wenn es dann mal eine Überschwemmung gibt, dann können die Wellen das Haus nicht zerstören, weil es eine feste Grundlage hat und solide gebaut wurde.

49 Wer mir aber zuhört und dann so weitermacht wie bisher, der ist zu vergleichen mit einem Haus, das nur auf Sand ohne ein Fundament gebaut wurde. Wenn mal eine Flut kommt, dann unterspült sie das Haus und alles bricht zusammen. Am Ende bleibt nur ein Haufen Schrott übrig.“

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